Moretti: Teilzeit ist kein Zwang

Nicht immer Schuld beim anderen suchen – Wir brauchen moderne Konzepte für eine moderne Gesellschaft – Jetzt gemeinsam anpacken, um Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln

Wien (OTS) - Der Trend zur Teilzeitarbeit setzt sich fort. Knapp 48% der Frauen arbeiten in Teilzeit, so die Ergebnisse der heute präsentierten Zahlen durch die Statistik Austria. Dazu möchte die Vorsitzende von "Frau in der Wirtschaft im Wirtschaftsbund", Adelheid Moretti festhalten: "Teilzeitarbeit ist nicht mit Zwang verbunden so wie es gerne vom ÖGB suggeriert wird. Viele Frauen wählen bewusst den Weg in die Teilzeitarbeit, umso Familien- und Berufsleben besser miteinander vereinbaren zu können. Jeder hat eine andere Lebensrealität, das muss auch der ÖGB akzeptieren."

Es sei leicht die Schuld immer bei jemand anderen zu suchen. "Es ist schon verblüffend, dass der ÖGB einerseits von der Wirtschaft - die bereits jetzt schon mit über 2 Millionen Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber in Österreich ist - verlangt mehr Vollzeitarbeitsplätze anzubieten, andererseits aber mit ihren Forderungen nach Überstunden-Euro, Bonus-Malus, etc. alles daran setzt die Wirtschaft durch weitere Belastungen auszubremsen. Das kann so nicht funktionieren", betont Moretti.

Auch die vehemente Ablehnung bezüglich Angleichung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer sei für Moretti nicht wirklich nachvollziehbar: "Damit wäre den Frauen geholfen, denn durch den frühzeitigen Pensionseintritt sind sie oftmals beim Lebenseinkommen und der Karriereentwicklung benachteiligt."

Statt auf alten Modellen zu verharren, sollte man sich den gegebenen gesellschaftlichen Veränderungen anpassen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. "Wir brauchen moderne Konzepte, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben gemeinsam die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Nur so können wir den Arbeitsmotor wieder zum Laufen bringen. Gemeinsam statt gegeneinander muss die Devise lauten", schließt Moretti.

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