- 11.06.2015, 14:09:00
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Moretti: Teilzeit ist kein Zwang
Nicht immer Schuld beim anderen suchen – Wir brauchen moderne Konzepte für eine moderne Gesellschaft – Jetzt gemeinsam anpacken, um Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln
Utl.: Nicht immer Schuld beim anderen suchen – Wir brauchen moderne
Konzepte für eine moderne Gesellschaft – Jetzt gemeinsam
anpacken, um Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln =
Wien (OTS) - Der Trend zur Teilzeitarbeit setzt sich fort. Knapp 48%
der Frauen arbeiten in Teilzeit, so die Ergebnisse der heute
präsentierten Zahlen durch die Statistik Austria. Dazu möchte die
Vorsitzende von "Frau in der Wirtschaft im Wirtschaftsbund", Adelheid
Moretti festhalten: "Teilzeitarbeit ist nicht mit Zwang verbunden so
wie es gerne vom ÖGB suggeriert wird. Viele Frauen wählen bewusst den
Weg in die Teilzeitarbeit, umso Familien- und Berufsleben besser
miteinander vereinbaren zu können. Jeder hat eine andere
Lebensrealität, das muss auch der ÖGB akzeptieren."
Es sei leicht die Schuld immer bei jemand anderen zu suchen. "Es ist
schon verblüffend, dass der ÖGB einerseits von der Wirtschaft - die
bereits jetzt schon mit über 2 Millionen Arbeitsplätzen der größte
Arbeitgeber in Österreich ist - verlangt mehr Vollzeitarbeitsplätze
anzubieten, andererseits aber mit ihren Forderungen nach
Überstunden-Euro, Bonus-Malus, etc. alles daran setzt die Wirtschaft
durch weitere Belastungen auszubremsen. Das kann so nicht
funktionieren", betont Moretti.
Auch die vehemente Ablehnung bezüglich Angleichung des
Frauenpensionsalters an jenes der Männer sei für Moretti nicht
wirklich nachvollziehbar: "Damit wäre den Frauen geholfen, denn durch
den frühzeitigen Pensionseintritt sind sie oftmals beim
Lebenseinkommen und der Karriereentwicklung benachteiligt."
Statt auf alten Modellen zu verharren, sollte man sich den gegebenen
gesellschaftlichen Veränderungen anpassen und gemeinsam an Lösungen
arbeiten. "Wir brauchen moderne Konzepte, die Arbeitgeber und
Arbeitnehmer unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben gemeinsam
die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Nur so können wir den
Arbeitsmotor wieder zum Laufen bringen. Gemeinsam statt gegeneinander
muss die Devise lauten", schließt Moretti.
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