• 11.06.2015, 10:37:20
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Kampf gegen die Organisierte Kriminalität in Europa: Tonnen von Drogen sichergestellt, 139 Festnahmen

1,1 Tonnen Heroin, 1 Tonne Marihuana, 165 Kilo Kokain, 30 Maschinenpistolen: Erfogreiche Bilanz eines EU Projektes unter Leitung des Bundeskriminalamtes

Utl.: 1,1 Tonnen Heroin, 1 Tonne Marihuana, 165 Kilo Kokain, 30
Maschinenpistolen: Erfogreiche Bilanz eines EU Projektes unter
Leitung des Bundeskriminalamtes =

Wien (OTS) - Bei der zweiten internationalen Konferenz anlässlich des
Abschlusses des Projektes "Fight against Western Balkans Organised
Crime 2013-2015" vom 9. bis 11. Juni 2015 waren 120 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer aus 34 Staaten, sowie von INTERPOL, EUROPOL und
EUROJUST in Portoroz/Slowenien zusammengekommen um Bilanz zu ziehen.
Der Kampf gegen die OK ist national und international von bedeutender
Wichtigkeit, weshalb unter Federführung des Bundeskriminalamtes und
in Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in Ungarn und Slowenien
dieses internationale Projekt mit Unterstützung der Europäischen
Union ins Leben gerufen wurde. Das erstmalige operative Treffen fand
vom 1. bis 3. Oktober 2013 in Altenmarkt/Zauchensee statt. Bei dem
jetzigen Meeting der internationalen Kriminalisten und Mitglieder der
Strafverfolgungsbehörden wurden die vom Oktober 2013 bis Mai 2015
abgearbeiteten 14 operativen Fälle und 40 operativen Treffen
durchbesprochen und resümiert.

Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner betont in diesem
Zusammenhang einmal mehr die Wichtigkeit internationaler
polizeilicher Kooperationen: "Die Organisierte Kriminalität kennt
keine Landesgrenzen. Dieses erfolgreiche Projekt zeigt wieder, dass
auch die polizeiliche Arbeit keine Landesgrenzen hat. Ich danke allen
beteiligten Ländern und den eingesetzten Polizistinnen und
Polizisten für ihr hervorragende Engagement."

So wurden im Rahmen des Projektes 139 Festnahmen und 176
Hausdurchsuchungen in ganz Europa durchgeführt. Durch die
Ermittlungen konnten 40 Raubüberfälle (davon 11 in Österreich) und 10
Einbruchsdiebstähle in Österreich geklärt werden. Auch die
Sicherstellungen können sich sehen lassen: 1,1 Tonnen Heroin, 1 Tonne
Marihuana, 165 Kilo Kokain, 16 Tonnen Essigsäureanhydrid (dient der
Herstellung von Heroin), 80.000 Zigaretten sowie 30 Maschinenpistolen
und Faustfeuerwaffen wurden international von den Sicherheitsbehörden
sichergestellt. Überdies konnten Vermögenswerte in der Höhe von
mehreren Millionen Euro beschlagnahmt werden. Alleine in Österreich
wurden 47 Beschuldigte festgenommen und je 20 Kilogramm Heroin und
Kokain, 300 Kilogramm Marihuana, über 2 Tonnen Essigsäureanhydrid und
2 Kalaschnikow-Maschinenpistolen sichergestellt. Überdies wurde
inkriminiertes Vermögen im Wert von über einer Million Euro
beschlagnahmt.

"Diese großartigen internationalen polizeilichen Erfolge können oft
nur durch den direkten Kontakt auf Ermittlerebene erzielt werden.
Genau dies wird auch durch Projekte wie diese gefördert: nur
internationale Polizeiarbeit kann auch internationale Organisierte
Kriminalität bekämpfen", betonte Direktor des Bundeskriminalamtes
General Franz Lang im Rahmen der Konferenz.

Zum Projekt
Der Projektname "Gemeinsame Ermittlungen mit den Ländern am
Westbalkan zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und deren
Auswirkungen auf die EU" - auch "Fight against Western Balkans
Organised Crime 2013-2015" gibt auch den Auftrag an die Polizei
wieder. In den Ländern am Westbalkan sind zunehmend kriminelle
Organisationen etabliert, die weltweite Auswirkungen auf die
Kriminalitäts- und Sicherheitslage haben. Die prekäre wirtschaftliche
Situation in vielen dieser Staaten verschärft die Problematik
zusätzlich. Eine effiziente und nachhaltige Bekämpfung dieser
kriminellen Strukturen ist nur durch eine intensive Kooperation der
betroffenen Staaten, der Europäischen Union und mit den Balkanstaaten
möglich. Das Bundeskriminalamt hat im Rahmen des
EU-Finanzierungsprogramms "ISEC - Kriminalprävention und
Kriminalitätsbekämpfung" das Projekt bei der Europäischen Kommission
eingereicht und den Auftrag zur Umsetzung erhalten. Als
Projektpartner konnten Ungarn und Slowenien gewonnen werden. Das
Projekt ist mit 440.000 Euro von der EU gefördert.

Umsetzung
Ein Netzwerk aus OK-Ermittlern deckte gemeinsam 14 kriminelle
Strukturen und Tätergruppen mit Organisierter Kriminalität mit
Ursprung oder Bezug zum Balkan auf, um schließlich gemeinsam, in
sogenannten Operationen, Fälle aufzuklären und international
koordinierte Festnahmen und Sicherstellungen durchzuführen.

Teilnehmende Länder
Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland,
Kosovo, Kroatien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien,
Spanien, Ungarn, USA und Österreich haben an den operativen
Ermittlungsfällen durch Parallelermittlungen teilgenommen bzw. wurden
dort Sicherstellungen durchgeführt und Maßnahmen und Festnahmen
vollzogen.

Fotos der Konferenz sind unter www.bundeskriminalamt.at abrufbar.

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