- 10.06.2015, 10:00:01
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Vom Harz zum Hopfen: Waldbier 2015 aus Fichtenharz
Bundesforste und Braumeister Kiesbye brauen Waldbier 2015 mit Naturaromen aus Fichtenharz – Ernteeinsatz im Forstrevier Traunstein
Utl.: Bundesforste und Braumeister Kiesbye brauen Waldbier 2015 mit
Naturaromen aus Fichtenharz – Ernteeinsatz im Forstrevier
Traunstein =
Wien/Purkersdorf (OTS) - Bereits zur Tradition geworden ist das
alljährliche Brauen eines Waldbieres mit einer jeweils neuen
Waldzutat, das die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) gemeinsam mit
Braumeister Axel Kiesbye und der Trumer Brauerei im Internationalen
Jahr des Waldes 2011 erstmals initiiert haben. "Heuer steht das
Waldbier ganz im Zeichen Österreichs wichtigster Baumart - der
Fichte", freut sich Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der
Bundesforste, auf die neue Bier-Spezialität. Dafür wurde dieser Tage
in Bundesforste-Wäldern am Traunstein (OÖ) die wichtigste Zutat
geerntet: reinstes Fichtenharz. Erstmals kommt damit, anders als in
den Vorjahren, in denen mit Maitrieben, Zapfen und Nadeln gearbeitet
wurde, Harz als Rohstoff zur Anwendung. "Für das Fichten-Waldbier
wurden in einem Fichtenblockwald im Forstrevier Traunstein rund 20
Kilogramm Fichtenharz geerntet", erklärt Freidhager. Vom Harz
verspricht sich Braumeister Axel Kiesbye ein ganz besonderes
Waldbier-Aroma: "Durch das eingesetzte Fichtenharz wird das Waldbier
2015 weitaus intensivere Noten nach Marzipan, Karamell und Waldbeeren
haben als in den Editionen zuvor." In den nächsten Wochen wird das
Bier in der Trumer Brauerei in Obertrum unter Anleitung des
Braumeisters eingebraut, bevor es im Herbst schließlich öffentlich
vorgestellt und verkostet wird.
Vom Harz zum Hopfen 100% Natur
Geerntet wurde das Fichtenharz in einem naturbelassenen
Fichtenblockwald der Bundesforste auf rund 900 Meter Seeehöhe hoch
über dem Traunsee. Dabei wurde bereits ausgetretenes Fichtenharz
gewonnen, das sich in Harzklumpen gesammelt hatte. In dem Fels
durchsetzten Blockwald führen Felsbewegungen und herabstürzende
Steine immer wieder zu Verletzungen an den Bäumen, die durch das Harz
auf natürliche Weise wieder verschlossen werden. "Dabei kann das Harz
von hellrosa über bernsteinfarben bis dunkelbraun unterschiedliche
Färbungen annehmen, die von Witterungseinflüssen wie Wärme, Kälte
oder Pollenflug abhängig sind", so der Wald- und Forstexperte. "Auch
Bernstein ist - anders als es sein Name vermuten lässt - kein Stein,
sondern versteinertes Harz urzeitlicher Nadelbäume." In verschiedenen
Gewerben war Baumharz lange Zeit ein wichtiger Rohstoff. "Harz galt
als begehrtes Naturprodukt. Es zeichnet sich durch seine dichte,
klebrige Konsistenz und hohe Brennbarkeit aus und war ein wichtiger
Rohstoff etwa zum Abdichten im Schiffsbau oder in der Fassbinderei.
Auch in der Volksmedizin wurde es für Salben oder Umschläge
verwendet", weiß Freidhager. Zu den wichtigsten Harzbaumarten zählen
Kiefern, Lärchen, aber auch Fichten und Zirben.
Waldbier-Zyklus mit Nadelbäumen
Das Waldbier 2015 "Fichte" schließt den fünfjährigen Zyklus an
Nadelbäumen nunmehr ab. Seit 2011 wurden fünf Waldbiere mit jeweils
anderen Baumarten und Zutaten gebraut: Den Auftakt machte die Tanne
aus ÖBf-Wäldern am Salzburger Hochkönig 2011, gefolgt von der Zirbe
aus ÖBf-Wäldern im Tiroler Radurschltal (2012), der Lärche aus
ÖBf-Wäldern in Bad Aussee (2013) und schließlich der Schwarzkiefer
aus ÖBf-Wäldern bei Hinterbrühl im Wienerwald (2014). "Mit dem
Waldbier bringen wir den Wald in die Wohnzimmer und auf den
Speisetisch", zeigt sich Freidhager um stets neue Ansätze zur
Naturvermittlung bemüht. "Das ätherische, dezent-würzige Gourmetbier
passt besonders gut zu kräftigen Gewürzen und Speisen wie Wild,
Räucherfischen, Pilzgerichten, aber auch zur Asia-Küche", empfiehlt
Axel Kiesbye.
Waldbier 2015 "Fichte" ab Herbst erhältlich
Das neue Waldbier 2015 "Fichte" wird voraussichtlich ab Oktober
erhältlich sein. Wie bisher wird es in limitierter Auflage
hergestellt und in Gourmet-Flaschen zu 0,75 l und 033, l abgefüllt.
Aufgrund seines hohen Alkoholgehalts von 7,2 % verfügt das Waldbier
über eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit und kann - ganz im Sinne der
Nachhaltigkeit - als Jahrgangsbier gesammelt und mehrere Jahre
gelagert werden. Die Waldbier-Sorten der Vorjahre sind nahezu
ausverkauft und nur mehr vereinzelt erhältlich.
Pressefotos unter www.bundesforste.at
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