- 10.06.2015, 09:49:02
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ARBÖ: Bei Hitze kühlen Kopf bewahren
Coole Tipps für sommerliche Verkehrsteilnehmer

Utl.: Coole Tipps für sommerliche Verkehrsteilnehmer =
Wien (OTS) - Sommerliche Hitze bereitet Autofahrern mitunter große
Probleme. Und laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
stehen kommendes Wochenende die nächsten Hitzetage bevor. Bei
Temperaturen von mehr als 30 Grad kann sich der Innenraum eines in
der Sonne geparkten Fahrzeugs binnen 45 Minuten auf mehr als 70 Grad
aufheizen. Für im Auto zurückgelassene Kinder oder auch Haustiere
können solche Temperaturen bereits nach zehn Minuten lebensbedrohend
sein! Ein geöffnetes Seitenfenster reicht nicht, um genug Luft
zirkulieren zu lassen. Auch das Abstellen im Schatten verhindert
Überhitzung nicht, da die Sonne wandert. Die Gefahr wird immer wieder
massiv unterschätzt, vor allem auch, wenn ein Kind am Rücksitz
friedlich schläft und Eltern nur scheinbar kurze Erledigungen haben.
"Abhängig von der Höhe der Außentemperatur und der Aufenthaltsdauer
kann es insbesondere für Kinder und alte Menschen nach nur wenigen
Minuten zu gravierenden Kreislaufproblemen kommen. Ein Hitzschlag ist
ein lebensbedrohlicher Notfall!", informiert Jürgen Grassl,
Bundesschulungsleiter des Samariterbund Österreich.
Oft ist es nur aufmerksamen Passanten zu verdanken, dass Kinder aus
brütend heißen Fahrzeugen gerettet werden. Rechtlich ist in einem
solchen Fall übrigens jedermann verpflichtet, einzugreifen. "Wenn
jemand bemerkt, dass ein Kind gefährdet ist (z.B. schreien,
erbrechen, kollabieren), ist jeder zur Hilfeleistung verpflichtet",
erklärt ARBÖ-Rechtsexperte Gerald Hufnagel. Eine Autoscheibe
einzuschlagen hat kein juristisches Nachspiel, sondern ist als
"rechtfertigender bzw. entschuldigender Notstand" in diesem Fall
erlaubt. "Hier wird eine Güterabwägung getroffen, Auto oder Leben.
Natürlich geht das Leben vor. Um Leben zu retten, darf ich Dinge
zerstören. Das ist so ähnlich wie Handeln in Notwehr. Passanten sind
verpflichtet, Abhilfe zu schaffen und einzuschreiten", sagt Hufnagel.
Und zwar, noch bevor die Polizei gerufen wird.
Brütende Hitze kann das Fahren beeinträchtigen. Als optimale
Temperatur im Autoinnenraum gelten 21 bis 23 Grad. Ab 24 Grad kann es
bereits zu vermindertem Reaktionsvermögen, Aufmerksamkeitsdefiziten
und mehr Stress kommen, das Unfallrisiko steigt. Zu stark sollte das
Fahrzeug jedoch auch nicht abgekühlt werden, da "Polartemperaturen"
ebenfalls den Kreislauf belasten.
Anbei einige ARBÖ-Verhaltensregeln, um bei "Hitze" gut durch den
Sommer zu kommen:
• Unbedingt ausreichend trinken (mindestens zwei Liter
alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser oder Tee),
denn bei Hitze verliert der Körper durch das Schwitzen
innerhalb von nur einer Stunde bis zu drei Liter Flüssigkeit.
• Fettige, üppige Mahlzeiten vermeiden. Sie belasten den Körper
und machen müde.
• Mehr Pausen einlegen, Beine vertreten, für Abkühlung sorgen.
• Leichte, luftige Kleidung tragen
• Wenn möglich, Fahrten in der Mittagshitze vermeiden, besser morgens
oder abends fahren
• Rechtzeitig Klimaanlage checken - eine Wartung sollte alle zwei
Jahre durchgeführt werden (z.B. in den ARBÖ-Prüfzentren).
Klimaanlage jedoch nicht zu sehr runterkühlen, auch das belastet
den Kreislauf. Der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur
sollte nicht mehr als sechs Grad betragen.
• Batterien überprüfen - Hitze setzt ihnen ebenso zu wie Kälte.
• Längere Aufenthalte im parkendem Auto vermeiden.
• Eine Sonnenschutzblende aus Karton, die unter die innere
Windschutzscheibe gelegt wird, bewirkt einen "Hitzeverlust" im
Fahrzeuginneren von bis zu 25 Grad Celsius.
• Silberbeschichtete Matten, die außen auf die Windschutzscheibe
gelegt werden, reflektieren die Hitze und die Windschutzscheibe
erwärmt sich nicht so stark.
• Heruntergeklappte Sonnenblenden minimieren die Einstrahlung auf das
Armaturenbrett.
• Kindersitze mit Tuch abdecken. Direkte Sonneneinstrahlung kann den
Bezugsstoff aufheizen. Sicherheitshalber mit der Hand die
Temperatur überprüfen, bevor das Kinder reingesetzt wird.
• Vor dem Einsteigen alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen
lassen.
Die Wettervorhersgae der Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik für Freitag und Samstag:
Prognose für Freitag, 12. Juni 2015
Ein überwiegend sonniger Tag steht bevor. Lediglich im Bergland
bilden sich Quellwolken und vereinzelt können diese bis zum Abend zu
isolierten Wärmegewittern anwachsen. Der Wind weht im allgemeinen
schwach, nur entlang der Tauern kann der Wind aus Südwest etwas
auffrischen. Frühtemperaturen 13 bis 20 Grad, Tageshöchsttemperaturen
26 bis 33 Grad.
Prognose für Samstag, 13. Juni 2015
Am Vormittags ist es sehr sonnig, oft auch wolkenlos. Ab Mittag
werden Quellwolken ausgehend vom Bergland häufiger und mächtiger,
spätestens am Nachmittag gehen dann immer öfter Regenschauer und
Gewitter nieder, welche gebietsweise sehr kräftig ausfallen. Davon am
ehesten verschont bleiben Regionen im Südosten und Osten des Landes.
Der Wind weht meist schwach, im Süden auch mäßig aus Süd bis West.
Frühtemperaturen 14 bis 22 Grad, Tageshöchsttemperaturen 27 bis 33
Grad.
Erste-Hilfe-Maßnahmen:
• In den Schatten bringen
• Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage, sonst soll der
Oberkörper erhöht gelagert werden
• Kleidung öffnen und lockern, Wind zufächeln
• Notruf 144 wählen, um den Rettungsdienst zu alarmieren
• Kind mit feuchten Umschlägen kühlen (insbesondere den Kopf),
• Sofern das Kind kooperativ ist und trinken kann, Mineralwasser
trinken lassen
• Den Anweisungen der Rettungsleitstelle Folge leisten.
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