• 09.06.2015, 22:00:16
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Neues Volksblatt: "SPÖ-Lehren" von Markus EBERT

Ausgabe vom 9. Juni 2015

Utl.: Ausgabe vom 9. Juni 2015 =

Linz (OTS) - "Nicht integrationswillige Ausländer kommen immer noch,
um an unseren Sozialleistungen zu partizipieren. Dieser Missbrauch
unserer Gastfreundschaft muss endlich bekämpft werden, um
schlussendlich wieder mehr Geld für die Wienerinnen und Wiener zur
Verfügung zu haben".
Was für ein Glück für die Bundes-SPÖ, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian
Strache gestern Nachmittag in einer Aussendung nur im Sinne der
Wienerinnen und Wiener gegen die sozialschmarotzenden Ausländer ins
Feld zog. Man stelle sich vor, Strache hätte seine Forderung im Namen
aller Österreicherinnen und Österreicher erhoben - womöglich hätten
dann vor lauter Empörung Faymann & Bundesgenossen die Koalition im
Burgenland noch platzen lassen. Aber so ist man gemäß neuer
Diversifizierungs-Doktrin - was für die Bundes-SPÖ gilt, kann den
Länder-Organisationen egal sein - fein aus dem Schneider, schließlich
betrifft Straches Polemik nur Wien, und da ist ja Michael Häupl
zuständig.
Die wesentlichsten Lehren für die SPÖ aus ihrem blauen
Burgenland-Desaster werden wohl sein: Fasse ja keine
Parteitagsbeschlüsse mehr, die irgendjemand als verbindlich
missverstehen könnte und trachte zudem danach, dass sich ein
Hintertürl nicht nur unter dialektischen Verrenkungen öffnen lässt.
Und wenn du umgefallen bist, bleibe standhaft liegen und erkläre dem
Rest der Welt, dass er ein Problem mit der Perspektive hat.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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