Kulturminister Ostermayer: Aus der Geschichte für die Zukunft lernen

Eröffnung der Ausstellung „Idee Europa – 200 Jahre Wiener Kongress“ im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - "Wir erinnern uns in letzter Zeit sehr oft an historische Ereignisse in Gedenktagen und Ausstellungen, weil wir meinen, dass wir aus der Geschichte für die Zukunft lernen können", sagte Kulturminister Josef Ostermayer heute, Dienstag, bei der Eröffnung der Ausstellung "Idee Europa - 200 Jahre Wiener Kongress" im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes. Vor genau 200 Jahren wurde hier die Schlussakte - heute Weltkulturerbe - unterzeichnet. "Der Wiener Kongress war ein bedeutsames Ereignis, der nicht nur restaurativ die alte Ordnung wiederhergestellt hat, sondern auch gezeigt hat, dass durch ernsthafte Verhandlungen für längere Zeiträume Frieden geschaffen werden kann. Der Kongress konnte allerdings nicht die dunkelsten Kapitel des 20.Jahrhunderts, die beiden schrecklichen Weltkriege, verhindern. Ich hoffe, die Europäische Union wird bei der Friedensicherung erfolgreicher sein."

Ausstellungsinitiator Manfred Matzka, Präsidialchef des Bundeskanzleramtes, erläuterte die Beweggründe für die Ausstellung:
"Wir nehmen das Jubiläum eines der bedeutsamsten Ereignisse der europäischen Geschichte zum Anlass, die zentrale Rolle Wiens und dieses Hauses in Europa zu unterstreichen. Zur Ausstellung werden sich auch Buchpräsentationen, wissenschaftliche Symposien, Konzerte und ein internationaler Kongress im Oktober gesellen."

Die wissenschaftliche Leitung der Ausstellung übernahm der Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs Wolfgang Maderthaner, für die künstlerische Gestaltung und Inszenierung zeichnet Architekt und Bühnenbildner Hans Hoffer verantwortlich. Maderthaner strich die völlig neue Form der bilateralen und transnationalen Beziehungen, die während des Wiener Kongresses geknüpft wurden, hervor. Hoffer dankte der Regierung für die Offenheit und die Bereitschaft, Amtsräume für eine Publikumsausstellung zur Verfügung zu stellen. "Auch wenn Kompromisse geschlossen werden mussten, entstand hier ein anschauliches Museum auf Zeit im Herzen der Macht."

Die Ausstellung wird rund um den Ballhausplatz in vier Stationen gezeigt. Zentrale Ausstellungsobjekte sind in erster Linie die historischen Schauplätze, allen voran der Kongresssaal und die historischen Räume des heutigen Bundeskanzleramtes. Im Amalientrakt der Hofburg werden Vorgeschichte und Auswirkungen des Wiener Kongresses dargestellt, im Durchgang zum Inneren Burghof wird in der "Passage nach Europa" der Weg vom Wiener Kongress zur Europäischen Union verdeutlicht. Im Kinoraum im ehemaligen Reichskanzleitrakt wird der Film "Der Kongress tanzt" in drei Sprachen gezeigt. Im der Hofmusikkapelle erklingt Beethovens Fidelio, es wird dort aber auch regelmäßig musikalische Veranstaltungen geben.

Die Ausstellung wird bis 31. Oktober von Montag bis Samstag, jeweils 9 bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Zutritt zum Bundeskanzleramt ist nur im Rahmen von Führungen möglich, die im Stundentakt erfolgen werden. Der Eintritt ist frei. Führungen für Gruppen und Schulklassen können unter der E-Mail-Adresse Kongress2015@bka.gv.at angefragt werden.

Fotos von der Ausstellungseröffnung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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Mag. Kerstin Hosa, MAS
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