• 09.06.2015, 19:02:50
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Kulturminister Ostermayer: Aus der Geschichte für die Zukunft lernen

Eröffnung der Ausstellung „Idee Europa – 200 Jahre Wiener Kongress“ im Bundeskanzleramt

Utl.: Eröffnung der Ausstellung „Idee Europa – 200 Jahre Wiener
Kongress“ im Bundeskanzleramt =

Wien (OTS) - "Wir erinnern uns in letzter Zeit sehr oft an
historische Ereignisse in Gedenktagen und Ausstellungen, weil wir
meinen, dass wir aus der Geschichte für die Zukunft lernen können",
sagte Kulturminister Josef Ostermayer heute, Dienstag, bei der
Eröffnung der Ausstellung "Idee Europa - 200 Jahre Wiener Kongress"
im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes. Vor genau 200 Jahren wurde
hier die Schlussakte - heute Weltkulturerbe - unterzeichnet. "Der
Wiener Kongress war ein bedeutsames Ereignis, der nicht nur
restaurativ die alte Ordnung wiederhergestellt hat, sondern auch
gezeigt hat, dass durch ernsthafte Verhandlungen für längere
Zeiträume Frieden geschaffen werden kann. Der Kongress konnte
allerdings nicht die dunkelsten Kapitel des 20.Jahrhunderts, die
beiden schrecklichen Weltkriege, verhindern. Ich hoffe, die
Europäische Union wird bei der Friedensicherung erfolgreicher sein."

Ausstellungsinitiator Manfred Matzka, Präsidialchef des
Bundeskanzleramtes, erläuterte die Beweggründe für die Ausstellung:
"Wir nehmen das Jubiläum eines der bedeutsamsten Ereignisse der
europäischen Geschichte zum Anlass, die zentrale Rolle Wiens und
dieses Hauses in Europa zu unterstreichen. Zur Ausstellung werden
sich auch Buchpräsentationen, wissenschaftliche Symposien, Konzerte
und ein internationaler Kongress im Oktober gesellen."

Die wissenschaftliche Leitung der Ausstellung übernahm der
Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs Wolfgang
Maderthaner, für die künstlerische Gestaltung und Inszenierung
zeichnet Architekt und Bühnenbildner Hans Hoffer verantwortlich.
Maderthaner strich die völlig neue Form der bilateralen und
transnationalen Beziehungen, die während des Wiener Kongresses
geknüpft wurden, hervor. Hoffer dankte der Regierung für die
Offenheit und die Bereitschaft, Amtsräume für eine
Publikumsausstellung zur Verfügung zu stellen. "Auch wenn Kompromisse
geschlossen werden mussten, entstand hier ein anschauliches Museum
auf Zeit im Herzen der Macht."

Die Ausstellung wird rund um den Ballhausplatz in vier Stationen
gezeigt. Zentrale Ausstellungsobjekte sind in erster Linie die
historischen Schauplätze, allen voran der Kongresssaal und die
historischen Räume des heutigen Bundeskanzleramtes. Im Amalientrakt
der Hofburg werden Vorgeschichte und Auswirkungen des Wiener
Kongresses dargestellt, im Durchgang zum Inneren Burghof wird in der
"Passage nach Europa" der Weg vom Wiener Kongress zur Europäischen
Union verdeutlicht. Im Kinoraum im ehemaligen Reichskanzleitrakt wird
der Film "Der Kongress tanzt" in drei Sprachen gezeigt. Im der
Hofmusikkapelle erklingt Beethovens Fidelio, es wird dort aber auch
regelmäßig musikalische Veranstaltungen geben.

Die Ausstellung wird bis 31. Oktober von Montag bis Samstag, jeweils
9 bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Zutritt zum Bundeskanzleramt ist nur
im Rahmen von Führungen möglich, die im Stundentakt erfolgen werden.
Der Eintritt ist frei. Führungen für Gruppen und Schulklassen können
unter der E-Mail-Adresse [email protected] angefragt werden.

Fotos von der Ausstellungseröffnung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

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