• 09.06.2015, 12:29:05
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Kleinwasserkraft zu G7 Gipfel: Klimaschutz durch CO2-freien Strom

Europa braucht höhere CO2-Preise um 2°C zu erreichen

Utl.: Europa braucht höhere CO2-Preise um 2°C zu erreichen =

Wien (OTS) - Elmau/Wien - Kleinwasserkraft Österreich begrüßt die
Wiederholung des 2GradC - Zieles im Abschlussdokument des G7 Gipfels
in Elmau, Deutschland. Dieses Ziel wurde bereits 2009 in Kopenhagen
nicht nur von 7 Industrienationen sondern von über 200 Staaten bei
einer UN-Klimaschutzkonferenz vereinbart. "Jetzt ist es an der Zeit,
dass Europa und als UN-Mitglied auch Österreich beim Klimaschutz
Nägel mit Köpfen machen und die Subventionen für Atom und Kohle
beenden", fordert Kleinwasserkraft-Präsident Christoph Wagner.

Die internationale Energieagentur IEA hat in ihrem letzten Energy
Outlook 2014 für das von den G7 jetzt wiederholte 2GradC Szenario
einen notwendigen CO2-Preis von 100 US-$/t CO2 bis 2030 errechnet.
"Das wäre exakt der einzuschlagende Weg, um die von den G7
angestrebte Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und Minus 70% CO2 bis
2050 zu erreichen" betont Erwin Mayer, stv. Geschäftsführer von
Kleinwasserkraft Österreich. Nur so könne auch die Abschaffung
ineffizienter Subventionen für fossile Brennstoffe, wie auch im
Abschlusspapier zum Gipfel festgehalten, konsequent durchgeführt
werden. Denn laut IMF, Internationalen Währungsfonds, ist die
Nichtbezahlung von externen Kosten der Kohle-, Öl,- und Erdgas
Wirtschaft die größte Subvention und Marktverzerrung am Energiemarkt.

"Bei solchen für den Klimaschutz absolut notwendigen CO2-Preisen
bräuchten wir fast keine Unterstützung mehr für Ökostrom", hält
Wagner fest. Diese CO2-Preise würden mittelfristig zu Strompreisen am
EEX-Markt von 6-8 Cent/kWh führen. "Damit könnte die Kleinwasserkraft
gut leben" fährt Wagner fort. Die Dekarboniserung der Wirtschaft
würde im Strombereich als Erstes stattfinden, weil hier die
CO2-Preise bisher mit rund 5-7 Euro/t CO2 vernachlässigbar gering
sind.

Kleinwasserkraft Österreich vertritt über 1000
Kleinwasserkraftwerksbetreiber. Alle Kleinwasserkraftwerke
produzieren in Österreich rund 6 TWh oder 6 Mrd kWh CO2-freien
Ökostrom mit einer CO2-Ersparnis von 363,28 g/kWh (Entso-E-Mix 2013).
Das reduziert Österreichs CO2-Emissionen aus dem Strombereich um rund
2 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Diese Einsparung ist durch massive
Subventionen für fossile Kraftwerke und AKW gefährdet. Ein stark
verzerrter "Markt"preis von rund 3 Cent/kWh gefährdet den Betrieb
dieser kleinen, regionalen Klimaschutzprojekte.

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