- 05.06.2015, 11:27:52
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Umweltdachverband, Naturfreunde & Alpenverein fordern: Nationalpark Warscheneck statt 100 Millionen-Tunnel!
- Stopp dem Tunnelprojekt – JA zum Naturjuwel! Intakte Naturräume dürfen nicht für unsinnige Erweiterungsprojekte geopfert werden

Utl.: - Stopp dem Tunnelprojekt – JA zum Naturjuwel! Intakte
Naturräume dürfen nicht für unsinnige Erweiterungsprojekte
geopfert werden =
Wien (OTS) - Das Warscheneck muss in den Nationalpark Kalkalpen
einbezogen werden
- JA zur Rettung der Wurzeralm
Die geplante Skiverbindung Höss - Wurzeralm treibt Natur- und
UmweltschützerInnen auf die Barrikaden: Obwohl nicht nur die
Schönheit eines Natur- und Bergparadieses, sondern auch Gesetze,
Klimaprognosen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und demographische
Entwicklung dagegen sprechen, arbeitet die Seilbahnlobby weiter an
der geplanten unterirdischen Stollenbahn zwischen Schafferteich und
Frauenkar, um die Skigebiete Hinterstoder-Höss und Wurzeralm zu
verbinden. Zusätzlich sollen sechs Seilbahnen zur Steyrsbergreith und
zur Schmidleitenreith sowie Parkplätze, Speicherteiche, Straßen u. v.
m. gebaut werden - und das in einem der hochwertigsten und schönsten
Naturgebiete Österreichs!
Bergparadies und Hotspot der Arten- und Lebensraumvielfalt
muss erhalten bleiben
"Das Warscheneck gehört zu den landschaftlich schönsten Bereichen der
oberösterreichischen Kalkalpen und ist eine der bedeutendsten
Karstlandschaften Europas. Es beherbergt den größten geschlossenen
Lärchen-Zirbenwald der Alpen und ist mit seinem Endemiten-Reichtum,
naturnahen Bergwäldern, alpinen Rasen und Karsthochflächen ein
Hotspot der Arten- und Lebensraumvielfalt. Zudem ist der unter
strengem Naturschutz stehende Kalkstock Planungs- bzw.
Erweiterungsgebiet des Nationalparks Kalkalpen", erklärt Franz Maier,
ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.
Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen um das Warscheneck -
wann, wenn nicht jetzt?!
Vollkommen zu Recht sieht das oberösterreichische Nationalparkgesetz
eine Einbeziehung des Warschenecks in den Nationalpark Kalkalpen vor.
"Wir fordern von den politisch Verantwortlichen im Bundesland
Oberösterreich daher die Umsetzung des Nationalpark OÖ
Kalkalpen-Gesetzes und die Erweiterung des Nationalparks um das
Warscheneck statt der Zerstörung dieses Naturparadieses durch ein
riskantes und extrem teures Stollenprojekt. Wann, wenn nicht
jetzt?!", postulieren Umweltdachverband, Naturfreunde und Alpenverein
unisono.
Tunnelprojekt ist aus ökologischen und ökonomischen Gründen
abzulehnen
"Mit dem Pauschalargument, man müsse doch in die Zukunft der Region
investieren, sollen unsere Schutzgebiete Schritt für Schritt
ausgehöhlt werden - im Fall des Warschenecks im wahrsten Sinne des
Wortes. Die Tunnelverbindung und die damit einhergehenden Eingriffe
sind keine zukunftsträchtige Investition, im Gegenteil: Sie schädigen
ein bewusst unter Schutz gestelltes Naturjuwel dauerhaft", sagt
Robert Renzler, Generalsekretär des Österreichischen Alpenvereins.
Der geplante Zusammenschluss ist aus ökologischen und ökonomischen
Gründen abzulehnen. "Das Tunnelprojekt entspringt einem
rückwärtsgewandten Machbarkeitswahn, der glaubt, sein Heil im
Wettrüsten mit westösterreichischen Skigebieten zu finden. Und
gleichzeitig verkennt, welche unwiederbringlichen Werte dadurch
zerstört werden", ergänzt Maier.
Rasche Modernisierung der Wurzeralm - innovative Ideen &
sanfter Tourismus gefragt
Die Naturfreunde Österreich sprechen sich klar für den Erhalt und den
Ausbau des Skigebietes Wurzeralm aus. Wenn die in die Jahre gekommene
Infrastruktur modernisiert wird, kann die Wurzeralm, die von enormer
wirtschaftlicher Bedeutung für die Region ist, zu einem attraktiven
Familien- und Kinderskigebiet ausgebaut werden. Mit innovativen Ideen
und einer Entwicklung in Richtung Ganzjahrestourismus - unter
Berücksichtigung der alpinen Freizeit- und Sportaktivitäten - kann
das Gebiet speziell für Familien in Richtung sanfter Tourismus zu
einem gesamtheitlichen Natur- und Bergerlebnis weiterentwickelt
werden. Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich,
fordert daher eine "rasche Modernisierung der Wurzeralm bevor intakte
Naturräume für unsinnige und völlig den Klimawandel ignorierende
Projekte geopfert werden". Die Vorsitzende der Naturfreunde
Oberösterreich, Gerda Weichsler-Hauer, verlangt zudem den Ausbau der
Wurzeralm in Richtung eines Skitourenkompetenzzentrums, denn damit
würde diesem extrem boomenden Segment des Wintersportes die
notwendige Aufmerksamkeit erteilt werden.
Appell an Politik: Klare Absage an das Tunnelprojekt noch vor
der OÖ Landtagswahl
Umweltdachverband, Naturfreunde und Alpenverein fordern einen
sofortigen Planungstopp und von der Politik noch vor der OÖ
Landtagswahl eine klare und unmissverständliche Absage des
Stollenprojekts. "Es dürfen keine weiteren öffentlichen Mittel in
sinnlose naturzerstörerische "Machbarkeitsstudien" und fehlgeleitete
Planungen gesteckt werden. Für das Warscheneck muss es heißen - Nein
zu naturzerstörerischen neuen Projekten und JA zur gesetzlich
geforderten Nationalpark-Erweiterung!", so UWD, Naturfreunde und
Alpenverein abschließend.
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