• 02.06.2015, 11:19:43
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Bund sichert mit Umweltförderungen jährlich 22.000 Green Jobs

Bericht über Investitionen für Umwelt und Wirtschaft 2014

Utl.: Bericht über Investitionen für Umwelt und Wirtschaft 2014 =

Wien (PK) - Die Umweltwirtschaft lässt in Österreich nicht nur Bäume
in den Himmel wachsen, sondern wirkt auch als Wirtschafts-,
Innovations- und Jobmotor. Zahlen und Fakten dazu liefert
Umweltminister Andrä Rupprechter in seinem aktuellen Bericht über
"Umweltinvestitionen des Bundes 2014" (III-180 d.B., bislang
"Umweltförderungsbericht"). Seit Inkrafttreten des
Umweltförderungsgesetzes im Jahr 1993 wurden bis Ende 2014 163.632
Umweltschutzprojekte mit 7,439 Mrd. € genehmigt und damit
umweltrelevante Investitionen von 28,717 Mrd. € bewirkt. Im Jahr 2014
genehmigte der Bund 23.000 Umweltprojekte und löste Investitionen von
1,8 Mrd. € aus, allein an Förderungen nach dem Umweltförderungsgesetz
wurden 2014 545,4 Mio. € ausbezahlt. Damit sicherte der Bund, wie
eine aktuelle Studie ergab, 22.000 Green Jobs, insgesamt 20.000
Vollzeitarbeitsplätze.

Megatrend Energiesparen, mehr Siedlungswasser-Projekte

Mehr als 60% der 2.105 geförderten Umweltprojekte gingen 2014 in
Richtung Energiesparen durch mehr Energieeffizienz. 16.800 private
und betriebliche Projekte wurden allein im Rahmen der
Sanierungsoffensive 2014 gefördert. Beim Einsatz erneuerbarer
Energieträger fördert der Umweltschutz innovative Technologien und
Prozesse und damit die Wertschöpfung im Land. Für die Wasserver- und
Abwasserentsorgung wurden 2.000 Projekte gefördert und Investitionen
von 440 Mio. € ausgelöst. Erstmals informiert der Bericht auch über
den Schutz der Menschen vor Naturgefahren, insbesondere vor
Hochwasser.

2014 genehmigte Umweltminister Andrä Rupprechter die Förderung von
22.956 Umweltprojekten und damit um 25% weniger als 2013 (30.161).
Der Ressortchef erklärt dies mit den außerordentlich vielen
Genehmigungen der Sanierungsoffensive 2013. Eine leichte Zunahme war
2014 bei Projekten der Siedlungswasserwirtschaft zu verzeichnen. Dort
wurden 2014 2.220 Projekte mit 132,2 Mio. € und einem
umweltrelevanten Investitionsvolumen von 559,5 Mio. € vom Bund
genehmigt und der rückläufige Trend der letzten Jahre umgekehrt. In
der kommunalen Siedlungswasserwirtschaft nahm die Zahl der
genehmigten Anträge mit 1.985 gegenüber 2013 um mehr als 10% zu.
Betrieben wurden 2014 sieben Abwasserprojekte mit einem
Förderungsbarwert von 1,5 Mio. € zugesichert.

Fortschritte in der Gewässerökologie

In der Gewässerökologie konnte die Anzahl der Genehmigungen erneut
gesteigert werden. Nach einer Verdopplung 2013 stieg die Zahl der
geförderten Projekte im Vorjahr noch einmal um 60% auf 223 Projekte,
wobei das umweltrelevante Investitionsvolumen (121,1 Mio. €)
verdoppelt wurde; der Förderungswert nahm nur leicht auf 41,4 Mio. €
zu.

Im Rahmen der Umweltförderung im Inland wurden 2014 3.948 Projekte
und Investitionen von 581,8 Mio. € mit 77,3 Mio. € gefördert, wobei
inhaltlich der Trend zum Energiesparen dominierte und die
Genehmigungsrate bei den Anträgen seit 2013 von 50% auf 60 % im Jahr
2014 zunahm. Die bis Ende 2014 begrenzte Förderungsaktion
"Energieeffizienz" bei öffentlichen Gemeindegebäuden wurde wegen
Ausschöpfung der jährlich dafür vorgesehenen Mittel von 3 Mio. €
bereits im September 2014 vorzeitig beendet. Genehmigt wurden 330
Gemeindeprojekte, 143 davon allein im Jahr 2014.

Nach einer Potenzialerhebung im Jahr 2012 wurde 2013 das
Förderungsangebot der Umweltförderung im Inland auf die "Erschließung
industrieller Abwärme" erweitert. Dazu fand im April 2014 ein
Workshop zum Thema "Abwärmenutzung" für Unternehmen statt.

Die Offensive zur thermischen Gebäudesanierung wurde und wird nach
dem Erfolg des Jahres 2009 in den Jahren 2011 bis 2016 fortgesetzt.
Die Aktion wurde auch 2014 stark nachgefragt und die bereitgestellten
Mittel waren nach Genehmigung von 16.800 Projekten bereits im August
2014 ausgeschöpft. Eine Neuerung stellte der Bonus für
Wohnbausanierungen auf klimaaktiv-Standard dar.

In der seit 25 Jahren bestehenden Altlastensanierung wurden 2014 14
Sanierungs- und Sicherungsprojekte sowie zwei Forschungsprojekte
genehmigt.

Ökologische Leistungen der Umweltförderungen 2014

Zu den Ergebnissen der Sanierungsoffensive und der Förderung von
Umweltprojekten im Inland zählen 2014 die Reduktion von 372.500 t
CO2-Emissionen jährlich. Bezogen auf die Nutzungsdauer der
Investitionen macht die CO2-Einsparung 7,9 Mio. t aus. An Energie
werden 517.000 MWh pro Jahr gespart.

2014 wurden die Abwasserreinigungskapazitäten für 46.700 Einwohner
erweitert und der Sauerstoffbedarf der jeweiligen Gewässer um rund 10
t pro Tag gesenkt sowie 12 t Stickstoff nitrifiziert. Die Ökologie
von Gewässern wurde 2014 an 275 Querbauwerken mit einer Gesamthöhe
von 1.200 m verbessert - in 123 Fällen durch Fischwanderhilfen und in
61 Fällen durch naturnahe Beckenpässe.

Bei den Altlastensicherungen und -sanierungen wurden 11,5 Mio. m3
kontaminiertes Material erfasst und mehr als 2,5 Mio. m3
verschmutztes Grundwasser sowie kontaminierte Bodenluft von 9,5 Mio.
m3 gereinigt.

Rupprechter: Keine Alternative zum Kampf gegen den Klimawandel

"Wir müssen alle an einem Strang ziehen und die Erderwärmung auf
maximal 2 Grad Celsius begrenzen. Diese Aufgabe bedarf
internationaler und nationaler Anstrengung", schreibt der
Umweltminister im Vorwort zum Bericht über das internationale
Klimaschutzprogramm Österreichs 2014 (JI/CDM-Programm), der dem
Umweltinvestitionsbericht 2014 beiliegt.

Notwendige Antworten beim Thema globaler Klimaschutz erwartet der
Umweltminister vom neuen Weltklimavertrag, der Ende 2015 in Paris
beschlossen werden soll. Als Vorreiter müsse die EU alles daran
setzen, die USA und China mit ins Boot zu holen. Österreich verfolge
beim Klimaschutz eine doppelte Strategie, erklärt Rupprechter: Durch
Verringerung der Treibhausgas-Emissionen, mehr Energieeffizienz,
erneuerbare Energieträger und mit Energiesparen werden die Ursachen
des Klimawandels bekämpft sowie gleichzeitig die Auswirkungen des
Klimawandels durch Anpassungen gelindert.

Im Rahmen des "Green Climate Fund" nimmt Österreich seine globale
Verantwortung bei der Finanzierung des internationalen Klimaschutzes
wahr, bekräftigt Rupprechter. Mit Beteiligung von Bundesländern und
Wirtschaft kann Österreichs seinen Fondsbeitrag von 25 Mio. Dollar
auf insgesamt 50 Mio. Dollar erhöhen, berichtet der Minister.

Fossile Energie und Atomkraft gehören für Rupprechter der
Vergangenheit an. Der Umweltminister setzt auf erneuerbare Energie,
auf Energieeffizienz, auf innovative Umwelttechnik und auf eine
sichere und saubere Energiezukunft im Interesse nachfolgender
Generationen.

In der ersten Periode des Kyoto-Protokolls, das Ende 2012 ausgelaufen
ist, hat Österreich seine Klimaziele durch heimische Maßnahmen zur
Reduktion von Treibhausgas-Emissionen und durch Ankäufe von
Emissionszertifikaten erreicht. Das Portfolio des JI/CDM-Programms
enthält Projekte hoher Qualität, liest man im Bericht des Ressorts.
2014 lag der Fokus auf aktivem Portfoliomanagement, das es erlaubte,
den durchschnittlichen Preis von über neun Euro pro
Emissionsreduktionseinheit seit 2008 auf knapp über sechs Euro zu
senken. Das Österreichische JI/CDM-Programm ermöglichte günstige
Emissionszertifikate und zugleich eine hohe Beteiligung
österreichischer Unternehmen bei internationalen Umweltschutz-
Investitionen. Heimische Unternehmen profitierten von den
Investitionen des JI/CDM-Programms, vor allem von Ankäufen unter dem
Titel "Green Investment Schemes"(GIS), wo mehr als ein Drittel der
aufgewendeten Mittel an österreichische Umwelttechnikfirmen floss,
liest man im Bericht des Umweltressorts. (Schluss) fru

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