- 02.06.2015, 10:30:16
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Reden Sie mit - Teilnahmefrist aufgrund großer Resonanz verlängert
Wien (OTS) - Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft lädt Bürgerinnen und
Bürger ein noch vier Wochen bei der Erforschung psychischer
Krankheiten unter www.redensiemit.org mitzureden. Zwischenbilanz der
europaweit einzigartigen Initiative zeigt: Großes Interesse und rege
Teilnahme vor allem aus Österreich, Deutschland, den USA und
Russland. Teilnahmefrist aufgrund großer Resonanz bis 6. Juli
verlängert
Von Betroffenen zu Beteiligten werden: Die große Resonanz der
Initiative "Reden Sie mit!" unterstreicht, dass viele Patienten und
Angehörige ihre Erfahrungen und Fragen hinsichtlich der Erforschung
psychischer Erkrankungen einbringen wollen. Über die Plattform
www.redensiemit.org haben sie die Möglichkeit, Vorschläge
einzureichen, welche Probleme und ungelösten Fragen zur Vorbeugung,
Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen von der Forschung
aufgegriffen werden sollen. Damit können Bürgerinnen und Bürger -
erstmalig in dieser Form - aktiv an der Gestaltung der Wissenschaft
mitwirken. Die Teilnahmefrist der europaweit einzigartigen Initiative
wird bis zum 6. Juli verlängert.
"In den ersten sechs Wochen hat uns eine dreistellige Anzahl von
qualitativ äußerst hochwertigen Beiträgen zur künftigen Erforschung
psychischer Erkrankungen erreicht. Aufgrund der Vielzahl an Anfragen
von Interessenten, die sich mehr Zeit für die Ausarbeitung ihrer
Vorschläge wünschen, werden wir die Open-Innovation-Plattform zwei
zusätzliche Wochen offen lassen", so Mag. Claudia Lingner,
Geschäftsführerin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. "Die bisherige
Resonanz auf die Initiative bestätigt, dass ein hoher Bedarf bei
Betroffenen, ihren Verwandten und Freunden, sowie bei Experten wie
beispielsweise Therapeuten besteht, sich mit persönlichen Erfahrungen
und Fragen an der Erforschung psychischer Erkrankungen zu beteiligen.
Von den Erkenntnissen aus diesem offenen Innovationsprozess in der
Gesundheitsforschung können auch andere Forschungsvorhaben
profitieren, sodass wir wertvollen Input für die gesamte
Wissenschafts-Community leisten."
Internationales Interesse von Betroffenen und Angehörigen
Unter den fast 7.000 Besuchern der Website, auf der die Teilnehmer
ihre Beiträge einreichen können, sind Erkrankte, Angehörige und
Experten aus 63 Ländern - darunter überdurchschnittlich viele aus
Österreich, Deutschland, den USA und Russland. Jeder achte
eingereichte Beitrag stammt von einem Patienten und jeder vierte von
Angehörigen. Jeder fünfte Beitrag wurde von Psychologen oder
Psychotherapeuten eingereicht und immerhin jeder zwanzigste von einem
Mediziner. Dabei sind alle Altersklassen von 20 bis 75 Jahren
gleichermaßen vertreten, wobei die Einreichungen durch weibliche
Teilnehmer mit 60 Prozent gegenüber den männlichen leicht überwiegen
- so der aktuelle Stand.
"Wir hoffen in den verbleibenden vier Wochen auf ein weiterhin so
reges Interesse an diesem neuartigen Wissenschaftsprozess", so
Claudia Lingner. Eine internationale Fachjury analysiert im Anschluss
die Beiträge und gibt die Ergebnisse im Herbst zur Abstimmung an die
Community zurück. Im Anschluss werden die identifizierten
Forschungsthemen sowie die Erfahrungen aus diesem Innovationsprozess
veröffentlicht.
Über Open Innovation in Science
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft startete im Frühjahr 2015 die
Initiative ‚Reden Sie mit!‘, die es Interessierten und Betroffenen
ermöglicht, am Forschungsprozess und vor allem an der Generierung von
Forschungsfragen teilzunehmen. Der Fokus der Initiative liegt auf dem
Bereich psychische Erkrankungen und ist Teil des Gesamtprojekts ´Open
Innovation in Science‘. Durch die gezielte Öffnung des
Innovationsprozesses soll neues Wissen von außen in die Forschung
gebracht werden. Weitere Informationen unter
www.openinnovationinscience.at.
Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist der Forschungsinkubator
im Bereich Health Sciences in Österreich und betreibt 18
Forschungsinstitute und -cluster mit rund 600 Mitarbeiter/innen. Die
LBG steht mit ihrem Motto "Forschung für Menschen" für die Behandlung
gesellschaftsrelevanter Forschungsfragen.
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