• 29.05.2015, 14:37:26
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GBV-Verbandstag: Investitionsoffensive für mehr Wohnungen und Wachstum

Wohnbauinitiative braucht auch Grundstücke und kostenschlankes Regelwerk

Utl.: Wohnbauinitiative braucht auch Grundstücke und kostenschlankes
Regelwerk =

Wien (OTS) - Der Wirtschaftsmotor lahmt, die Arbeitslosigkeit steigt,
gleichzeitig fehlt es in den Städten an günstigen Wohnungen. Der
geförderte Wohnbau kann die erhöhte Wohnungsnachfrage nicht decken.
In dieser Situation spricht alles für konjunkturankurbelnde
Investitionen in den Wohnbau. Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft
begrüßte daher bei ihrer Jahrestagung in Klagenfurt die angekündigte
Wohnbauoffensive der Bundesregierungen. "Jetzt wird es darauf
ankommen", betonte GBV-Obmann Karl Wurm, "die Rahmenbedingungen für
das Wohnbaupaket so praxisnahe wie möglich zu gestalten, damit eine
möglichst rasche Umsetzung mit den Ländern gelingt." Der Erfolg der
Initiative, für die auch günstige Finanzierungsmittel der
Europäischen Investitionsbank in Anspruch genommen werden sollen,
wird wesentlich davon abhängen, dass hier Projekte zur Realisierung
gelangen, die nicht mit überbordenden bautechnischen Auflagen und
zeitintensiven bürokratischen Verfahren überfrachtet werden.
Knackpunkt wird auch sein, so Wurm, Grundstücke zu angemessenen
Konditionen für die ins Auge gefassten zusätzlichen 30.000 Wohnungen
aufzubringen.

Um die "Doppeldividende" der Wohnbauinitiative - Anhebung der
Wohnbauleistung und Steigerung der Beschäftigung - zu realisieren,
sollte die ursprüngliche Intention der Offensive in Erinnerung
gerufen werden, appellierte der GBV-Obmann. Soll doch das
Wohnbaupaket als Programm zwischen geförderten und freifinanzierten
Wohnbau platziert und dazu das historisch niedrige Zinsniveau genutzt
werden. Durch eine effiziente Abwicklung der Wohnbauprojekte ohne
kostenintensives Anforderungsprofil sollen die künftigen Mieter von
den Vorteilen der Initiative profitieren.

"Ohne kostengünstige Grundstücke bleibt das Wohnbauprogramm aber auf
der Strecke", verwies Wurm auf die mangelnden baulandmobilisierenden
Aktivitäten und Instrumente in Bund und Land. Gerade hier sind die
Hausaufgaben noch zu machen. Politische Bekenntnisse zur
Grundstücksbeschaffung sind zwar erfreulich, reichen aber nicht. "Dem
müssen auch Taten folgen", erklärte der GBV-Obmann, "damit es nicht
wieder so abläuft, wie zuletzt bei einem Kasernen-Areal in Wien, das
zwar für den geförderten Wohnbau bestens geeignet gewesen wäre, aber
zum Höchstpreis verkauft wurde".

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