• 28.05.2015, 13:48:37
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ÖH zu Zugangsbeschränkungen StEOP, 14h und 124b

Stellenweise historischer Tiefpunkt sozialer Durchmischung erreicht

Utl.: Stellenweise historischer Tiefpunkt sozialer Durchmischung
erreicht =

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zeigt
sich empört über die von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner
angekündigte Ausweitung und Verlängerung von Zugangsbeschränkungen.
"Bei den nach §14h zugangsbeschränkten Fächern zeichnet sich bisher
keine soziale Selektion ab. Allerdings fand auch noch keine einzige
Prüfung statt, da die Anzahl der Studieninteressierten bisher immer
unter den vorgegebenen Plätzen gelegen hat. Bei den bereits
zugangsbeschränkten Fächern wie etwas Medizin, Psychologie und
Veterinärmedizin, in denen auch Tests stattfinden, zeichnet sich
hingegen ein historischer Tiefpunkt bei der sozialen Durchmischung
ab. Ein klares Beispiel liefern da die Med-Unis: der Anteil der
Studierenden mit Eltern mit akademischen Hintergrund beläuft sich
hier auf 55 Prozent. Die Zahl von Studierenden mit Eltern mit
Pflichtschulabschluss oder mittlerer Ausbildung beträgt hingegen nur
26 Prozent. Es ist zu erwarten, dass dies auch bei den neu
zugangsbeschränkten Fächern eintreten wird, sobald tatsächlich Tests
stattfinden. Eine Verlängerung oder sogar eine Ausweitung auf die
Studienfächer Chemie und Rechtswissenschaften lehnen wir daher
vehement ab. Auch die betroffenen Dekane bei den Rechtswissenschaften
haben sich in der Vergangenheit bereits mehrmals dagegen
ausgesprochen, weshalb Mitterlehners Pläne umso unverständlicher für
uns sind", so Bernhard Lahner vom Vorsitzteam der ÖH.

Auch die positive Reaktion auf die Evaluierung der StEOP ist
verwunderlich, zeichnen sich doch bisher die erhofften positiven
Effekte nicht ab. "Wie die Evaluierung zeigt, sind die erwarteten
Vorteile der StEOP nicht eingetreten. Gleichzeitig werden auf diesem
Weg an vielen Universitäten Studierende völlig sinnlos am
Weiterstudieren gehindert. Es wird daher Zeit, diese unnötige Hürde
endlich abzuschaffen und stattdessen echte Orientierung zu
Studienbeginn zu schaffen", so Lahner.

"Wenn auf Basis dieser Daten Zugangsbeschränkungen aufrecht bleiben
oder sogar folgen, heißt es für uns ganz klar, dass es hier nicht um
die Studierenden, sondern nur um fehlendes Geld geht. Um Studierende
zu unterstützen müssen Schnittstellen zwischen Schulen und
Hochschulen ausgebaut werden und Studieninteressierten die
Möglichkeit einer echten Orientierung gegeben werden, noch bevor sie
dem Druck des Studienalltags ausgesetzt sind. Ebenso ist es
angesichts dieses Tiefpunktes unverzichtbar die Studienförderung zu
Gunsten der Studierenden zu reformieren und auszubauen", so Lahner.

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