WKO: Österreich stimmt gegen EU-Pauschalreiserichtlinie

Vizekanzler Mitterlehner findet deutliche Worte im Sinne der heimischen Hotellerie – Vorschlag dennoch mehrheitlich angenommen

Brüssel/Wien (OTS) - Klaus Ennemoser, Bundes-Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), zeigt sich über das Stimmverhalten Österreichs zur EU-Pauschalreiserichtlinie erfreut: "Die Arbeit des Fachverbandes hat sich gelohnt. Vizekanzler und Bundesminister Reinhold Mitterlehner stimmte im heutigen Wettbewerbsfähigkeits-Rat (WBF-Rat) in Brüssel überzeugt gegen den vorliegenden Entwurf der EU-Pauschalreiserichtlinie und fand deutliche Worte im Sinne der heimischen mittelständischen Hotellerie - damit auch für die Beschäftigten dieser Branche."

Während der Fachverband Hotellerie gemeinsam mit der Branchenvertretung HOTREC bei den Trilog-Verhandlungen Anfang Mai zur vorgeschlagenen EU-Pauschalreiserichtlinie Erfolge erzielen konnte, die auf eine etwas praktikablere Umsetzung in der Hotellerie haben hoffen lassen, ist es in den anschließenden Verhandlungen zu einer Aushöhlung dieser Ergebnisse und somit zu einer Schmälerung der Ausnahmen vom Anwendungsbereich der Richtlinie gekommen.

Ennemoser: Werden uns weiter für angemessene Ausnahmen einsetzen

Der Richtlinienvorschlag wurde im heutigen WBF-Rat jedoch leider mehrheitlich von den Mitgliedstaaten angenommen. Ennemoser betont:
"Wir werden uns auch in der anstehenden zweiten Lesung im Europäischen Parlament für angemessene Ausnahmen für die mittelständischen Betriebe einsetzen. Österreich hat erkannt, dass zu viel Bürokratie in die Sackgasse führt und damit auch die hohe Servicequalität der Tourismusdestination Österreich gefährdet."

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 % des BIP. (PWK386/ES)

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Mag. Matthias Koch
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