Greenpeace-Test: Aktuelle Heuproben HCB-frei

Wichtige Voraussetzung für Erholung der Landwirtschaft im Görtschitztal

Wien / Klein St. Paul (OTS) - Ein halbes Jahr nach Bekanntwerden des HCB-Skandals kommen von Greenpeace heute positive Nachrichten für das Görtschitztal: In allen vier, vergangene Woche von der Umweltschutzorganisation gezogenen Heuproben ist kein HCB nachweisbar. "Wir freuen uns, dass nach den Kräutertests nun auch die Heuproben HCB-frei sind. Die Grundvoraussetzung für eine gute Milchproduktion - nämlich saubere Weiden - ist jetzt wieder gegeben", so Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster, mahnt jedoch eindringlich das Deponieproblem nicht zu vernachlässigen.

Insgesamt wurden vier Proben in unterschiedlicher Lage zum Zementwerk gezogen: Zwei davon stammen aus Klein Sankt Paul - von einer Wiese in Tallage neben dem Zementwerk und von einer im Vorjahr besonders betroffenen Hanglage nördlich des Werks. Die beiden anderen Proben stammen aus Hollersberg bei Maria-Hilf und Guttaring. Die Analysen führte das Wiener Labor Biutec durch.

Die aktuellen Heuproben ergänzen die bereits vor einigen Wochen von Greenpeace veröffentlichten Kräuterproben, in denen ebenfalls kein HCB nachweisbar war. Mit den Grasschnittanalysen des Landes Kärnten ergibt sich ein insgesamt eindeutiges Bild der aktuellen HCB-Situation in der Landwirtschaft. "Wir können jedoch nicht abschätzen, wie lange es noch dauert, bis auch in der Milch kein HCB mehr nachweisbar ist, denn das Gift sitzt fest im Fettgewebe der Milchtiere und wird nur relativ langsam wieder abgebaut", erklärt Schuster.

"Die HCB-freien Proben sind eine gute und wichtige Nachricht und Erleichterung, damit löst sich das ursprüngliche Problem jedoch nicht einfach so in Luft auf. Das Problemfeld Deponie muss so schnell wie möglich bearbeitet und beseitigt werden", so Schuster. Denn im Gegensatz zum Gebiet rund um das Zementwerk hat das Land Kärnten in der Nähe der Deponie stark erhöhte HCB-Werte in Fichtennadeln, Grasschnitt und Böden gefunden. Auch Greenpeace hat kürzlich in Deponienähe eine Probe gezogen, das Ergebnis wird demnächst einlangen.

Rückfragen & Kontakt:

Herwig Schuster
Chemiker
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 431 92 14
E-Mail: herwig.schuster@greenpeace.org

Melanie Aldrian
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 26 725
E-Mail: melanie.aldrian@greenpeace.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001