- 27.05.2015, 10:26:13
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Greenpeace-Test: Aktuelle Heuproben HCB-frei
Wichtige Voraussetzung für Erholung der Landwirtschaft im Görtschitztal
Utl.: Wichtige Voraussetzung für Erholung der Landwirtschaft im
Görtschitztal =
Wien / Klein St. Paul (OTS) - Ein halbes Jahr nach Bekanntwerden des
HCB-Skandals kommen von Greenpeace heute positive Nachrichten für das
Görtschitztal: In allen vier, vergangene Woche von der
Umweltschutzorganisation gezogenen Heuproben ist kein HCB
nachweisbar. "Wir freuen uns, dass nach den Kräutertests nun auch die
Heuproben HCB-frei sind. Die Grundvoraussetzung für eine gute
Milchproduktion - nämlich saubere Weiden - ist jetzt wieder gegeben",
so Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster, mahnt jedoch eindringlich das
Deponieproblem nicht zu vernachlässigen.
Insgesamt wurden vier Proben in unterschiedlicher Lage zum Zementwerk
gezogen: Zwei davon stammen aus Klein Sankt Paul - von einer Wiese in
Tallage neben dem Zementwerk und von einer im Vorjahr besonders
betroffenen Hanglage nördlich des Werks. Die beiden anderen Proben
stammen aus Hollersberg bei Maria-Hilf und Guttaring. Die Analysen
führte das Wiener Labor Biutec durch.
Die aktuellen Heuproben ergänzen die bereits vor einigen Wochen von
Greenpeace veröffentlichten Kräuterproben, in denen ebenfalls kein
HCB nachweisbar war. Mit den Grasschnittanalysen des Landes Kärnten
ergibt sich ein insgesamt eindeutiges Bild der aktuellen
HCB-Situation in der Landwirtschaft. "Wir können jedoch nicht
abschätzen, wie lange es noch dauert, bis auch in der Milch kein HCB
mehr nachweisbar ist, denn das Gift sitzt fest im Fettgewebe der
Milchtiere und wird nur relativ langsam wieder abgebaut", erklärt
Schuster.
"Die HCB-freien Proben sind eine gute und wichtige Nachricht und
Erleichterung, damit löst sich das ursprüngliche Problem jedoch nicht
einfach so in Luft auf. Das Problemfeld Deponie muss so schnell wie
möglich bearbeitet und beseitigt werden", so Schuster. Denn im
Gegensatz zum Gebiet rund um das Zementwerk hat das Land Kärnten in
der Nähe der Deponie stark erhöhte HCB-Werte in Fichtennadeln,
Grasschnitt und Böden gefunden. Auch Greenpeace hat kürzlich in
Deponienähe eine Probe gezogen, das Ergebnis wird demnächst
einlangen.
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