• 26.05.2015, 18:54:49
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  • OTS0190 OTW0190

Klare Entscheidung für den Semmering-Basistunnel

* Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für moderne Bahn * Alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau liegen rechtskräftig vor

Utl.: * Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für moderne Bahn
* Alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau liegen
rechtskräftig vor =

Wien/Graz (OTS) - Für den Bau des Semmering-Basistunnels liegen nach
der nun erfolgten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes alle
erforderlichen Genehmigungen vor. Die Bauarbeiten am Tunnel nehmen
nun volle Fahrt auf; der rund 27 km lange Basistunnel ist als
zweiröhriges Tunnelsystem konzipiert. Mit der Inbetriebnahme wird die
Bahn zwischen Donau und Mur in das 21. Jahrhundert transformiert. Die
Baukosten bleiben mit dem nun vorliegenden Erkenntnis stabil und
unverändert bei rund 3,3 Mrd Euro.

In rund zwei Stunden umweltfreundlich und sicher mit der Bahn von der
größten in die zweitgrößte Stadt des Landes und umgekehrt; Güterzüge,
die nicht mehr mühsam über eine 160 Jahre alte Gebirgsbahn aus der
Monarchie den Berg hinaufgezogen und auf der anderen Seite
hinuntergebremst werden müssen: Das alles wird in rund 10 Jahren
(geplante Inbetriebnahme 2026) auf der zweiten großen Bahnstrecke
Österreichs Realität. Was bisher nur auf der Weststrecke mit
attraktiven Fahrzeiten und dichten Zugintervallen erlebbar ist, wird
bald auch auf der Südstrecke umgesetzt. Durch den
Semmering-Basistunnel wird die Bahn nun auch auf der Nord-Süd
Verbindung Österreichs konkurrenzfähig zum Auto und zum Lkw, die dort
schon seit Jahren bequem durch Tunnels fahren können.

Der Semmering-Basistunnel ist eines der meistgeprüften Projekte in
Österreich. Wie schon die anderen Behörden hat auch das
Bundesverwaltungsgericht erneut das öffentliche Interesse und die
Umweltverträglichkeit des Projektes bestätigt.

Nutzen des Projekt Semmering-Basistunnels
Der Semmering-Basistunnel ist auch eines der wichtigsten Projekte der
neuen Südstrecke und erfüllt als Teil des Baltisch-Adriatischen
Korridors von Danzig bis Ravenna eine Schlüsselfunktion im
europäischen Schienennetz.
• Schiene statt Straße: Pro Jahr etwa 175.000 Lkw weniger auf
Österreichs Straßen
• Um 30 Minuten durch den Tunnel schneller am Ziel: Fahrzeit zwischen
Wien und Graz wird um 30 Minuten verkürzt
• Effizienz im Güterverkehr: Energiesparender, ohne Stopp und mit nur
einer Lok durch den Semmering-Basistunnel
• Entlastung der Bergstrecke: Das Weltkulturerbe Semmeringbahn bleibt
erhalten

Baldiger Baustart für den Niederösterreichischen Tunnel-Abschnitt
Nach der Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts werden in Kürze
auch die Arbeiten für das zweite, rund 7 km lange Stück "Tunnel
Gloggnitz" beauftragt. Damit wird schon in der Bauphase ein
volkswirtschaftlicher Impuls gesetzt, für 400 Spezialistinnen und
Spezialisten werden hochwertige Arbeitsplätze für die nächsten rund
10 Jahre geschaffen.

Arbeiten im mittleren, zweiten Abschnitt "Fröschnitzgraben"
In den letzten Monaten wurden am bereits begonnenen mittleren Bereich
"Fröschnitzgraben" die Arbeiten im Rahmen der bestehenden
Genehmigungen weitergeführt. Nun werden zwei 400 Meter tiefe Schächte
gebohrt, von deren Basis aus der Tunnel waagrecht in Richtung Wien
und Graz gegraben wird. Auch in der Deponie Longsgraben können die
Bauarbeiten jetzt wieder aufgenommen werden.

Vorbereitung für drittes Baulos in der Steiermark
Das dritte und letzte Baulos "Tunnel Grautschenhof" soll Anfang 2016
starten. Derzeit läuft gerade die Detailplanung.

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