- 26.05.2015, 14:45:40
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Kärnten-Slowenien: Konstruktive Gespräche und viele Projekte stärken Kooperation
LH Kaiser und Minister Erjavec: Gemeinsames Komitee Slowenien-Kärnten forciert zweite Karawankentunnelröhre - Gastspiel des slowenischen Nationaltheaters in Klagenfurt
Utl.: LH Kaiser und Minister Erjavec: Gemeinsames Komitee
Slowenien-Kärnten forciert zweite Karawankentunnelröhre -
Gastspiel des slowenischen Nationaltheaters in Klagenfurt =
Klagenfurt (OTS) - Vertreter der Republik Slowenien und des
Bundeslandes Kärnten trafen heute, Dienstag, zur zweiten Sitzung des
Gemeinsamen Komitees Slowenien-Kärnten/skupni odbor in Klagenfurt
zusammen. Unter dem Vorsitz von Karl Erjavec, Stv. Ministerpräsident
und Minister für auswärtige Angelegenheiten der Republik Slowenien,
und Landeshauptmann Peter Kaiser wurden Fragen von gemeinsamem
Interesse sowie die effiziente Zusammenarbeit bei Projekten und das
Herbeiführen von Synergien im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten
erörtert. Alle Mitglieder der Kärntner Landesregierung haben
teilgenommen und in Arbeitskreisen mitgearbeitet.
"Es war eine sehr erfolgreiche Arbeit des Gemeinsamen Komitees in
drei Arbeitskreisen mit thematischen Vorgaben", berichtete der
Landeshauptmann. Zusätzlich habe es ein bilaterales Gespräch zwischen
Kaiser und Erjavec gegeben, wo das verlautbarte Gesetzesblatt zur
Glasbena šola präsentiert wurde. "Ab 1. Juli wird die slowenische
Musikschule als 28. in das Kärntner Musikschulwerk eingegliedert."
Außerdem habe man über die positiven Erfahrungen aus dem Dialogforum
berichten können. Besonders hingewiesen hat Kaiser auf 88 Projekte,
die im Rahmen der Alpen-Adria-Allianz gemeinsam realisiert worden
seien. "Nicht große globale Vorhaben, sondern solche auf der Ebene
des täglichen Lebens." Der Landeshauptmann betonte ganz besonders,
dass durch das Erkennen wechselseitig erduldeten Leidens ein
gegenseitiges Verständnis und Näherkommen möglich geworden sei.
"Wir haben heute 31 Projekte angesprochen, einige laufen bereits,
andere sind in Planung", so Kaiser. Als nur einige Highlights
erwähnte der Landeshauptmann den Bau der 2. Röhre des
Karawankentunnels, der verbinden, Arbeit schaffen und die Sicherheit
erhöhen werde. Weiters den Geopark Karawanken, wo interregionale
Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene funktioniere und die Kooperation
im Bereich von Katastrophen. "Wie gut die Exekutivkräfte
grenzüberschreitend arbeiten hat das Katastrophenschutzprojekt GOAL
deutlich gemacht." Im kulturellen Bereich und als Symbol der
Gemeinsamkeit erwähnte der Landeshauptmann das im nächsten Jahr
geplante Gastspiel des slowenischen Nationaltheaters mit dem Stück
"Engel des Vergessens" von Maja Haderlapp. Kaiser erwähnte auch, dass
an der Aufnahme der slowenischen Volksgruppe als Begriff in die neu
geplante Landesverfassung gearbeitet werde. Insgesamt habe sich der
Know-how-Transfer zwischen den beiden Ländern wie ein roter Faden
durch die Gespräche der drei Arbeitskreise gezogen.
"Es war ein wichtiger und sehr positiver Tag für beide auf Basis
freundschaftlicher Beziehungen", betonte der Landeshauptmann und
bedankte sich im Besonderen beim slowenischen Botschafter in
Österreich, Andrej Rahten, beim österreichischen Botschafter in
Slowenien, Clemens Koja, sowie bei der slowenischen Generalkonsulin
Dragica Urtelj und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden
Länder.
Minister Erjavec wies auf die persönliche Freundschaft mit Peter
Kaiser sowie auf die vielen gemeinsamen Projekte hin. Er freue sich
bereits auf die nächste Sitzung des Gemeinsamen Komitees, die 2016 in
Slowenen stattfinden wird. Es habe eine zehnjährige Pause bis zur
ersten Sitzung im Vorjahr in Brda/Slowenien gegeben.
Der Minister dankte für die hervorragenden und freundschaftlichen
Beziehungen. Er sprach den Warenaustausch zwischen Kärnten und
Slowenien an, der 460 Millionen Euro ausmache und weiter vergrößert
werden könne. Von den gemeinsamen Projekten nannte er vor allem den
Umweltschutz und den Bau der zweiten Karawankentunnelröhre. Diese
werde die Menschen besser verbinden und auch die Wirtschaft stärken,
so Erjavec. Die Kooperation im Katastrophenschutz habe schon eine
25-jährige Tradition und in der Planung etwa der Hochwassersicherheit
sollte es weitere Verbesserungen geben. Auch der gemeinsame Schutz
der Alpen sei angesichts des Klimawandels sehr bedeutsam. Die Alpen
seien als Wasserreservoir sowie mit dem Schnee als Grundlage für den
Wintertourismus unabdingbar. Als weiteren Arbeitsbereich, in dem man
gemeinsam viel leisten könne, sei die Präventionsarbeit bezüglich
Alkohol und Drogen.
Ein Herzensanliegen für ihn sei auch die Chance, den sozial
schwächeren einen Urlaub zu ermöglichen. So sollte es zwischen
Kärnten und Slowenien Ferienaktionen, abwechselnd sowohl in den
Bergen als auch am Meer gemeinsam für sozial schwache Kinder aus
beiden Ländern gemeinsam geben. Erjavec ist zuversichtlich, dass das
Gemeinsame Komitee die richtigen Schritte setzt, um Wirtschaft und
Tourismus zu stärken, was die künftige Bilanz klar zeigen werde. Sein
bilaterales Treffen mit LH Kaiser stehe für die Stärkung der
politischen Beziehungen sowie auch für die persönliche Freundschaft
zwischen ihm und LH Kaiser.
(Schluss)
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