- 23.05.2015, 13:07:48
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Peter Haubner: "Vorrang für den Unternehmergeist"
Neustart für das Land - Strukturreformen jetzt angehen – Gemeinsam handeln, um in Zukunft erfolgreich zu sein
Utl.: Neustart für das Land - Strukturreformen jetzt angehen –
Gemeinsam handeln, um in Zukunft erfolgreich zu sein =
Wien (OTS) - "Wir müssen jetzt handeln und ausgabenseitige
Einsparungen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Pensionen und Verwaltung
einleiten. Nur so können wir das angestrebte Nulldefizit auch
tatsächlich erreichen, unseren Budgethaushalt konsolidieren und
Österreich wieder konkurrenzfähig machen. Gerade in herausfordernden
Zeiten braucht es jetzt sturen Reformwillen, Durchsetzungskraft und
vor allem Zuversicht", unterstreicht Wirtschaftsbund-Generalsekretär
Peter Haubner die heutigen Aussagen von WB-Präsident Christoph Leitl
im "Journal zu Gast". Statt veralteter Rezepte von Seiten des
Koalitionspartners müssen zukunftsorientierte Maßnahmen her. "Rufe
nach einer sechsten Urlaubswoche, einem Überstunden-Euro oder der
Einführung eines Bonus-Malus-Systems sind populistische Parolen, die
keinen Effekt bringen. Wichtiger ist es, Anreize für Beschäftigung zu
schaffen und so das Wirtschaftswachstum voranzutreiben", so Haubner,
der Leitl zustimmt: "Arbeitnehmer und Arbeitgeber aber auch die
Regierung, wir alle sitzen in einem Boot. Wir müssen jetzt alle
gemeinsam anpacken statt uns gegenseitig auszuspielen. Nur so
schaffen wir es, wieder auf die Erfolgsschiene zurückzukehren".
Um der zukünftigen Generation ein gesichertes Gesundheits-und
Pensionssystems zu garantieren müsse jetzt gehandelt werden. "Fakt
ist, unsere Lebensdauer wird immer länger und die Ausgaben für die
Finanzierung des Pensionssystems immer höher. Wir müssen jetzt was
tun, um unseren Kindern und Enkelkindern Wohlstand und
Zukunftsperspektiven anstatt eines großen Schuldenberges zu
hinterlassen", betont Haubner. Deshalb sei eine rasche Angleichung
des Frauenpensionsantrittsalters an jenes der Männer dringend
notwendig, dürfe aber nur Teil eines Reform-Gesamtpaketes sein. Auch
in der Verwaltung bedürfe es schlankere Strukturen und effizienterer
Ressourcenverteilung. "Wir brauchen effektives Projektmanagement,
gezielte Einsparungen in allen Bereichen und mehr Transparenz bei den
Ausgaben", so Haubner.
In Bezug auf den rezenten Begutachtungsentwurf der Steuerreform hält
Haubner fest: "Die wirtschaftlichen Interessensvertretungen konnten
vor allem im Bereich der Betriebsübergaben aber auch beim Tourismus
einige Verbesserungen erreichen. Jetzt haben wir noch die Möglichkeit
im Rahmen der Begutachtung und anschließend im parlamentarischen
Prozess einige Punkte einzubringen. Die Umsetzung der
Registrierkassenpflicht und Kontoöffnung muss so praxisnahe und
unbürokratisch wie möglich geschehen. Die Unternehmer dürfen dabei
nicht unter einen Generalverdacht gestellt werden".
Begleitend zu den Reformen müsse es auch Anreize für Beschäftigung
und Wachstum, aber auch wieder mehr Wertschätzung für die Unternehmen
geben. "Wir müssen den unternehmerischen Geistern in Österreich unter
die Arme greifen und Zuversicht vermitteln. Wirtschaftliches Handeln
muss wieder attraktiver und einfacher werden. Weniger Bürokratie
dafür mehr positive Signale", verdeutlicht Haubner. Die Situation sei
nicht leicht, dennoch dürfe man jetzt nicht den Kopf in den Sand
stecken. "Christoph Leitl hat es richtig gesagt: Wir brauchen einen
Neustart für Österreich. Wir müssen den Standort Österreich wieder
fit machen. Das schaffen wir durch eine rasche Senkung der
Lohnnebenkosten, durch gezielte Investitionen im Bereich der
Forschung und durch eine Forcierung der technologischen und digitalen
Entwicklung", so Haubner, der abschließend fordert: "Wirtschaft
entlasten, Standort stärken, Wachstum fördern und so Arbeitsplätze
sichern".
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