- 22.05.2015, 11:00:01
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Umweltdachverband: Kraftwerk Innervillgraten darf nicht gebaut werden!
- Kraftwerksprojekt nach Fristablauf nun ohne Naturschutzbescheid
Utl.: - Kraftwerksprojekt nach Fristablauf nun ohne
Naturschutzbescheid =
Wien (OTS) - Naturschutzlandesrätin Felipe muss nun handeln!
Wien/Innervillgraten, 22.05.15 (UWD) Das Kleinwasserkraftwerksprojekt
in einem der letzten noch unberührten und urigen Bergdörfer Tirols,
dem Naturkleinod Innervillgraten, steht offensichtlich wegen
Verfahrensmängeln und Fristabläufen nun endgültig vor dem Aus. "Ein
Neuantrag desselben Projekts wäre aufgrund des Kriterienkatalogs
Wasserkraft und der Bestimmungen der Europäischen
Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) nicht möglich. Das bedeutet das
endgültige Aus für dieses Kleinwasserkraftwerk, das nicht nur
unwirtschaftlich gewesen wäre, sondern insbesondere das Ökosystem der
betroffenen Bäche massiv beeinträchtigt hätte", erklärt Michael
Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes. Er nimmt
dabei Bezug auf das heute in Innsbruck von lokalen AkteurInnen und
NGOs präsentierte Rechtsgutachten, welches aufzeigt, dass der
Naturschutzbescheid für das Kraftwerksvorhaben Innervillgraten
nunmehr erloschen ist. Vor Ort bezog auch Gerhard Heilingbrunner,
Ehrenpräsident des Umweltdachverbandes, der sich seit vielen Jahren
gemeinsam mit den lokalen AkteurInnen für die Rettung des
Innervillgratentals einsetzt, vehement gegen das geplante
Gemeindekraftwerk an naturnahen Gewässerstrecken Stellung.
Umweltdachverband richtet eindringlichen Appell an LR Felipe
"Als politisch verantwortliche oberste Naturschutzbehörde erwarten
die NGOs von LR Ingrid Felipe die lückenlose Vollziehung des Tiroler
Naturschutzgesetzes. Ohne aufrechten Naturschutzbescheid darf mit dem
Kraftwerksbau nicht begonnen werden. Eine Friststreckung ohne
neuerliches Verfahren wäre rechtlich mehr als bedenklich. Wir
appellieren daher an die Naturschutzlandesrätin und LH-Stv.in Felipe,
die Zukunft des Innervillgratentals als einer der letzten Orte in den
Alpen, der noch weitgehend unberührt ist, ernst zu nehmen und vor
allem jene AkteurInnen, die sich eine nachhaltige Zukunft der Region
und einen sanften Tourismus wünschen, zu unterstützen. Immerhin
gehört Innervillgraten zu jenen österreichischen Regionen, die sich
durch einen nachhaltigen naturnahen Alpintourismus auszeichnen", so
Proschek-Hauptmann abschließend.
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