- 21.05.2015, 16:17:43
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Huainigg: Studierende aus Entwicklungsländern sind ein Gewinn für Österreich und auch für das Herkunftsland
Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit begrüßt, dass BM Mikl-Leitner den Erfahrungsaustausch mit StudentInnen fördert
Utl.: Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit begrüßt, dass BM
Mikl-Leitner den Erfahrungsaustausch mit StudentInnen fördert =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die nachhaltige Entwicklung eines Landes kann
nur von innen heraus entstehen. Österreich kann hier unterstützend
tätig sein, indem wir Jugendlichen aus Entwicklungsländern ein
Studium an österreichischen Universitäten ermöglichen, damit sie mit
diesem Know-How die Weiterentwicklung ihres Landes forcieren können",
sagt der Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP, Abg. Dr.
Franz-Joseph Huainigg.
Huainigg begrüßt die Beseitigung von bürokratischen Barrieren für
StipendiatInnen aus dem globalen Süden, die BM Johanna Mikl-Leitner
im Fremdenrechtsänderungsgesetz vorgenommen hat. "Damit trägt die
Innenministerin den Anliegen von StudentInnen aus Entwicklungsländern
Rechnung, wie sie bei einer Dialogveranstaltung vom Institut für
Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE) im Frühjahr dieses Jahres
geäußert worden sind. Bei dieser Veranstaltung über die Chancen,
Möglichkeiten und Herausforderungen bezeichnete ÖVP-Klubobmann Dr.
Reinhold Lopatka die StudentInnen aus Entwicklungsländern als
"Brückenköpfe. Denn durch den Know-How-Transfer, dem Kombinieren von
technischen Lösungsansätzen mit indigenem Wissen und dem kulturellen
Austausch schlagen sie Brücken zwischen ihren Heimatländern und
Österreich."
In der heutigen Nationalratssitzung des Parlaments wird eine Änderung
im Fremdenrecht verabschiedet, welche Erleichterungen für
StipendiatInnen aus Entwicklungsländern vorsieht. Eine erste wichtige
Änderung ist, dass in Zukunft StipendiatInnen ihren
Verlängerungsantrag im Inland stellen können. Diese Regelung wird
geschaffen, da sich in der Praxis gezeigt hat, dass eine verzögerte
Einreise von StipendiatInnen an Aus- und Weiterbildungsprogrammen der
Europäischen Union mit negativen Auswirkungen verbunden ist (z.B.
Verlust des Stipendiums, da dieses an die Erbringung eines
Leistungsnachweises gebunden ist). Durch die Möglichkeit der
Antragsstellung im Inland wird dies nunmehr hintangehalten. Als
zweiten Punkt streicht Huainigg folgende Änderung hervor: "Für
SchülerInnen österreichischer Auslandsschulen wird es möglich sein,
in Österreich zu studieren. Das betrifft vor allem SchülerInnen aus
Guatemala, Mexiko und Albanien, welches auch ein Schwerpunktland der
österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist."
"Studierenden aus Ländern des globalen Südens muss ein verbesserter
und vor allem vereinfachter Zugang zum österreichischen
Hochschulsystem gewährt werden. Nur durch diese Studienmöglichkeiten
kann gewährleistet werden, dass die StudentInnen zusätzliches
Know-How erwerben können. Nach erfolgreicher Absolvierung ihres
Studienaufenthaltes in Österreich können sie dann das Wissen im
Heimatland anwenden und verbreiten und so zur weiteren Entwicklung
ihrer Gesellschaft beitragen. Das Fremdenrechtsänderungsgesetz ist
ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung, weitere müssen
folgen", fordert Abg. Huainigg.
Zur finanziellen Situation der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit erklärt Huainigg, dass "die EZA eine
Gesamtverantwortung aller Ministerien ist und endlich so wahrgenommen
werden muss. Ich begrüße es sehr, dass ÖVP und SPÖ einen
Entschließungsantrag für die gesetzliche Verankerung eines
Stufenplanes zur Erhöhung der Mittel für die
Entwicklungszusammenarbeit bis zur Erreichung des internationalen 0,7
Prozent-Ziels in der gestrigen Nationalratssitzung eingebracht
haben."
(Schluss)
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