„Schwarzer Tag“ für OMV: Ölteppich vor der Hauptversammlung

Greenpeace konfrontiert AktionärInnen mit drohenden Folgen geplanter Adria-Ölbohrungen

Wien (OTS) - Die heutige Hauptversammlung der OMV AG wird von Protesten gegen die geplanten Ölbohrungen in der Adria begleitet. Um auf die drohende Verschmutzung von Meer und Küste aufmerksam zu machen, demonstrieren Greenpeace-AktivistInnen seit der Mittagszeit vor den Türen des Congress Center Messe Wien. Das Bild, das die anreisenden OMV-AktionärInnen erwartet, soll die drohende, sprichwörtlich schwarze Zukunft der Adria widerspiegeln: Ein Ölunfall nahe der Küste und damit eine Katastrophe für Umwelt und Tourismus -dem wichtigsten Wirtschaftszweig der Region. "Der nächste Kroatien-Urlaub - mit OMV?" und "OMV, raus aus der Adria!" steht auf Transparenten der UmweltschüzterInnen geschrieben, die symbolisch mit einer wie Öl aussehenden Flüssigkeit überzogen sind und Beachwear tragen. Unter ihnen AktivistInnen aus Kroatien.

"Beispiele wie Deepwater Horizon zeigen, wie verheerend Ölunfälle sein können. Die OMV setzt die Zukunft der Adria aufs Spiel und gefährdet mit den geplanten Ölbohrungen nicht nur das dortige Ökosystem, sondern auch den wichtigsten Wirtschaftszweig Kroatiens, den Tourismus" erklärt Greenpeace-Sprecher Lukas Meus und fordert vom österreichischen Konzern die geplanten Ölbohrungen in der Adria fallen zu lassen.

Nicht nur österreichische UrlauberInnen schätzen die Adria-Küste, auch Ölkonzerne haben die Region für sich entdeckt: Der OMV-Konzern steht in der ersten Reihe, um an die dort vermuteten Ölreserven zu kommen. Anfang des Jahres sicherte sich die OMV Ölbohrlizenzen für sieben Gebiete vor der Küste Kroatiens. Die Lizenz-Vergabe erfolgte vor dem Abschluss der rechtlich vorgeschriebenen strategischen Umweltprüfung. "Besonders prekär ist, dass einige der Lizenzgebiete in der Nähe von Nationalparks und direkt vor der historischen Stadt Dubrovnik liegen. Lediglich zehn Kilometer von Küsten und nur sechs Kilometer von Inseln entfernt würden die Bohrplattformen zum Einsatz kommen", so Meus.

Insgesamt sollen zukünftig 90 Prozent der kroatischen Adriafläche für Gas- und Ölbohrungen geöffnet werden. Die erwartenden Einnahmen für die Ölexploration in den ersten fünf Jahren sind etwa 70 Mal niedriger als jene aus dem Tourismussektor im gleichen Zeitfenster. In der ersten Runde der Lizenzvergabe erhielten auch die kroatische INA und die ungarische MOL Konzessionen für insgesamt zwei Gebiete. Der italienische Konzern ENI erhielt in Zusammenschluss mit dem britischen Unternehmen Medoilgas die Lizenz für ein Gebiet. Die OMV steht jedoch - zusammen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Marathon Oil - aufgrund ihrer Anzahl an Konzessionen an vorderster Front. Kein Unternehmen besitzt derzeit mehr Lizenzgebiete an der kroatischen Adria-Küste als die OMV.

Die kroatische Regierung plant im Juni die Verträge mit OMV zu unterzeichnen. "Noch sind die Verträge nicht unterschrieben, noch können wir verhindern, dass die Zukunft der Adria keine sprichwörtlich schwarze wird", so Lukas Meus von Greenpeace in Österreich. "Zukunft Adria" heißt auch die Petition, die Greenpeace heute startet. Unter www.greenpeace.at/adria sind Menschen aufgefordert, gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation ihre Stimme gegen die geplanten Ölbohrungen in der Adria zu erheben.

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