- 19.05.2015, 12:36:46
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„Schwarzer Tag“ für OMV: Ölteppich vor der Hauptversammlung
Greenpeace konfrontiert AktionärInnen mit drohenden Folgen geplanter Adria-Ölbohrungen
Utl.: Greenpeace konfrontiert AktionärInnen mit drohenden Folgen
geplanter Adria-Ölbohrungen =
Wien (OTS) - Die heutige Hauptversammlung der OMV AG wird von
Protesten gegen die geplanten Ölbohrungen in der Adria begleitet. Um
auf die drohende Verschmutzung von Meer und Küste aufmerksam zu
machen, demonstrieren Greenpeace-AktivistInnen seit der Mittagszeit
vor den Türen des Congress Center Messe Wien. Das Bild, das die
anreisenden OMV-AktionärInnen erwartet, soll die drohende,
sprichwörtlich schwarze Zukunft der Adria widerspiegeln: Ein Ölunfall
nahe der Küste und damit eine Katastrophe für Umwelt und Tourismus -
dem wichtigsten Wirtschaftszweig der Region. "Der nächste
Kroatien-Urlaub - mit OMV?" und "OMV, raus aus der Adria!" steht auf
Transparenten der UmweltschüzterInnen geschrieben, die symbolisch mit
einer wie Öl aussehenden Flüssigkeit überzogen sind und Beachwear
tragen. Unter ihnen AktivistInnen aus Kroatien.
"Beispiele wie Deepwater Horizon zeigen, wie verheerend Ölunfälle
sein können. Die OMV setzt die Zukunft der Adria aufs Spiel und
gefährdet mit den geplanten Ölbohrungen nicht nur das dortige
Ökosystem, sondern auch den wichtigsten Wirtschaftszweig Kroatiens,
den Tourismus" erklärt Greenpeace-Sprecher Lukas Meus und fordert vom
österreichischen Konzern die geplanten Ölbohrungen in der Adria
fallen zu lassen.
Nicht nur österreichische UrlauberInnen schätzen die Adria-Küste,
auch Ölkonzerne haben die Region für sich entdeckt: Der OMV-Konzern
steht in der ersten Reihe, um an die dort vermuteten Ölreserven zu
kommen. Anfang des Jahres sicherte sich die OMV Ölbohrlizenzen für
sieben Gebiete vor der Küste Kroatiens. Die Lizenz-Vergabe erfolgte
vor dem Abschluss der rechtlich vorgeschriebenen strategischen
Umweltprüfung. "Besonders prekär ist, dass einige der Lizenzgebiete
in der Nähe von Nationalparks und direkt vor der historischen Stadt
Dubrovnik liegen. Lediglich zehn Kilometer von Küsten und nur sechs
Kilometer von Inseln entfernt würden die Bohrplattformen zum Einsatz
kommen", so Meus.
Insgesamt sollen zukünftig 90 Prozent der kroatischen Adriafläche für
Gas- und Ölbohrungen geöffnet werden. Die erwartenden Einnahmen für
die Ölexploration in den ersten fünf Jahren sind etwa 70 Mal
niedriger als jene aus dem Tourismussektor im gleichen Zeitfenster.
In der ersten Runde der Lizenzvergabe erhielten auch die kroatische
INA und die ungarische MOL Konzessionen für insgesamt zwei Gebiete.
Der italienische Konzern ENI erhielt in Zusammenschluss mit dem
britischen Unternehmen Medoilgas die Lizenz für ein Gebiet. Die OMV
steht jedoch - zusammen mit dem US-amerikanischen Unternehmen
Marathon Oil - aufgrund ihrer Anzahl an Konzessionen an vorderster
Front. Kein Unternehmen besitzt derzeit mehr Lizenzgebiete an der
kroatischen Adria-Küste als die OMV.
Die kroatische Regierung plant im Juni die Verträge mit OMV zu
unterzeichnen. "Noch sind die Verträge nicht unterschrieben, noch
können wir verhindern, dass die Zukunft der Adria keine
sprichwörtlich schwarze wird", so Lukas Meus von Greenpeace in
Österreich. "Zukunft Adria" heißt auch die Petition, die Greenpeace
heute startet. Unter www.greenpeace.at/adria sind Menschen
aufgefordert, gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation ihre Stimme
gegen die geplanten Ölbohrungen in der Adria zu erheben.
Bildmaterial finden Sie unter
https://greenpeace.box.com/s/pmxh951y2a931tknu7pymkit0ca20hli
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung
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