„Schliafhansl“-Saison: Wiener Tierschutzverein warnt vor Grannen

WTV appelliert an Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer: Vermeintlich harmlose Pflanzen können bei Hund und Katze schwere Verletzungen verursachen.

Vösendorf (OTS) - Im Frühsommer und Sommer sollten Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer nicht nur verstärkt nach Giftködern Ausschau halten. Der Feind für ihren Hund oder ihre Katze zeigt sich auch oft viel harmloser, etwa als vermeintlich ungefährliche Pflanze am Straßen-und Wegesrand. Gemeint ist die Mäuse-Gerste, im Volksmund als so genannte "Schliafhansln" bekannt. Die Ähren der Mäuse-Gerste verfügen über widerhakenbesetzte Grannen, die oft unbemerkt im Fell des Tieres haften bleiben und nicht selten zu schweren Verletzungen führen. Denn der direkte Kontakt mit den "Schliafhansln" kann im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen. Denn durch die vielen kleinen Widerhaken wandern die Ähren im Fell des Tieres weiter und vergraben sich nicht selten tief im Fleisch. So setzen sie sich auch oft in den Ohren, in der Nase oder zwischen den Pfoten fest und hinterlassen sogar Löcher in der Haut. Unbehandelt beginnen die Wunden schnell zu eitern und eine tiefergehende Entzündung ist daher oft vorprogrammiert.

Allein in der Saison 2014 wurden rund zehn Tiere von den Tierärztinnen des Wiener Tierschutzvereins (WTV) wegen Grannen behandelt. Eines davon war eine junge Katze, die von der Tierrettung des WTV ins Wiener Tierschutzhaus eingeliefert wurde. Im rechten Auge des Tieres, direkt unter dem Lid hatten sich gleich drei "Schliafhansln" festgesetzt. Glücklicherweise konnte das Tier sofort behandelt werden und trug keine bleibenden Schäden davon.

Kleine Pflanze - große Gefahr

Doch leider gehen nicht alle Fälle derart glimpflich aus. Der WTV rät daher allen Tierbesitzerinnen und Tierbesitzern, das Fell ihres Hundes oder ihrer Katze nach jedem Spazier- oder Freigang gründlich nach versteckten Grannen abzusuchen. Auch Pfoten und deren Zwischenräume, sowie Ohren und Nase sollten kontrolliert werden. Weiters sollte auch vermehrt auf folgende Symptome geachtet werden:
Wenn das Tier nach einem Aufenthalt im Freien häufig den Kopf schüttelt, schief hält, niest oder sich kratzt, ist es ratsam, schnellstmöglich eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu konsultieren.

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