WKÖ-Moretti zum Tag der Familie: Familien brauchen Flexibilität in allen Belangen

Frau in der Wirtschaft: Ausbau der Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten sind ein „Muss“, um Österreichs Familien zu unterstützen

Wien (OTS) - Familien brauchen endlich die passenden Rahmenbedingungen, die es Eltern möglich machen, einen modernen Alltag gut zu bewältigen - also Beruf und Kinder unter den berühmten Hut zu bekommen ", fordert Adelheid Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich des bevorstehenden Tages der Familie am 15. Mai 2015.

Berufstätigkeit und Familie soll kein Widerspruch sein

"Vor allem sind flexible Kinderbetreuungsplätze aus unserer Sicht ein absolutes "Muss", um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen", konkretisiert Moretti und betont: "Ausreichend leistbare und qualitätsvolle Betreuungsplätze für unter 3-Jährige sowie Öffnungs- und Schließzeiten, die dem modernen Familienalltag angepasst sind - darauf können und wollen wir nicht verzichten."

Moretti: Flexibilität sowohl bei den Betreuungsmöglichkeiten als auch bei den Arbeitszeitmodellen

Neben dem dringlichen Ausbau der Kinderbetreuung - vor allem für die Kleinsten -, sei es auch Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen für brauchbare Modelle für flexible Arbeitszeiten zu schaffen, die der Familienrealität besser entsprechen, regt Moretti an: "Wir sehen in der betrieblichen Praxis immer wieder, dass der Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten gerade bei Frauen stark vorhanden ist. Doch selbst wenn Unternehmen und Arbeitnehmerin miteinander eine Lösung finden könnten, stellen gesetzliche oder kollektivvertragliche Regelungen ein Hindernis dar."

Eine von FiW 2013 in Auftrag gegebene Studie des Meinungsforschungsinstituts market unter 1.800 Personen machte deutlich: Mehr Flexibilität ist das Gebot der Stunde. "Der Wunsch nach Individualität wird durchwegs groß geschrieben", fasst Moretti die Ergebnisse zusammen: "Wenn wir über Flexibilität nachdenken, ist vor allem bei den Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Thema Nummer eins. Hier ist ganz klar Handlungsbedarf gegeben." Für 87 Prozent der Befragten wären unterschiedlich lange Arbeitstage interessant. Drei Viertel würden sich die Arbeitszeit gern auf weniger Tage pro Woche aufteilen und zwei Drittel würden gern von Zuhause aus arbeiten. "Das beweist, das flexiblere Zeiteinteilung wichtig ist und es ermöglicht, den oft schwierigen Spagat zu meistern. Wir müssen - für unsere Familien - an diesem Thema konsequent dran bleiben" so Moretti abschließend. (PWK343/ES)

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