• 12.05.2015, 11:12:02
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2014 war erfolgreiches Jahr für die österreichische Tagungsbranche

Internationale Kongresse als Nächtigungsbringer. Rund 138 Millionen Euro Investitionsvolumen im Tagungssegment. Erstmals gesamtnationale Datenerfassung.

Präsentation des Meeting Industry Report Austria (mira 2014)

Utl.: Internationale Kongresse als Nächtigungsbringer.
Rund 138 Millionen Euro Investitionsvolumen im Tagungssegment.
Erstmals gesamtnationale Datenerfassung. =

Wien (TP/OTS) - Am Dienstag präsentierten die Geschäftsführerin der
Österreich Werbung (ÖW) Petra Stolba und der Präsident des Austrian
Convention Bureaus (ACB) Christian Mutschlechner den Meeting Industry
Report Austria (mira) mit den Ergebnissen der österreichischen
Tagungsstatistik für das Jahr 2014.

Die erste gesamtnationale Datenerfassung zeigt ein erfreuliches Bild
des vergangenen Tagungsjahres, es konnten Zuwächse in allen drei
Segmenten (Kongresse, Firmentagungen und Seminare) verzeichnet
werden. Gemeinsam generierten diese im Jahr 2014 rund 2,8 Millionen
Nächtigungen. Damit wies die Tagungsbranche wie im Vorjahr einen
Anteil von 2,1% an den gesamten Tourismusnächtigungen auf. Das
Gesamtaufkommen lag 2014 bei 17.028 Veranstaltungen mit 1,46
Millionen Teilnehmern. Das bedeutet einen Zuwachs von 9,7% an
Veranstaltungen und ein Plus von 2,1% an Teilnehmern im Vergleich zum
Vorjahr.

Internationale Kongresse: 50% der Kongresse - 80% der
Nächtigungen.

Obwohl Kongresse mit einer Anzahl von 3.842 nur ein Fünftel aller
Veranstaltungen in Österreich ausmachen, generieren sie die Hälfte
aller Teilnehmer und drei Viertel aller Nächtigungen. Besondere
Bedeutung kommt dabei den internationalen Veranstaltungen zu.
"Internationale Kongresse sind die Nächtigungsbringer des
österreichischen Tagungssegmentes mit einem hohen
Wertschöpfungsfaktor. Aufgrund höherer Teilnehmerzahl und längerer
Dauer generieren diese im Vergleich zu nationalen Kongressen mit rund
1,7 Millionen das vierfache Nächtigungsaufkommen", erklärt Petra
Stolba bei der Pressekonferenz im Kursalon Wien.

Aus diesem Grund konzentrieren sich die gemeinsamen Aktivitäten der
Österreich Werbung und der Convention Bureaus der Bundesländer auf
internationale Convention-Plattformen wie die IBTM in Barcelona oder
die IMEX in Frankfurt. "In diesem Rahmen positionieren wir Österreich
mit seiner hervorragenden Infrastruktur, der Innovationskraft der
Kongressanbieter und der besonderen Angebotsqualität als idealen
Standort für Tagungen, Konferenzen und Kongresse", so Stolba.

Investieren in die Zukunft

Im immer stärker werdenden Wettbewerb kann sich Österreich als
internationale Top-Kongressdestination behaupten, wie die
kontinuierlich steigenden Zahlen bei Kongressen und Tagungen belegen.
"Um laufend eine adäquate Qualitätssteigerung bieten zu können, sind
Österreichs Betriebe auch bereit entsprechend zu investieren", wie
Christian Mutschlechner erläutert.

Das Austrian Convention Bureau hat im letzten Monat seine Mitglieder
befragt, wie viel in den Jahren 2012 bis 2017 in die Kongress- und
Tagungswirtschaft investiert wurde bzw. noch investiert wird. Die
Zahlen sind beeindruckend: So beträgt das genannte
Investitionsvolumen rund 138 Millionen Euro. Rund 105 Millionen Euro
wurden die letzten drei Jahre aufgewendet, bis zum Jahr 2017 sind
weitere 33 Millionen Euro vorgesehen. Betriebe denken in die Zukunft
und investieren vor allem in Technik, Ausstattung und Modernisierung.
Die Kongressindustrie greift tief in die Tasche. Investitionen im
Tagungsbereich werden selten von Bund/Stadt- oder Land teil- bzw.
voll unterstützt. Rund 73 % der Investitionen werden zu 100%
eigenfinanziert.

"Veranstalter von Kongressen und Tagungen sind gefragt,
wissenschaftliche Inhalte und Fortbildung moderner und attraktiver zu
gestalten. Die Anbieter, insbesondere Kongresszentren und
Kongresslokalitäten müssen diese Entwicklung unterstützen und sind
daher gefordert, ganz besonders in die technische Infrastruktur aber
auch in die generelle Innenausstattung der Kongressräume zu
investieren. Das Zusammenwirken von Kunden und Anbietern ermöglicht
langfristig eine weitere qualitative Verbesserung des eigentlichen
Ziels von wissenschaftlichen Kongressen - noch bessere und
intensivere aber auch interaktivere Aus-und Fortbildung" reflektiert
Christian Mutschlechner die Investitionsumfrage.

Wirtschaft und Politik Spitzenreiter, außergewöhnliche
Locations werden vermehrt nachgefragt

Das Spitzenthema 2014 war wie im Jahr davor die Rubrik Wirtschaft und
Politik mit einem Anteil von 28,2%. Auf Platz 2 und 3 folgten die
Humanmedizin (23,7%) und die Geisteswissenschaften (11,8%). Die Top
3-Locations sind Kongress- & Konferenzhotels (32%), erstmalig andere
und außergewöhnliche Locations (21%), gefolgt von Universitäten &
Bildungseinrichtungen (21%). Palais und Museen haben bei den
Locations mit einem Plus von rund 13% die höchste Zuwachsrate. Bei
den internationalen Kongressen stehen Universitäten &
Bildungseinrichtungen an erster Stelle.

Zuwächse bei Firmentagungen und Seminaren

2014 wurden in Österreich insgesamt 7.088 Firmentagungen abgehalten,
das ist ein leichter Zuwachs von 1,8% gegenüber dem Vorjahr. Einen
starken Einbruch verzeichnete im Gegensatz zu den internationalen die
Teilnehmerzahl bei nationalen Firmenveranstaltungen (-18%). Die Dauer
der nationalen Firmentagungen liegt in den letzten Jahren bei
konstant zwei Tagen, internationale Firmentagungen werden hingegen
länger (2,5 Tage).
Mit einem Plus von 16,9% stieg die Anzahl von Seminaren im Jahr 2014
auf 6.098. Seminare fanden wie Firmentagungen bevorzugt in Hotels
statt.

Tagungsindustrie in den Bundesländern

Wien als Flaggschiff der Österreichischen Tagungsbranche hielt wie im
Vorjahr im Bundesländervergleich die größten Anteile in den Bereichen
Kongresse, Firmentagungen sowie Seminare und umfasste mit einem
Anteil von 46,2% einen beachtlichen Teil des Gesamtvolumens der
Branche. Im Bereich der Kongresse und Firmentagungen belegten
Salzburg (16,1%) und Tirol (6,8%) die Plätze zwei und drei.

2014 war das Jahr, in dem Burgenland die Statistik im Bereich
Firmentagungen und Seminare komplettierte. Kongresse konnten hier die
höchste Steigerung (+68,8%) im Vergleich zu allen anderen
Bundesländern verzeichnen. Mehr als ein Drittel (42%) aller
Kongresse, Firmentagungen und Seminare fanden in den
Landeshauptstädten statt sowie mehr als die Hälfte der Nächtigungen
aller Veranstaltungen (53,2%).

Weitere Unterlagen finden Sie unter
http://www.acb.at/Start/TagungStart/Statistik/mira
bzw. im ÖW-Newsroom unter http://newsroom.austriatourism.com

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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