• 12.05.2015, 10:45:58
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Getrennte Verpackungssammlung – Bilanz 2014: ARA IM RECYCLING-HOCH

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6670 Im Bild
v.l.n.r.: Ing. Werner Knausz (Vorstand ARA), Mag. Alfred Berger
(Aufsichtsratsvorsitzender ARA) und Hon. Prof. Dr. Christoph Scharff
(Vorstand ARA).

Wien (OTS) - Gute Nachrichten für Umwelt und Wirtschaft: Die Altstoff
Recycling Austria AG (ARA) konnte im Jahr 2014 die Erfassungsquote
bei der getrennten Verpackungssammlung von 835.500 t auf 844.900 t
steigern und somit der Umwelt rund 670.000 t CO2-Äquivalente
ersparen. Gleichzeitig gingen die Kosten für die Wirtschaft von 135,8
Mio. Euro auf 132,7 Mio. Euro zurück - eine Folge gesunkener
Lizenztarife. Diese lagen 2014 bei durchschnittlich 123 Euro/Tonne
(2013: 126 Euro/Tonne).

Österreich recycelt mehr

Der Anstieg der Erfassungsmenge um über 9.000 t oder knapp über 1 %
ist zum Teil auf die Integration der Öko-Box zurückzuführen, die zu
einer Steigerung der Leichtverpackungssammlung führte (+3.200 t).
Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei Papier mit einem Plus von
7.600 t. Bei Glas war mit -1.500 t ein geringfügiger Rückgang zu
verzeichnen. Bei den Metall- und Holzverpackungen konnte das hohe
Vorjahresniveau gehalten werden.

Von insgesamt 844.900 Tonnen fallen 524.700 t in den Haushalts- und
320.200 t in den Industrie- und Gewerbebereich. 805.000 t wurden
stofflich und thermisch verwertet.

Die Pro-Kopf-Sammelmenge an Verpackungen und Altpapier aus Haushalten
lag 2014 mit 116,5 kg etwas unter dem Vorjahreswert von 117,4 kg. An
der Spitze der Bundesländer rangierte erneut Vorarlberg mit 147,3 kg
je Einwohner.

Die laufende Optimierung der Verpackungssammlung zählt zu den
Kernaufgaben der ARA und ist ein wesentlicher Eckpfeiler des Erfolgs.
Auch 2014 wurde das Angebot an Sammelbehältern weiter verdichtet. In
ganz Österreich stehen mittlerweile 1.649.000 Sammelbehälter für die
getrennte Verpackungssammlung zur Verfügung, um 41.000 mehr als im
Jahr zuvor. Auch die Sammlung mit dem Gelben Sack wurde vor allem in
Wien weiter ausgebaut: Im Vorjahr sammelten bundesweit 1.539.000
Haushalte damit ihre Leichtverpackungen bequem ab Haus, das sind um
rund 19.000 mehr als 2013.

Funktionierender Wettbewerb
Seit Anfang 2015 ist die ARA auch im Haushaltsbereich nicht mehr
einziger Anbieter. Neben ARA und Austria Glas Recycling (AGR) haben
vier weitere Sammelsysteme eine Zulassung erhalten. Naturgemäß führte
dies zu einer Verschiebung der Marktanteile. Die ARA hält aktuell bei
einem Marktanteil zwischen 75 und 80 %.

ARA Vorstand Werner Knausz analysiert: "Die Marktentwicklung zeigt
uns zweierlei: Erstens, dass der Wettbewerb - soweit wir es derzeit
beurteilen können - funktioniert. Es gibt Bewegung im Markt,
Unternehmen suchen sich gezielt ihr bevorzugtes Sammelsystem aus.
Zweitens sehen wir, dass wir unseren Kunden ein überzeugendes Angebot
bieten. Der überwiegende Teil unserer Partner hat uns weiterhin das
Vertrauen ausgesprochen." Knausz sieht das auch als Bestätigung für
die Leistung der Vergangenheit: "Erst im Wettbewerb sieht man, wie
gut man wirklich ist."

Auch die ARA musste aufgrund gesetzlicher Änderungen die Verträge mit
allen Kunden neu fassen, um die Zusammenarbeit auf eine rechtssichere
Basis zu stellen.

"Es ist noch zu früh, um ein abschließendes Resümee über die
Marktöffnung zu ziehen", ergänzt ARA Vorstand Christoph Scharff. "Im
Moment ist das Umweltministerium als zuständige Behörde am Zug: Das
Gebot der Stunde ist es, das Verhalten aller Marktteilnehmer genau zu
beobachten, um mögliche Fehlentwicklungen rasch zu identifizieren.
Außerdem sind wichtige rechtliche Bausteine, wie die neue
Abgeltungsverordnung, noch nicht finalisiert. Es liegt also noch
Einiges vor uns."

Umfassende Dienstleistungsoffensive

Um ihren Kunden auch unter den geänderten rechtlichen
Rahmenbedingungen optimalen Service bieten zu können, hat sich die
ARA Gruppe seit mehr als zwei Jahren intensiv vorbereitet. Durch die
eigentumsrechtliche Verschränkung mit der Austria Glas Recycling und
der Öko-Box und eine umfassende Dienstleistungsoffensive war die ARA
bestmöglich für die Marktöffnung gerüstet. Mit der neuen Servicemarke
ARAplus bietet die ARA Gruppe mehr als 20 neue Dienstleistungen rund
um die Entpflichtung von Verpackungen und Elektrogeräten und darüber
hinaus an. Dazu zählen Online Tools im Verpackungsbereich für eine
leichtere Mengenmeldung und die Überprüfung der Meldeprozesse beim
Kunden, die Unterstützung bei externen Prüfungen bis hin zu
aufwändigen Abfallstromanalysen, individuelle Entsorgungsleistungen,
Workshops und Webinare im Rahmen der ARA Akademie sowie die ARA
Evententsorgung.
"Unser Ziel ist es, unseren Kunden durch unsere Serviceleistungen
mehr Geld zu sparen, als diese kosten. Wir übernehmen ihre Aufgaben
und lösen diese mit dem Know-how und der Effizienz eines
Marktführers. Mit ARAplus haben wir die richtige Plattform dafür",
verdeutlicht Werner Knausz.

Im Zuge der Dienstleistungsoffensive nimmt die ARAplus nun auch
Beratungsleistungen rund um das aktuelle Thema Energieeffizienzgesetz
in ihr Portfolio auf.

Ausblick auf ein spannendes Jahr 2015

2015 ist für die ARA das wahrscheinlich spannendste Jahr seit ihrer
Gründung. Die Herausforderungen für das laufende Jahr und die weitere
Zukunft sieht ARA Vorstand Christoph Scharff an zwei Fronten:
"Einerseits müssen wir im Wettbewerb unsere Kunden noch stärker von
unseren Vorzügen überzeugen. Gleichzeitig gilt es, die
Gesamtsituation im Blick zu behalten. Denn obwohl wir jetzt auch bei
Haushaltsverpackungen nur ein Anbieter unter mehreren sind, fühlen
wir uns weiterhin dafür verantwortlich, dass die Erfolgsgeschichte
der getrennten Verpackungssammlung in Österreich fortgeschrieben
wird. Dass Effizienz und Umweltschutz vereinbar sind, zeigen über 20
Jahre ARA."

Die ARA engagiert sich daher weiterhin intensiv in der
Konsumentenkommunikation und steht Unternehmen, aber auch anderen
Stakeholdern bei der Umsetzung der neuen rechtlichen
Rahmenbedingungen beratend und unterstützend zur Seite.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6670

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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