- 08.05.2015, 10:05:54
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FPÖ-Hafenecker: Geht Datendiebstahl weit über SIM-Karten hinaus?
Anfrage an mehrere Minister soll Ausmaß des möglichen Datendiebstahls durch ausländische Geheimdienste klären
Utl.: Anfrage an mehrere Minister soll Ausmaß des möglichen
Datendiebstahls durch ausländische Geheimdienste klären =
Wien (OTS) - Nachdem FPÖ-Nationalrat Christian Hafenecker, MA bereits
Anfragen an mehrere Minister wegen eines möglichen Diebstahls von
Handy-Daten durch ausländische Geheimdienste gestellt hat, soll eine
weitere Anfragenserie Aufklärung über mögliche Zugriffe auf weitere
sensible Informationsträger bringen. Gerade angesichts der aktuellen
NSA-Spionageaffäre muss jedem Verdachtsmoment restlos nachgegangen
werden.
"Die SIM-Karten-Daten wurden angeblich millionenfach durch
US-amerikanische und britische Geheimdienste direkt von den
Herstellern gestohlen, wie im Februar bekannt wurde. Besonders
betroffen davon ist der weltweit größte Produzent, die
niederländische Firma Gemalto. Diese erzeugt auch Chips für Bankomat-
und Kreditkarten, Dienstausweise, Reisepässe und Schließsysteme. Die
Staatsdruckerei hat beispielsweise dementsprechende Aufträge in den
2000er Jahren an diese Firma vergeben, es muss daher restlos
aufgeklärt werden, wo noch Gemalto-Produkte in Verwendung sind",
führt Hafenecker aus.
Konkret richten sich die Anfragen des Abgeordneten an
Gesundheitsministerin Oberhauser, Verteidigungsminister Klug und
Finanzminister Schelling.
"Es muss unbedingt eruiert werden, ob neben Dienstdokumenten auch
österreichische Kredit- und Bankomatkarten, E-Cards oder
Einrichtungen des Bundesheeres von diesem Datendiebstahl durch
ausländische Geheimdienste betroffen sein könnten. Da es sich hier um
höchst private bis hin zu sicherheitspolitischen Daten handelt, ist
vollständige Aufklärung das Gebot der Stunde", so Hafenecker.
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