• 06.05.2015, 10:24:07
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FMK: Brunner Bürgerinitiative schürt Ängste mit Fehlinformationen

Panikmache mit falschen „Fakten“

Utl.: Panikmache mit falschen „Fakten“ =

Wien (OTS) - Der geplante und von der Gemeinde Brunn am Gebirge in
Niederösterreich genehmigte Bau der Mobilfunkstation veranlasst eine
Brunner Bürgerinitiative mit definitiv falschen Schreckensszenarien
Bürgerinnen und Bürger einzuschüchtern.

In einem Infoblatt der Bürgerinitiative werden Behauptungen als
Fakten dargestellt, die nicht nur falsch, sondern im Sinne des
Factsheets 296 der Weltgesundheitsorganisation unverantwortlich
gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sind.

Panikmache statt plausible Information

Beispielsweise wird behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit, wegen
Mobilfunk an Krebs zu erkranken, dreimal höher wäre, sowie dass man
in unmittelbarer Nähe einer Station um 10 Jahre früher sterbe. Diese
Behauptungen sind unbelegter Unsinn und dienen einzig der Panikmache.
Selbstverständlich halten sie auch dem Plausibilitätscheck nicht
stand.

Behauptungen sind definitv falsch

Die Behauptungen sind Dank der Statistik Austria leicht zu
überprüfen: Denn hätte die Bürgerinitiative recht, dann müssten sich
ihre Horrorvisionen in der Krebsinzidenz-Datei der Statistik Austria
wiederfinden. Tatsächlich ist aber die Anzahl der Neuerkrankungen
seit 1983 - also lange vor Einführung des flächendeckenden Mobilfunks
gleich geblieben.

Auch die Behauptung, man sterbe früher ist falsch. Hier zeigen die
Zahlen der Statistik Austria, was sowieso allgemein bekannt ist: Die
Lebenserwartung ist kontinuierlich gestiegen, hätte die Initiative
recht, müsste sie heute um gut 5 Jahre geringer sein als noch vor
rund 10 Jahren.

Unbegründete Ängste erzeugen reale Angstsymptome, sagt die WHO

Wenn man in der Bevölkerung unbegründete Ängste vor Mobilfunk schürt,
kann es sehr wohl dazu führen, dass Menschen unbestimmte Symptome
entwickeln. Zu diesem Thema hat die WHO ein eigenes Factsheet,
nämlich das Factsheet 296 veröffentlicht. Da ist zu lesen, dass, "es
Hinweise (gibt), dass die Symptome (…)auf Grund von Ängsten vor
Gesundheitsfolgen durch Funkfelder begründet sein dürften", und nicht
durch Funkfelder selbst.

Das bedeutet im Klartext, dass falsche und einschüchternde Aussagen
dazu beitragen können, dass Menschen tatsächlich aus Angst
beispielsweise schlechter schlafen.

Factsheet 296 der WHO:
http://www.who.int/peh-emf/publications/facts/ehs_fs_296_german.pdf

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