• 03.05.2015, 12:06:00
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GPF: „Gemeinsam in eine sichere Zukunft“

18. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten am 5. und 6. Mai 2015 – 70-jähriges Jubiläum

Utl.: 18. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten am 5. und 6. Mai 2015 – 70-jähriges
Jubiläum =

Wien (OTS) - OTS/ÖGB/GPF) - Die Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten (GPF) ist 70 Jahre alt. Sofort nach dem Ende
des Zweiten Weltkriegs gingen Postlerinnen und Postler daran, den
Schutt und die Trümmer der Naziherrschaft wegzuräumen.Bereits am 24.
Mai 1945 konstituierte sich der Vorstand der Gewerkschaft der Post-,
Telegraphen-, Fernsprech- und Rundfunkbetriebe Österreichs. ++

Trotz aller materiellen Not waren die Ziele eindeutig: Alle Kraft für
den sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg der Bediensteten in einem
demokratischen und unabhängigen Österreich. Damit wurde ein bereits
vor dem Krieg begonnener Kampf für Gerechtigkeit und Solidarität
fortgesetzt, der bis heute fortdauert.

Wechselvolle Geschichte

Die wechselvolle Geschichte der ursprünglich staatlichen Post, der
Telekom Austria und des Postbusses markiert auch die Arbeitssituation
der Beschäftigten. Die neuere Zeit, besonders während der
schwarzblauen Regierung ab 2001, war von Privatisierungsmaßnahmen und
Personalabbau geprägt. Mit gewerkschaftlichem Abwehrkampf wurde
erreicht, dass die Post AG im mehrheitlichen Besitz des Bundes
bleibt. Auch eine geplante Fusion von Telekom Austria mit einem
sogenannten "strategischen Partner" konnte damals verhindert werden.

Privatisierungen

Damit waren die turbulenten Jahre aber nicht zu Ende. 2014
triumphierten die Privatisierer: Die ÖIAG gab leichtfertig die
Mehrheit an der A1 Telekom Austria, einer unserer wertvollsten
Firmen, an einen ausländischen Konzern ab. "Die bisherigen
Privatisierungen haben für den Staat, für die österreichische
Bevölkerung und für die arbeitenden Menschen nichts Positives
gebracht", hält GPF-Vorsitzender Helmut Köstinger fest.
Rund 15.000 Arbeitsplätzen gingen alleine bei der Post und bei der A1
Telekom Austria seit Beginn der ersten Privatisierungsschritte
verloren. Über 1500 Postämter wurden für immer geschlossen und damit
die Infrastruktur ausgedünnt.Die Gewerkschaft GPF wird weiterhin mit
allen Mitteln gegen weitere Privatisierungsversuche und für jeden
Arbeitsplatz kämpfen.

Es gibt noch viel zu tun

Noch immer sind Reformen und Umstrukturierungen in vollem Gang.
Während die Unternehmen Rekordgewinne machen, steigt der Druck auf
die Beschäftigten immer mehr. Umso wichtiger ist heute eine starke
Gewerkschaft.
Beim Gewerkschaftstag werden zahlreiche Anträge und Resolutionen
behandelt, unter anderem die Forderung nach Absicherung der
staatlichen Beteiligungen bei Post und A1 Telekom sowie ein möglicher
Rückkauf von Aktien der A1 Telekom Austria zur Sicherung der
Infrastruktur, zu verstärkter Gesundheitsvorsorge für die
Beschäftigten, zur Qualitätssicherung bei den Dienstleistungen,
Maßnahmen gegen Lohndumping und Regulierung von Leiharbeit und vieles
mehr.

"Wir haben kürzlich erreicht, dass durch eine Steuerreform den
Menschen mehr Geld im Börsel bleibt. Aber es gibt noch viel zu tun.
Wir werden weiterhin mit aller Kraft für die Beschäftigten kämpfen
und sehen mit Zuversicht und Mut in die Zukunft", sagte der
GPF-Vorsitzende.

Der 18. ordentliche Gewerkschaftstag der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten wird am 5. Mai 2015 um 17:00 Uhr eröffnet.
Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen.

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