- 30.04.2015, 10:38:48
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Schatz zum 1. Mai: Arbeit darf nicht krank machen
Grüne: Arbeitszeitgesetz muss modernisiert werden
Utl.: Grüne: Arbeitszeitgesetz muss modernisiert werden =
Wien (OTS) - "Der 1. Mai ist eine gute Gelegenheit, um über die
versteckten Belastungen zu sprechen, die sich durch ungeeignete und
gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen ergeben. Denn die
Anforderungen der heutigen Arbeitswelt wirken sich immer häufiger
negativ auf die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen aus. Lange
Arbeitszeiten etwa verkürzen die Regenerationsphasen, erschweren eine
entspannte Vereinbarkeit zwischen Arbeit und Familie und erhöhen die
Anfälligkeit für Arbeitsunfälle. Daraus resultierende Krankenstände
aufgrund psychischer Belastungen haben sich in den letzten 20 Jahren
fast verdreifacht", sagt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin
der Grünen. "Hier herrscht Handlungsbedarf. Überlange Arbeit,
fehlende Autonomie in der Arbeitsgestaltung, schlechte soziale
Arbeitsbeziehungen oder Jobunsicherheit machen Beschäftigte krank."
"Unsere Arbeitszeitnormen sind seit 40 Jahren weitgehend gleich
geblieben, die Arbeitswelt hingegen hat sich in den letzten Jahren
massiv verändert. Es braucht Anpassungen an die Bedürfnisse modernen
Lebens. Dazu gehört eine deutliche Arbeitszeitverkürzung. Diese wirkt
nicht nur positiv auf die Gesundheit und Lebensqualität der
Beschäftigten, sondern bezahlte Arbeit kann so auch besser verteilt
werden. Eine Arbeitszeitverkürzung ist gesundheitspolitisch,
gesellschaftspolitisch, arbeitsmarktpolitisch und
gleichstellungspolitisch äußerst sinnvol", meint die grüne
ArbeitnehmerInnensprecherin.
Die letzten SPÖ-Wortmeldungen zum Thema stimmen Birgit Schatz
vorsichtig optimistisch: "Bis dato sind grüne Anträge zum
Überstundenabbau, der Verkürzung der Normalarbeitszeit oder der
Abschaffung von All-in-Verträgen von der SPÖ regelmäßig abgelehnt
worden. Wortmeldungen, wie jüngst die von Klubobmann Schieder, geben
aber Anlass zur Hoffnung, dass endlich in dieser Sache etwas weiter
gehen könnte", erklärt Schatz und sagt weiter: "Eine
Arbeitszeitverkürzung ist eine höchst effektive Maßnahme des
Arbeitsschutzes. Sie wird sich positiv auf die Gesundheit der
ArbeitnehmerInnen auswirken. Deshalb bringt das nicht nur dem
Einzelnen etwas, sondern auch den Unternehmen und dem
Gesundheitswesen, die sich Kosten für Krankheit ersparen."
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