Schatz zum 1. Mai: Arbeit darf nicht krank machen

Grüne: Arbeitszeitgesetz muss modernisiert werden

Wien (OTS) - "Der 1. Mai ist eine gute Gelegenheit, um über die versteckten Belastungen zu sprechen, die sich durch ungeeignete und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen ergeben. Denn die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt wirken sich immer häufiger negativ auf die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen aus. Lange Arbeitszeiten etwa verkürzen die Regenerationsphasen, erschweren eine entspannte Vereinbarkeit zwischen Arbeit und Familie und erhöhen die Anfälligkeit für Arbeitsunfälle. Daraus resultierende Krankenstände aufgrund psychischer Belastungen haben sich in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht", sagt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. "Hier herrscht Handlungsbedarf. Überlange Arbeit, fehlende Autonomie in der Arbeitsgestaltung, schlechte soziale Arbeitsbeziehungen oder Jobunsicherheit machen Beschäftigte krank." "Unsere Arbeitszeitnormen sind seit 40 Jahren weitgehend gleich geblieben, die Arbeitswelt hingegen hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Es braucht Anpassungen an die Bedürfnisse modernen Lebens. Dazu gehört eine deutliche Arbeitszeitverkürzung. Diese wirkt nicht nur positiv auf die Gesundheit und Lebensqualität der Beschäftigten, sondern bezahlte Arbeit kann so auch besser verteilt werden. Eine Arbeitszeitverkürzung ist gesundheitspolitisch, gesellschaftspolitisch, arbeitsmarktpolitisch und gleichstellungspolitisch äußerst sinnvol", meint die grüne ArbeitnehmerInnensprecherin.

Die letzten SPÖ-Wortmeldungen zum Thema stimmen Birgit Schatz vorsichtig optimistisch: "Bis dato sind grüne Anträge zum Überstundenabbau, der Verkürzung der Normalarbeitszeit oder der Abschaffung von All-in-Verträgen von der SPÖ regelmäßig abgelehnt worden. Wortmeldungen, wie jüngst die von Klubobmann Schieder, geben aber Anlass zur Hoffnung, dass endlich in dieser Sache etwas weiter gehen könnte", erklärt Schatz und sagt weiter: "Eine Arbeitszeitverkürzung ist eine höchst effektive Maßnahme des Arbeitsschutzes. Sie wird sich positiv auf die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen auswirken. Deshalb bringt das nicht nur dem Einzelnen etwas, sondern auch den Unternehmen und dem Gesundheitswesen, die sich Kosten für Krankheit ersparen."

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