- 29.04.2015, 14:07:05
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UNICEF: In Nepal droht Trinkwasser-Notstand
1,7 Millionen Kinder brauchen dringend Hilfe, UN stellen heute Hilfsappell vor
Utl.: 1,7 Millionen Kinder brauchen dringend Hilfe, UN stellen heute
Hilfsappell vor =
Wien (OTS) - Nach dem schweren Erdbeben in Nepal droht jetzt ein
Trinkwasser-Notstand für die betroffene Bevölkerung, warnt das
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF. Erkundungsteams von
UNICEF haben mehrere schwer verwüstete Orte besucht und schätzen,
dass zum Beispiel in Bakhtapur in der Nähe der Hauptstadt Kathmandu
momentan nur 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem
Trinkwasser haben. Außerdem werden dringend Latrinen benötigt. "Es
besteht die Gefahr von Seuchen durch verschmutztes Trinkwasser und
katastrophalen hygienischen Bedingungen", sagt die Geschäftsführerin
Dr. Gudrun Berger. "Massive Hilfe ist dringend notwendig für das
Überleben und den Schutz der Kinder."
Nach neuester Schätzung von UNICEF brauchen 1,7 Millionen Kinder in
Folge des Erdbebens dringend Hilfe. Heute Nachmittag stellen die
Vereinten Nationen in Genf den Nothilfe-Aufruf für die nächsten drei
Monate vor.
Erkundungsteams von UNICEF waren unter anderem auch in Dhading,
Gorkha und Lamjung. In Lamjung sind 90 Prozent der Häuser zerstört
oder beschädigt. Insgesamt sind in 16 Distrikten 52 Schulen
vollständig und 222 weitere teilweise zerstört. An allen besuchten
Orten ist der Bedarf an Notunterkünften, Trinkwasser, Lebensmitteln
und Medikamenten groß. UNICEF hat aus den in Nepal für Notfälle
eingelagerten Beständen bereits Wasserreinigungstabletten, Planen und
Hygieneartikel an 500 Familien im Kathmandu-Tal verteilt. In 16
Notlagern wurden insgesamt 40 große Wassertanks aufgestellt.
UNICEF-Partnerorganisationen haben mit dem Bau von 90 Latrinen
begonnen.
Hilfe für unbegleitete und traumatisierte Kinder
Genau so dringend wie die lebensrettenden Maßnahmen sind für UNICEF
Hilfen für unbegleitete und durch die Ereignisse traumatisierte
Kinder. Heute beginnen fünf Sozialarbeiter, unbegleitete Kinder in
den zwei größten Notlagern in Kathmandu zu registrieren und nach
Möglichkeit mit ihren Familien zusammenzuführen. UNICEF plant
außerdem psychosoziale Hilfen für traumatisierte Kinder und richtet
zusammen mit Partnern sogenannte kinderfreundliche Zonen in den
Notlagern ein, in denen die Kinder spielen und Abstand gewinnen
können. Spielmaterial für 100 solcher Kinderzonen soll ab heute
verteilt werden. UNICEF arbeitet seit über 40 Jahren in Nepal und hat
dort über 200 Mitarbeiter.
UNICEF Österreich bittet dringend um Spenden für die Nothilfe!
Spendenkonto:
UNICEF Österreich
AT46 6000 0000 0151 6500
"Nothilfe Nepal"
Oder gleich online spenden unter: www.unicef.at/nothilfe-nepal/
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