Becher: Hinterfragenswertes Modell der "Vorsorgewohnungen" nicht auf Altbauten ausweiten

Spekulative Eigentumsanreize am Wohnungsmarkt sind als Pensionsvorsorge ungeeignet

Wien (OTS/SK) - "Bereits heute ist das Modell der Vorsorge-Spekulationswohnungen in vielen Gegenden ein nicht bewährtes Konstrukt. Die Rahmenbedingungen sind nicht vorhersehbar und oftmals stellt sich die Verlockung einer vermeintlich krisenfesten Altersvorsorge als sehr spesenlastig heraus. Der Versuch einzelner Institute, nun dieses Modell auch für Altbau-Wohnungen anzubieten, ist daher abzulehnen", betonte SPÖ-Bautensprecherin Ruth Becher in Reaktion auf diesbezügliche Ankündigungen. ****

"Das Modell dieser Vorsorge-Spekulationswohnungen im Wohnbau hat sich vor allem durch die anhaltende Krise und dem damit einhergehenden Vertrauensverlust gegenüber Banken entwickelt. Daher mutet es umso fragwürdiger an, dass sich nun Banken wieder mit diesen risikobehafteten Finanzierungskonstruktionen hervortun", so Becher.

Schon im Neubaubereich haben sich Vorsorge-Spekulationswohnungen für viele Anleger als schlechtes Investment dargestellt, etwa wenn das zuständige Finanzamt aufgrund mangelnder Rentabilität Liebhaberei unterstellte. Dass nun Kalkulationen für Altbauwohnungen kursieren, bei denen Höchstmieten durch zukünftige NachmieterInnen eingepreist werden ist weder wohnpolitisch noch aus Sicht der KonsumentInnen erfreulich.

"Schon in den vergangenen Jahrzehnten wurden die mietrechtlichen Rahmenbedingungen immer wieder geändert, wenn der Druck auf Mieter erhöht wurde. Auch diesmal wird die Politik regulierend eingreifen, wenn es notwendig wird", stellt Becher abschließend klar. (Schluss) sc/ms/mp

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