Huainigg: Eine Welt ohne Barrieren. Mit "wheelday" Zeichen setzen!

Mobilität, Barrierefreiheit, Hilfsmittelversorgung und Förderung von Menschen mit Behinderungen in ländlichen Räumen

Wien (OTS) - "Man ist nicht behindert, man wird behindert", sagt ÖVP-Abg. Dr. Franz Joseph Huainigg, Initiator des Projektes "wheelday. Entwicklung bewegt!", über seinen Alltag im Rollstuhl. Anlässlich des europäischen Aktionstags für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai ruft das Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE) den "wheelday" aus. Menschen werden eingeladen, sich beispielsweise selbst in den Rollstuhl zu setzen und über diese Selbsterfahrung zu berichten. Das IUFE will mit den Aktionen und Aktivitäten rund um das Projekt "wheelday. Entwicklung bewegt!" Bewusstsein für die Themen Mobilität, Hilfsmittelversorgung, Barrierefreiheit, Rehabilitation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen schaffen. Einerseits werden dabei die Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Regionen, andererseits auch die Unterschiede zwischen Industrie- und Entwicklungsländern thematisiert. Die Selbsterfahrung und das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten stehen bei diesem Projekt, das das ganze Jahr 2015 läuft, im Mittelpunkt.

Bundesminister DI Andrä Rupprechter (BMLFUW), ÖVP-Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg (IUFE), DI M.S. Johanna Mang (Licht für die Welt) und Isabelle Riedl (Landjugend Österreich) machten im Rahmen des Pressegesprächs "Projekt wheelday - Mobilität im ländlichen Raum" heute, Mittwoch, im Technischen Museum Wien gemeinsam auf die Wichtigkeit von Mobilitätschancen und Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen in ländlichen Räumen aufmerksam. "Barrieren müssen in den Gesetzen aber auch in den Köpfen abgebaut werden", so der IUFE-Obmann und Sprecher für Menschen mit Behinderung und Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP Huainigg. "Neben einer Energiewende braucht Österreich auch eine Mobilitätswende im Sinne des Ausbaus der ländlichen sozialen Infrastruktur, barrierefreier öffentlicher Verkehrsmittel und der Nahversorgung", sagt Bundesminister Andrä Rupprechter.

Mobilität in ländlichen Regionen Österreichs

"Die rund 1,6 Millionen Menschen in Österreich, die mit einer oder mehreren Behinderungen leben, finden zu selten Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben vor. Insbesondere der barrierefreie Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Telekommunikation und Gebäuden sollte österreichweit noch stärker gefördert werden", so Huainigg.

"Mit 'klimaaktiv mobil' hat mein Ressort Beratungs- und Förderangebote für klimafreundliche Mobilität im ländlichen Raum geschaffen. Neu ist auch ein attraktiver Förderbonus für soziale Dienste bei der Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb. Ab 1. Mai gibt es für umweltfreundliche Fahrzeuge, welche einen Personentransport im öffentlichen Interesse - beispielsweise Rollstuhltaxis oder Fahrzeuge der Hauskrankenpflege - durchführen, einen Förderbonus von bis zu 50 Prozent zur bisherigen 'klimaaktiv mobil'-Fahrzeugförderung", so Bundesminister DI Andrä Rupprechter.

"Mobilität und Barrierefreiheit sind für die Entwicklung des ländlichen Raums wesentliche Schlüsselfaktoren, auf die wir nicht verzichten können. Um ein starkes Zeichen zu setzen, widmen sich im Rahmen unserer Projektarbeit unter der Dachmarke 'Tat.Ort Jugend' in diesem Jahr unsere Orts- und Bezirksgruppen österreichweit auch den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen", so Isabelle Riedl, Stv. Bundesleiterin der Landjugend Österreich.

Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern

Rund 15 Prozent der Weltbevölkerung haben eine Behinderung und 80 Prozent davon leben in Entwicklungsländern. Zudem schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass sich aufgrund demographischer Veränderungen die Zahl der Menschen mit mittelschweren bis schweren Behinderungen bis zum Jahre 2035 verdoppeln wird. "2015 ist ein entscheidendes Jahr für die Entwicklungszusammenarbeit, aber vor allem auch für die inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Wenn im Herbst die internationalen Sustainable Development Goals beschlossen werden, wünschen wir uns, dass die Themen Inklusion und Behinderung essenzielle Bestandteile der Entwicklungsziele sind", so Johanna Mang von Licht für die Welt. Und ergänzt: "Gerade aktuelle Ereignisse wie das Erdbeben in Nepal zeigen, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit und Inklusion überall mitzudenken - sowohl in der Katastrophenhilfe als auch beim Wiederaufbau. Alle Maßnahmen müssen auch Menschen mit Behinderungen erreichen."

"Eine nachhaltige Entwicklung ist nur dann möglich, wenn Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen gewährleistet ist. In allen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit müssen sie mitbedacht werden. Zusätzlich braucht es spezielle Maßnahmen zum Empowerment von Menschen mit Behinderung", so der IUFE-Obmann Abg. Franz-Joseph Huainigg. Er begrüßt, dass die Regierung gestern im Ministerrat beschlossen hat, dem Nationalrat einen Entwurf für die Erhöhung der Mittel der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe vorzulegen.

Projekt "wheelday. Entwicklung bewegt!"

Das Projekt "wheelday. Entwicklung bewegt!" findet im Rahmen des Europäischen Jahrs für Entwicklung 2015 statt. Fördergeber: ERSTE Stiftung, Bundesministerium für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) und die Austrian Development Agency (ADA), Kooperationspartner: Licht für die Welt, Landjugend Österreich, ÖZIV Bundesverband. Nähere Informationen: www.iufe.at | www.wheelday.at

Die Projektvorstellung "wheelday", einen längeren Pressetext und weitere Informationen zu den mitwirkenden Organisationen sowie Kurz-Lebensläufe und Porträtfotos der Gesprächspartner/innen für die Presse finden Sie unter:
http://www.wheelday.at/mitmachen/downloadbereich/pressegespraech-am-2
9-april-2015/
(Schluss)

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