• 28.04.2015, 09:00:01
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Westsahara-Konflikt: Samariterbund und ÖSG fordern Ausweitung des UN-Mandats

Non-Profit-Organisationen begrüßen Entschließung des Nationalrats

Utl.: Non-Profit-Organisationen begrüßen Entschließung des
Nationalrats =

Wien (OTS) - Anlässlich der Sitzung des UN-Sicherheitsrates Ende
April fordern der Samariterbund und die Österreichisch-Saharauische
Gesellschaft (ÖSG) einmal mehr eine Ausweitung des Mandats der
UN-Mission MINURSO. Insbesondere die Beobachtung der
Menschenrechtssituation ist dringend notwendig.

"Wir wissen, dass die Menschenrechte in der von Marokko besetzten
Westsahara systematisch verletzt werden, etwa durch willkürliche
Festnahmen, unmenschlichen Behandlungen und Folter. Dem muss endlich
Einhalt geboten werden. Die Beobachtung der Menschenrechtslage durch
die UNO wäre ein wichtiger Schritt, da Marokko
Menschenrechtsorganisationen und Journalisten nicht in die besetzten
Gebiete lässt", fordert Mag. Andreas Balog, Vertreter des
Samariterbundes.

Die UN-Mission MINURSO wurde im April 1991 eingesetzt, um ein freies
Referendum durchzuführen. Aufgrund des Widerstands Marokkos konnte
die saharauische Bevölkerung ihr Recht auf Selbstbestimmung jedoch
bis heute nicht verwirklichen. Rund 160.000 Saharauis leben unter
prekären Bedingungen in Flüchtlingslagern in der Sahara.
Die Vorsitzende der ÖSG, Mag.a Karin Scheele zeigt sich erfreut über
das positive Signal des österreichischen Parlaments, dass nun im
Rahmen einer Entschließung ebenfalls die Ausweitung des Mandats der
UN-Mission MINURSO fordert. "Seit 40 Jahren hält Marokko die
Westsahara völkerrechtswidrig besetzt und beutet das an Rohstoffen
reiche Land aus. Auch manche europäischen Länder unterstützen das
marokkanische Regime und schweigen aufgrund ihrer wirtschaftlichen
Interessen."

Balog und Scheele fordern "es ist an der Zeit zu demonstrieren, dass
Menschenrechte und die Grundprinzipien des Rechts für alle gelten.
Gerade in letzter Zeit wird uns wieder deutlich vor Augen geführt,
dass Gleichgültigkeit gegenüber Unterdrückung in anderen Teilen der
Welt direkte Auswirkungen auf Europa haben kann. Gerade in unserer
heutigen globalisierten Welt geht uns dieses Problem alle an."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARB

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