Westsahara-Konflikt: Samariterbund und ÖSG fordern Ausweitung des UN-Mandats

Non-Profit-Organisationen begrüßen Entschließung des Nationalrats

Wien (OTS) - Anlässlich der Sitzung des UN-Sicherheitsrates Ende April fordern der Samariterbund und die Österreichisch-Saharauische Gesellschaft (ÖSG) einmal mehr eine Ausweitung des Mandats der UN-Mission MINURSO. Insbesondere die Beobachtung der Menschenrechtssituation ist dringend notwendig.

"Wir wissen, dass die Menschenrechte in der von Marokko besetzten Westsahara systematisch verletzt werden, etwa durch willkürliche Festnahmen, unmenschlichen Behandlungen und Folter. Dem muss endlich Einhalt geboten werden. Die Beobachtung der Menschenrechtslage durch die UNO wäre ein wichtiger Schritt, da Marokko Menschenrechtsorganisationen und Journalisten nicht in die besetzten Gebiete lässt", fordert Mag. Andreas Balog, Vertreter des Samariterbundes.

Die UN-Mission MINURSO wurde im April 1991 eingesetzt, um ein freies Referendum durchzuführen. Aufgrund des Widerstands Marokkos konnte die saharauische Bevölkerung ihr Recht auf Selbstbestimmung jedoch bis heute nicht verwirklichen. Rund 160.000 Saharauis leben unter prekären Bedingungen in Flüchtlingslagern in der Sahara.
Die Vorsitzende der ÖSG, Mag.a Karin Scheele zeigt sich erfreut über das positive Signal des österreichischen Parlaments, dass nun im Rahmen einer Entschließung ebenfalls die Ausweitung des Mandats der UN-Mission MINURSO fordert. "Seit 40 Jahren hält Marokko die Westsahara völkerrechtswidrig besetzt und beutet das an Rohstoffen reiche Land aus. Auch manche europäischen Länder unterstützen das marokkanische Regime und schweigen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Interessen."

Balog und Scheele fordern "es ist an der Zeit zu demonstrieren, dass Menschenrechte und die Grundprinzipien des Rechts für alle gelten. Gerade in letzter Zeit wird uns wieder deutlich vor Augen geführt, dass Gleichgültigkeit gegenüber Unterdrückung in anderen Teilen der Welt direkte Auswirkungen auf Europa haben kann. Gerade in unserer heutigen globalisierten Welt geht uns dieses Problem alle an."

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Karola Binder
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01 89 145-221, 0664 844 60 17
karola.binder@samariterbund.net
www.samariterbund.net

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ARB0001