- 25.04.2015, 08:00:01
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Erzdiözese Wien unterstellt allen Selbstständigen Steuerhinterziehung
- Zuvor wurden niederösterreichische Bauern illegaler Grundgeschäfte bezichtigt.
Utl.: - Zuvor wurden niederösterreichische Bauern illegaler
Grundgeschäfte bezichtigt. =
Wien (OTS) - Wenn´s um den eigenen finanziellen Vorteil geht, stellt
die Kirche gesellschaftliche Gruppen schnell mal unter
Generalverdacht. Zuerst hatte die Erzdiözese Wien den
niederösterreichischen Bauern systematische Schwarzgeldzahlungen
unterstellt. Niederösterreichs Ackerbauern warfen Kardinal Schönborn
vor, mit überhöhten Kaufpreisen systematisch den Bauern Ackerland
wegzukaufen ("Landgrabbing"). Dieser erwiderte, dass die Erzdiözese
eh den gleichen Preis wie die Bauern zahle, aber nicht auf die bei
den Bauern übliche Schwarzgeldzahlung zurückgreifen könne (der
Standard berichtete
http://derstandard.at/1358303864852/Kirche-klagt-ueber-Schwarzzahlung
en-bei-Ackerkaeufen). Nun leistet sich die Erzdiözese Wien die
nächste ungeheuerliche Entgleisung: An die Kirchenbeitragsstelle
erging die Anfrage, wieso der Mindestbeitrag für Selbstständige mit
96 EUR jährlich weitaus höher ist als für Unselbstständige mit 21
EUR. Die Antwort: "Im Gegensatz zum ausschließlich
Lohnsteuerpflichtigen gibt es für den Einkommensteuerpflichtigen eine
größere Vielfalt von Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Höhe des
zu versteuernden Einkommens. Nicht immer spiegeln die in den
Einkommensteuerbescheiden enthaltenen Zahlen die tatsächlichen
Einkommensverhältnisse wider." - "Unfassbar, mit welcher
Selbstverständlichkeit hier eine ganze Berufsgruppe als
Steuerhinterzieher diskreditiert wird. Und das ausgerechnet von einer
Organisation, die selbst vielfach steuerbefreit ist und sich
ungeniert jährlich 3,5 Mrd. EUR Subventionen und Vergünstigungen von
der Allgemeinheit, also uns allen holt. Ferner hat die Kirche bei dem
tausendfachen Missbrauch an den ihr anvertrauten Kindern, sowie den
Almosen mit denen diese abgespeist wurden, gezeigt, was sie unter
Verantwortung und Moral versteht", zeigt sich Christian Fiala von der
Initiative gegen Kirchenprivilegien empört.
www.kirchen-privilegien.at
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