Bundesminister Brandstetter: „Bestmögliche Betreuung für Jugendliche im Strafverfahren“

Justizminister Brandstetter eröffnet die bundesweit erste gemeinsame „Familien- und Jugendgerichtshilfe“ in Graz

Graz (OTS) - Justizminister Wolfgang Brandstetter möchte Jugendliche im Strafverfahren besser unterstützen. Dazu werden straffällige Jugendliche künftig von Psychologen und Sozialarbeitern der neuen Jugendgerichtshilfe betreut, die bei der Familiengerichtshilfe angesiedelt wird. Heute eröffnet Justizminister Brandstetter den österreichweit ersten gemeinsamen Standort der "Familien- und Jugendgerichtshilfe" in Graz, wo dieses Pilotprojekt seit Jahresbeginn erfolgreich erprobt wird. Die in der Steiermark gesammelten Erfahrungen sollen dabei in den bundesweiten Ausbau, der im Dezember 2015 startet, einfließen und diesen wesentlich vorantreiben.

Die Jugendgerichtshilfe: Unterstützung für Jugendliche

"Jugendliche im Strafverfahren brauchen die bestmögliche Betreuung. Die Jugendgerichtshilfe ist hier eine wichtige Stütze - eine Win-win-Situation für Jugendliche und die Justiz", betont Brandstetter heute.

Die Jugendgerichtshilfe führt im Auftrag des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft Jugenderhebungen durch, leistet Kriseninterventionsarbeit oder Haftentscheidungshilfe. Dazu erhebt sie das familiäre, schulische und berufliche Umfeld. In akuten Krisen der Jugendlichen werden die notwendigen sozialarbeiterischen oder psychologischen Sofortmaßnahmen getroffen. Besonders bedeutend sind Erhebungen für die Gerichte zur Entscheidung in Haftsachen, womit die Jugendgerichtshilfe zur Verkürzung von Untersuchungshaft bei Jugendlichen beiträgt. Das Team am Grazer Standort betreut die Bezirksgerichte Deutschlandsberg, Graz-Ost, Graz-West, Leibnitz und Voitsberg. Innerhalb der ersten Monate erhielten die vier Jugendgerichtshelfer bereits rund 70 Aufträge.

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