• 20.04.2015, 11:40:23
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Es ist unverzichtbar, jeden Tag für die Pressefreiheit einzustehen

Gemeinschaftsaktion der Zeitungsverlegerverbände in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz

Utl.: Gemeinschaftsaktion der Zeitungsverlegerverbände in
Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz =

Wien (OTS) - Ein demokratisch verfasstes Europa braucht eine freie,
selbstbewusste Presse. Medienmacher dürfen sich durch islamistischen
Terror wie die Attentate von Paris und Kopenhagen oder die Anschläge
extremistischer Gesinnungstäter gegen Journalisten und Verlagshäuser
weder provozieren noch verschrecken lassen. Das erklärten die
Präsidenten der deutschsprachigen Verlegerverbände anlässlich ihres
Treffens am 17. April in Luxemburg.

Allerdings sei die Verteidigung des Rechts auf Meinungs- und
Pressefreiheit nicht allein Sache von Verlegern und Journalisten,
betonten die Vertreter von Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger
(BDZV), Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Verband Schweizer
Medien und Luxemburgischem Verlegerverband. "Alle Demokraten sind
jeden Tag aufs Neue gefordert, auf der Pluralität der Meinungen zu
bestehen - und auf der Freiheit, sie zu äußern." An die Politik
richteten die Verbandspräsidenten den Appell, die Rahmenbedingungen
für die Arbeit einer freien und unabhängigen Presse zu sichern. Es
gelte, das Urheberrecht in Europa zu stärken. Ferner müsse der höhere
Mehrwertsteuersatz bei elektronischen Produkten an den reduzierten
Satz der gedruckten Presse angepasst werden.

Im Vorfeld des Internationalen Tags der Pressefreiheit (am 3. Mai)
präsentieren die deutschsprachigen Verlegerverbände eine gemeinsame
Anzeige für die Pressefreiheit, die allen Zeitungen in Deutschland,
Österreich, der Schweiz und Luxemburg zum Abdruck in den Ausgaben
rund um den 3. Mai angeboten wird. Das Sujet wurde von der Wiener
Agentur Lowe GGK realisiert.

"Der schreckliche Anschlag auf das Pariser Satiremagazin ‚Charlie
Hebdo’ hat Europas Wahrnehmung auf die Pressefreiheit verändert.
Vorher war der Schutz dieses zerbrechlichen Gutes für viele Menschen
nicht greifbar, weil man Attentate auf Journalisten in der Mitte
Europas in diesem Ausmaß für undenkbar hielt", betonte Thomas
Kralinger, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ)
und ergänzte: "Heute wissen nicht nur Medienmacher, sondern auch
viele Bürger und Politiker, dass es unverzichtbar ist, für die
Pressefreiheit Tag für Tag einzustehen. Zudem zeigen aktuell die
Cyberangriffe auf den französischen Fernsehsender TV5 und die
belgische Mediengruppe Rossel, dass sich für Medien ganz neue
Bedrohungsszenarien auftun. Die Pressefreiheit braucht unabhängige
Zeitungen und Magazine, die auf wirtschaftlich gesunden Beinen
stehen, und Journalisten, die sich nicht unter Druck setzen lassen.
Das ist auch hierzulande keine Selbstverständlichkeit und dafür
müssen wir weiter kämpfen."

"Deutschland ist eines der wenigen Länder weltweit, in denen das
Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit nicht nur im Grundgesetz
verankert ist, sondern täglich gelebt wird", sagte dazu
BDZV-Präsident Helmut Heinen. "Doch auch hier gibt es Attacken auf
das freie Wort, werden Journalisten beleidigt, bedroht oder sogar
tätlich angegriffen, nur weil sie ihre Arbeit tun. Wir wehren uns
gegen jeden Versuch, die freie Presse mundtot zu machen."

"Die Einschränkung der Pressefreiheit hat viele Gesichter", so Alvin
Sold, Präsident des Luxemburger Verlegerverbands A.L.E.J. "Leider
erleben wir auch in modernen Demokratien, wie immer wieder versucht
wird, die freien Medien durch wirtschaftlichen Druck oder den Entzug
von Mitteln in ihren Grundfesten zu erschüttern. Echte Demokraten
müssen beherzt für die Lebensfähigkeit der Presse eintreten. Nur so
garantieren sie eine lebendige, bürgernahe Demokratie."

"Die Bundesverfassung der Schweiz schreibt ausdrücklich die Presse-
und Meinungsfreiheit vor", sagte Hanspeter Lebrument, Präsident des
Verbands Schweizer Medien. "Es ist ein Freiheitsgut, dem zu Recht ein
hohes Gewicht beigemessen wird. Die Schweiz gehört mit zu jenen
Ländern, die sich dafür einsetzen, dass Presse- und Meinungsfreiheit
weltweit zu einem Gut jedes Menschen werden."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VOZ

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