- 20.04.2015, 10:10:45
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Bures: Vorschläge der SchülerInnen für Politik wichtig
Österreichisches SchülerInnenparlament diskutiert im Sitzungsaal des Nationalrats
Utl.: Österreichisches SchülerInnenparlament diskutiert im
Sitzungsaal des Nationalrats =
Wien (PK) - Zum ersten Mal tagt heute das Österreichische
SchülerInnenparlament (ÖSIP) im Hohen Haus. Das Parlament als Zentrum
der demokratischen Auseinandersetzung sei der beste Ort für die
Diskussionen des ÖSIP, erklärte heute Nationalratspräsidentin Doris
Bures ihre Einladung an die 150 Schülerinnen und Schüler, auf den
Rängen der Nationalratsabgeordneten Platz zu nehmen. Hier gelte es,
die unterschiedlichen Meinungen darzustellen und miteinander an
Lösungsvorschlägen zu arbeiten, verdeutlichte die Präsidentin und lud
mit dem Appell "Gemeinsames in den Mittelpunkt rücken" die jungen
Delegierten ein, engagiert die demokratischen Prinzipien zu leben.
"Die Meinungen Jugendlicher sind wichtig für die Zukunft",
unterstrich Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer
Begrüßung. Den Anliegen des SchülerInnenparlaments messe sie daher
einen hohen Stellenwert in der Bildungspolitik bei, gerade
hinsichtlich Chancengleichheit in der Schullaufbahn. Die
Ausbildungsgarantie der Bundesregierung habe zum Ziel, allen
Jugendlichen einen Bildungsabschluss zu ermöglichen, und zwar auf
Basis von kontinuierlicher Förderung vom Kindergarten an. Ganztägig
geführte Schulformen sind für Heinisch-Hosek in diesem Zusammenhang
das Lernumfeld der Wahl, da dort unabhängig von der sozialen Herkunft
alle SchülerInnen ihre Interessen und Talente gemeinsam mit den
Lehrkräften am besten weiterentwickeln könnten.
Viel Anerkennung für ihr schulpolitisches Engagement erhielten die
Jugendlichen von den anwesenden Abgeordneten Katharina Kucharowits
(S), Brigitte Jank (V), Harald Walser (G), Robert Lugar (T) und
Matthias Strolz (N). In ihren Statements betonten die MandatarInnen
die Bedeutung von SchülerInnen, die im Bildungswesen mitgestalten -
immer wieder kam dabei das Stichwort "Schulautonomie" auf. Strolz
kündigte an, bei der kommenden Nationalratssitzung mehrere Anträge
des SchülerInnenparlaments namens seiner Fraktion vorzubringen.
Initiiert von der Bundesschülervertretung tagt das Österreichische
SchülerInnenparlament regelmäßig zu bildungspolitischen Fragen. Ziel
dabei ist, Jugendlichen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten im
Schulbereich zu geben. Im Vorfeld der SchülerInnenparlament-
Plenarsitzungen übertragen die Jugendlichen ihre Forderungen an die
Politik in Anträge, über die sie diskutieren und abstimmen. Aktuelle
Themen für das ÖSIP sind Fragen, die auch die öffentliche
Bildungsdebatte prägen, etwa Talenteförderung, mehr Schulautonomie,
politische Bildung als Pflichtfach und Supportpersonal zur Entlastung
der Lehrkräfte. (Schluss) rei
HINWEIS: Fotos vom Österreichischen SchülerInnenparlament finden Sie
im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.
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