- 16.04.2015, 10:00:29
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Kreditinstitute verzeichneten 2014 wieder positives Jahresergebnis
Konsolidierte Ertragslage der in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute im Jahr 2014
Utl.: Konsolidierte Ertragslage der in Österreich meldepflichtigen
Kreditinstitute im Jahr 2014 =
Wien (OTS) - Im Jahr 2014 erzielten die österreichischen
Kreditinstitute wieder ein positives Ergebnis in Höhe von 1,4 Mrd
EUR, nachdem das konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen im Jahr 2013 in Höhe von -1,0 Mrd EUR erstmalig
negativ ausgefallen war. Die Verbesserung um 2,4 Mrd EUR im Vergleich
zum Jahr 2013 liegt einerseits am Wegfall der mittlerweile
restrukturierten Hypo Alpe Adria AG , die im Jahr 2013 noch einen
Verlust von 1,9 Mrd EUR gemeldet hatte; andererseits konnte eine
Großbank, die im Vorjahr hohe Firmenwertabschreibungen vorgenommen
hatte, ihr Ergebnis 2014 deutlich verbessern.
Im Jahr 2014 erzielten die österreichischen Kreditinstitute
Betriebserträge (ohne Risikovorsorgen) in Höhe von 28,7 Mrd EUR. Dies
entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Jahr 2013 in Höhe von 2,8
%.
Begründen lässt sich dies zum einen mit dem Rückgang des
Handelserfolgs , der sich im Jahr 2014 um 36,1 % auf 1,5 Mrd EUR
reduzierte; zum anderen mit der Entwicklung des sonstigen
betrieblichen Ergebnisses. Im Jahr 2013 war aus dem sonstigen
betrieblichen Bereich noch ein positiver Beitrag in Höhe von 302,0
Mio EUR erzielt worden. Aufgrund geänderter aufsichtsrechtlicher
Meldebestimmungen , wonach im sonstigen betrieblichen Ergebnis im
Jahr 2014 keine Erträge und Aufwendungen seitens vollkonsolidierter
Industriebeteiligungen mehr enthalten sind, verschlechterte sich
dieses im Vergleich zu 2013 auf -716,3 Mio EUR.
Dem entgegen wirkte das Nettozinsergebnis, das im Jahr 2014
verglichen mit dem Jahr 2013 etwas besser ausfiel. Da die Zinserträge
einen geringeren Rückgang als die Zinsaufwendungen auswiesen, konnte
bei der wichtigsten Ertragskomponente der österreichischen
Kreditinstitute eine Steigerung um 3,9 % auf 19,3 Mrd EUR gegenüber
dem Jahr 2013 festgestellt werden. Auch das Provisionsgeschäft fiel
besser aus: es stieg um 2,0 % auf 7,7 Mrd EUR an.
Trotz der geringeren Betriebserträge konnten die österreichischen
Kreditinstitute ihr konsolidiertes Betriebsergebnis (ohne
Risikovorsorge) um 16,8 % auf 9,3 Mrd EUR verbessern. Dies ist zum
Teil auf die gegenüber dem Jahr 2013 um 4,9 % auf 16,2 Mrd EUR
gesunkenen Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen, wobei sich vor
allem die Reduktion der Personalaufwendungen um 8,0 % auf 9,5 Mrd EUR
auswirkte. Die Sachaufwendungen in Höhe von 6,6 Mrd EUR blieben
hingegen nahezu konstant.
Des Weiteren kam es 2014, trotz der Wertminderungen immaterieller
Vermögenswerte zweier Großbanken in wesentlicher Höhe, bei den
Abschreibungen insgesamt zu einer deutlichen Reduktion in Höhe von
29,6 % auf 3,2 Mrd EUR. Allerdings waren 2013 die Abschreibungen
aufgrund einer hohen Sonderbelastung einer weiteren Großbank im
Zusammenhang mit der Wertminderung von Firmenwerten geprägt.
Insgesamt erzielten die österreichischen Kreditinstitute nach dem
Verlust im Jahr 2013 in Höhe von -1,0 Mrd EUR wieder ein positives
konsolidiertes Jahresergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen
in Höhe von 1,4 Mrd EUR. Dies entspricht einer Verbesserung zum
Vorjahr in Höhe von 2,4 Mrd EUR, wobei die im Rahmen des SSM direkt
von der EZB beaufsichtigten Kreditinstitute in Summe keinen Beitrag
zum positiven konsolidierten Jahresergebnis leisteten.
Maßgeblichen Einfluss auf den Anstieg des Betriebsergebnisses und
insbesondere des konsolidierten Jahresergebnisses hatte die nun nicht
mehr zu berücksichtigende Hypo Alpe Adria AG. Dies wirkte sich vor
allem auf die Aufwendungen für Risikovorsorgen aus, die um 11,8 % auf
6,2 Mrd EUR zurückgingen, obwohl zwei Großbanken 2014 aufgrund der
Entwicklungen in der Ukraine und Rumänien höhere Risikovorsorgen
bilden hatten müssen.
Demgegenüber standen gestiegene Ertragssteuern in Höhe von 1,8 Mrd
EUR, die sich auf das Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen belastend auswirkten.
Aufgrund aktueller Entwicklungen seitens der
Landes-Hypothekenbanken sind zusätzliche Wertberichtigungen im
Zusammenhang mit der HETA Asset Resolution AG für das Jahr 2014 zu
erwarten. Daraus können sich Abweichungen zu den angeführten
aufsichtsstatistischen Meldedaten und somit dem genannten
Jahresergebnis in Höhe von 1,4 Mrd EUR ergeben. Allerdings geht die
OeNB aus heutiger Sicht davon aus, dass das konsolidierte
Jahresergebnis der österreichischen Kreditinstitute auch nach
Berücksichtigung etwaiger zusätzlicher Wertberichtigungen seitens der
Landes-Hypothekenbanken positiv sein wird.
Weitere statistische Informationen unter www.oenb.at im Bereich
Statistik.
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