Neues Volksblatt: "Wiener Welt" von Markus EBERT

Ausgabe vom 1. April 2015

Linz (OTS) - "Zwei mal drei macht vier,
widewidewitt und drei
macht neune,
ich mach mir die Welt,
widewide wie sie mir gefällt".
So singt bekanntlich Erwachsenenschreck Pippi Langstrumpf, und wie es scheint, singen dieses Lied die Roten und die Grünen in der Bundeshauptstadt aus Leibeskräften mit. Denn nach all dem, was da in den letzten Tagen passiert ist, kann man nur davon ausgehen, dass sich die Genossen und ihr grüner Koalitionspartner die politische Welt so machen, wie sie ihnen gefällt. Die durch den zur SPÖ übergelaufenen Gemeinderat blamierten Grünen sehen bekanntlich immer noch keinen Grund, die Koalition aufzukündigen. Im Gegenteil: Sogar Bundeschefin Eva Glawischnig steht hinter der Entscheidung von Maria Vassilakou, die Regierungsarbeit bis zur Wahl im Oktober weiterzuführen.
Michael Häupl wiederum versichert treuherzig, den grünen Überläufer "nicht gekauft" zu haben. Was die Zusicherung eines roten Mandats in der nächsten Periode sonst sein sollte, weiß nur Häupl - aber das ist halt seine Welt.
Dass die Wiener Roten machtbesessen sind, ist ja nicht neu, dass sich aber die Grünen ebenso selbstverlogen an die Machthaberer klammern, ist sehr wohl neu. Für Prediger des Anstands und der reinen politischen Morallehre, als die sich die Bundesgrünen gerne gerieren, sind Vassilakou und FreundInnen jedenfalls kein Aushängeschild.

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