• 31.03.2015, 08:58:48
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Equal-Pay-Day: WKÖ-Moretti fordert wirksame Maßnahmen für Chancengleichheit

Frau in der Wirtschaft: Vereinbarkeit noch immer weitgehend Frauensache – Kinderbetreuung optimieren und gesellschaftliches Umdenken vorantreiben

Utl.: Frau in der Wirtschaft: Vereinbarkeit noch immer weitgehend
Frauensache – Kinderbetreuung optimieren und
gesellschaftliches Umdenken vorantreiben =

Wien (OTS) - "Wir brauchen optimale Rahmenbedingungen, um Frauen im
Wirtschaftsleben zu unterstützen", wünscht sich Adelheid Moretti,
Vertreterin der Unternehmerinnen in Österreich, anlässlich des
diesjährigen Equal Pay Days wirksame Maßnahmen, die die
Chancengleichheit für Frauen ermöglichen. "Österreichs Frauen sind
top ausgebildet, müssen bei Beruf und Karriere aber oft deshalb nach
wie vor zurückstecken, weil die Verantwortung für die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie immer noch weitgehend Frauensache ist und die
Rahmenbedingungen einfach mangelhaft sind", so Moretti.

So stellen etwa die wenig flexiblen Öffnungs- und Schließzeiten von
Kinderbetreuungseinrichtungen eine Hürde für jede berufstätige Frau
dar, konkretisiert Moretti und appelliert: "Deshalb treten wir auch
seit Jahren so vehement für eine qualitativ hochwertige, leistbare
und flexible Kinderbetreuung ein. Wir fordern, die Schließzeiten auf
maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und gleichzeitig die
Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche auszuweiten."

Mädchen noch stärker zu technischen Ausbildungen und Berufen
führen

Die Vereinbarungsmaßnahmen müssten zudem von einem gesellschaftlichen
Umdenken begleitet werden, so Moretti. Denn eine Ursache von
Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern liegt für Moretti
darin, dass Frauen in jenen Branchen mit unterdurchschnittlichen
Löhnen überproportional vertreten sind. Deshalb gelte es dringend,
tief verwurzelte, traditionelle Rollenmuster aufzubrechen. Ansetzen
müsse man hierzu bereits im Vorschulalter, in der pädagogischen
Erziehung und in weiterer Folge in der Berufsberatung. "Nach wie vor
orientieren sich Männer und Frauen bei der Berufswahl an
traditionellen Rollenbildern - Stereotype setzen sich leider noch
immer durch", so Moretti. Dabei gäbe es mittlerweile genügend starke
Frauen, die als Role Models dienen.

"Denn Österreichs Wirtschaft ist weiblich, und darauf sind wir
stolz: Jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau geführt, und der
Frauenanteil bei Unternehmensneugründungen steigt kontinuierlich an".
Bei den Unternehmensgründungen 2014 konnte mit 43,5 Prozent
Frauenanteil (ohne selbständige Personenbetreuerinnen) sogar ein
neuer Rekordwert an Gründerinnen erreicht werden. (PWK233/ES)

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