Equal-Pay-Day: WKÖ-Moretti fordert wirksame Maßnahmen für Chancengleichheit

Frau in der Wirtschaft: Vereinbarkeit noch immer weitgehend Frauensache – Kinderbetreuung optimieren und gesellschaftliches Umdenken vorantreiben

Wien (OTS) - "Wir brauchen optimale Rahmenbedingungen, um Frauen im Wirtschaftsleben zu unterstützen", wünscht sich Adelheid Moretti, Vertreterin der Unternehmerinnen in Österreich, anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days wirksame Maßnahmen, die die Chancengleichheit für Frauen ermöglichen. "Österreichs Frauen sind top ausgebildet, müssen bei Beruf und Karriere aber oft deshalb nach wie vor zurückstecken, weil die Verantwortung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer noch weitgehend Frauensache ist und die Rahmenbedingungen einfach mangelhaft sind", so Moretti.

So stellen etwa die wenig flexiblen Öffnungs- und Schließzeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen eine Hürde für jede berufstätige Frau dar, konkretisiert Moretti und appelliert: "Deshalb treten wir auch seit Jahren so vehement für eine qualitativ hochwertige, leistbare und flexible Kinderbetreuung ein. Wir fordern, die Schließzeiten auf maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und gleichzeitig die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche auszuweiten."

Mädchen noch stärker zu technischen Ausbildungen und Berufen führen

Die Vereinbarungsmaßnahmen müssten zudem von einem gesellschaftlichen Umdenken begleitet werden, so Moretti. Denn eine Ursache von Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern liegt für Moretti darin, dass Frauen in jenen Branchen mit unterdurchschnittlichen Löhnen überproportional vertreten sind. Deshalb gelte es dringend, tief verwurzelte, traditionelle Rollenmuster aufzubrechen. Ansetzen müsse man hierzu bereits im Vorschulalter, in der pädagogischen Erziehung und in weiterer Folge in der Berufsberatung. "Nach wie vor orientieren sich Männer und Frauen bei der Berufswahl an traditionellen Rollenbildern - Stereotype setzen sich leider noch immer durch", so Moretti. Dabei gäbe es mittlerweile genügend starke Frauen, die als Role Models dienen.

"Denn Österreichs Wirtschaft ist weiblich, und darauf sind wir stolz: Jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau geführt, und der Frauenanteil bei Unternehmensneugründungen steigt kontinuierlich an". Bei den Unternehmensgründungen 2014 konnte mit 43,5 Prozent Frauenanteil (ohne selbständige Personenbetreuerinnen) sogar ein neuer Rekordwert an Gründerinnen erreicht werden. (PWK233/ES)

Rückfragen & Kontakt:

Frau in der Wirtschaft
Mag. Veronika Weinbergmair
Telefon: +43 5 90 900 3042
veronika.weinbergmair@wko.at
Internet: http://wko.at/unternehmerin

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001