Walser: Werbung mit "Innviertler Hasenjagd" ist unfassbare Entgleisung

Grüne fordern Entschuldigung der Discobetreiber

Wien (OTS) - "Mit Dummheit allein oder Ignoranz kann man die Werbung nicht entschuldigen", zeigt sich der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser fassungslos über die derzeit in Ried im Innkreis platzierte Werbung unter dem Titel "Innviertler Hasenjagd" einer Diskothek für eine Veranstaltung am Ostersonntag.
"Der Begriff 'Mühlviertler Hasenjagd' stammt von der SS und bezeichnete verharmlosend ein grauenhaftes Verbrechen gegen fast 500 aus dem Konzentrationslager Mauthausen entflohene sowjetische Offiziere, die auf grausame Art unter Mithilfe der Bevölkerung gejagt und ermordet wurden", so Walser und weiter: "Gerade in Oberösterreich ist es wichtig, mit der Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen verantwortungsvoll umzugehen."
Nur elf Offiziere überlebten, weil sie bei Bauern Unterschlupf finden oder sich bis Kriegsende in den Wäldern verstecken konnten. Der Stadt Ried rät Walser, gegen eine derartig sexistische und vergangenheitspolitische Entgleisung entschieden vorzugehen. Von den Betreibern der Disco fordert Walser eine Entschuldigung und empfiehlt, den Ostersonntag dazu zu nutzen, den Film "Hasenjagd - Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" des Regisseurs Andreas Gruber anzuschauen: "Derartige Fehlleistungen wie dieses Plakat sollten dann nicht mehr passieren."

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