• 27.03.2015, 11:46:50
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Bundesminister Ostermayer: Kulturaustausch mit Litauen intensivieren

Arbeitsgespräch mit dem litauischen Vizekulturminister Jarockis

Utl.: Arbeitsgespräch mit dem litauischen Vizekulturminister
Jarockis =

Wien (OTS) - "Litauen und Österreich pflegen bereits seit Jahren
einen intensiven Künstleraustausch, vor allem im Bereich der
bildenden Kunst und der Literatur. Und wir haben uns darauf
verständigt, dass wir das Artist in Residence-Programm auf der
Kuratorenebene erweitern wollen", sagte Kulturminister Josef
Ostermayer heute, Freitag, anlässlich eines Arbeitsgesprächs mit
Romas Jarockis, Vizekulturminister von Litauen, im Bundeskanzleramt.
Dies sei sinnvoll und habe eine enorm unterstützende Wirkung auf die
Entwicklungen und die internationale Vernetzung von zeitgenössischer
Kunst beider Länder.

Wesentlich sei im Zusammenhang mit den Kooperationen zwischen den
beiden Ländern auch die Verlängerung des "Memorandum of
Understanding": "Es bildet den institutionellen Rahmen der
ausgezeichneten bilateralen Kulturbeziehungen zwischen Litauen und
Österreich. Ein zentraler Bestandteil davon ist die Verständigung auf
den Austausch von Expertinnen und Experten sowie das
Künstler-Austauschprogramm. Und so war die Neuverhandlung und die
heutige Unterzeichnung dieses Abkommens beiden Seiten ein großes
Bedürfnis." Es werden auch eine verstärkte Zusammenarbeit von
Kultureinrichtungen, Austauschprogramme für Künstlerinnen und
Künstler, der Austausch von Know-how und die gegenseitige Teilnahme
an Veranstaltungen und Symposien angestrebt. Einer der Höhepunkte der
kulturellen Zusammenarbeit der beiden Länder zeichnete sich 2009 in
den europäischen Kulturhauptstädten Linz und Vilnius ab.

Zu den Debatten rund um das geplante Freihandelsabkommen TTIP hielt
Kulturminister Ostermayer fest: "Die von der EU-Kommission
angestrebte Ausnahme für Kultursubventionen aus dem
TTIP-Geltungsbereich ist nicht ausreichend. Kunst und Kultur dürfen
nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien bewertet werden." Neben dem
audiovisuellen Bereich würde momentan auch der Bereich Literatur in
Österreich intensiv diskutiert werden. "Eine potenzielle Gefährdung
des Kulturgutes Buch durch das geplante Freihandelsabkommen mit den
USA darf keinesfalls hingenommen werden", so Ostermayer abschließend.

Fotos von diesem Arbeitsgespräch sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, www.fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei
abrufbar.

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