• 26.03.2015, 12:40:34
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Nationalrat – Königsberger-Ludwig: Selbstbestimmung und die Würde des Menschen sind untrennbar miteinander verbunden

Maßnahmen zum flächendeckenden Ausbau von Palliativversorgung und Hospizbetreuung

Utl.: Maßnahmen zum flächendeckenden Ausbau von Palliativversorgung
und Hospizbetreuung =

Wien (OTS/SK) - "Die Würde des Menschen hat vor allem mit
Selbstbestimmung und dem Erhalt der Autonomie zu tun", betont
SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike
Königsberger-Ludwig, heute, Donnerstag im Nationalrat bei der Debatte
zum Maßnahmenkatalog der Enquete-Kommission. "Die Politik muss die
Rahmenbedingungen schaffen, dass eine selbstbestimmte Lebensweise
auch am Ende des Lebens umgesetzt werden kann", ist die Abgeordnete
überzeugt. Sie fordert die rasche Umsetzung einer flächendeckenden
Palliativ- und Hospizbetreuung, wie sie im Bericht der
Enquetekommission vorgesehen ist. Die Erfüllung der individuellen
Bedürfnisse eines sterbenden Menschen müsse im Mittelpunkt stehen.
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Am Ende der Enquete-Kommission wurde der Maßnahmenkatalog mit 50
Zielsetzungen fixiert, die vor allem den flächendeckenden Ausbau der
Palliativ- und Hospizbetreuung zum Ziel hat. "Wir müssen
sicherstellen, dass unabhängig von Wohnort oder finanzieller
Situation jeder und jene Palliativversorgung in Anspruch nehmen
kann", sagt Königsberger-Ludwig, "deswegen sind neben den
Gesundheits- und Sozialministerien auch die Länder, die
Sozialversicherungsträger sowie der Finanzminister - im Rahmen der
Finanzausgleichsverhandlungen - gefordert dieses gemeinsame Ziel
umzusetzen."

Verbesserungspotenzial sieht Königsberger-Ludwig auch bei der
Vorsorgevollmacht und PatientInnenverfügung. "Gerade die
PatientInnenverfügung ist ein ausgezeichnetes Instrument für die
Selbstbestimmung auch am Ende des Lebens, aber sie ist sehr wenig in
der Bevölkerung verankert", so die Abgeordnete. Nur vier Prozent der
Menschen in Österreich haben eine derartige Verfügung unterschrieben.
"Hier müssen wir gemeinsam ansetzen um das Instrument zur
Selbstbestimmung am Ende des Lebens noch mehr ins Bewusstsein zu
bringen und auch leichter zugänglich zu machen, denn die
Selbstbestimmung und Würde des Menschen sind untrennbar miteinander
verbunden."

Königsberger-Ludwig bedankte sich bei allen ExpertInnen für die guten
Diskussionsbeiträge, den BürgerInnen für die vielen Statements auf
der Parlamentswebsite und bei den Abgeordneten-KollegInnen für die
wertschätzende Diskussionskultur bei der Enquete-Kommission und fügte
den Wunsch an, dass dies auch nun, wo es in die Umsetzungsphase geht
beibehalten werden solle. "Das Thema eignet sich nicht für
politisches Hick-Hack, es soll die Menschen in den Mittelpunkt
stellen die es betrifft", appelliert die Abgeordnete an die
KollegInnen. (Schluss) up/bm/mp

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