• 26.03.2015, 11:51:47
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FFG: Mehr Dynamik für die Forschungsförderung in Österreich

2014 hat die FFG Start-Up-Unternehmen mit 71 Mio. Euro gefördert; 460 Mio. € an Förderungen für innovative Projekte ausgezahlt; Rund 3.300 Projekte neu bewilligt

FFG: Mehr Dynamik für die Forschungsförderung in
Österreich

Utl.: 2014 hat die FFG Start-Up-Unternehmen mit 71 Mio. Euro
gefördert; 460 Mio. € an Förderungen für innovative Projekte
ausgezahlt; Rund 3.300 Projekte neu bewilligt =

Wien (OTS/Wien) - "Jeder Euro, den wir in Forschungs- und
Innovationsprojekte investieren, kommt mehrfach wieder zurück: Denn
nur eine innovative Wirtschaft ist global konkurrenzfähig, schafft
Arbeitsplätze, und generiert damit wieder Steuereinnahmen", erklärten
Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, Geschäftsführer der
Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG am Donnerstag
anlässlich der Präsentation der Bilanz 2014. Die Gesamtsumme an
ausbezahlten Förderungen stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozent
auf 460 Millionen Euro, 3.284 Projekte wurden neu bewilligt (+ 9 %).
"Die Beteiligungen, also die Anzahl der Antragsteller und Partner in
den geförderten Projekten, sind mit einem Plus von 23 Prozent
besonders stark gestiegen", so die FFG-Geschäftsführer, "Nie zuvor
hat es mehr forschende und innovative Organisationen in Österreich
gegeben als heute."

So erfreulich diese Zahlen auch sind: Die Bilanz hat auch
Schattenseiten. So wurden der FFG im Jahr 2014 nur mehr 492 Millionen
Euro an "frischem Geld" (Mittelbindung) zur Verfügung gestellt, im
Jahr zuvor waren es noch 587 Millionen Euro. Den Höchstwert bildete
das Jahr 2008 mit 652 Millionen Euro. "Rechnet man die
programmbedingten Schwankungen heraus, so muss die FFG seit sieben
Jahren mit nahezu gleichbleibenden Budgets immer neue
Herausforderungen bewältigen. Noch zehren wir bei den Auszahlungen
von früheren, budget-stärkeren Jahren", so die FFG-Geschäftsführer.
"Aber ob wir das hohe Niveau an Unterstützungsleistungen für die
innovative österreichische Wirtschaft auch weiterhin halten und
zusätzlich neue Maßnahmen umsetzen können, ist fraglich."

Forschungsförderung ist effektive Standortpolitik

"Stabilität ist gut, aber der Wirtschaftsstandort Österreich verdient
mehr Dynamik", betont FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. Wie
laufende Evaluierungen zeigen, bewirkt ein Euro FFG-Förderung im
Durchschnitt innerhalb von vier Jahren nach Projektende rund elf Euro
zusätzlichen Umsatz. 86 Prozent der geförderten Projekte währen ohne
FFG-Unterstützung nicht oder nur in deutlich geringerem Ausmaß
durchgeführt worden. "Diese Hebelwirkung spricht für sich", so
FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. "Forschungs- und
Innovationsförderung ist effektive Standortpolitik."
Besonders wichtig sei die rasche Umsetzung von neuen Ideen in
wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen, so die
FFG-Geschäftsführer: "Nur die FFG fördert über den gesamten
Innovationszyklus hinweg, von der Grundlagenforschung bis zum
Markteintritt. Denn: So differenziert wie unser Angebot sind auch die
Bedürfnisse unserer Kunden." Von insgesamt 620 Millionen Euro, die
2014 an Förderungen neu bewilligt wurden (einschließlich Darlehen und
Haftungen), fließen rund 60 Prozent an innovative Unternehmen (368
Mio. Euro), rund 17 % an Kompetenzzentren (104 Mio. Euro), 9,5 % an
Forschungseinrichtungen (59 Mio. Euro) und 13 % an Hochschulen (81
Mio. Euro).

FFG: Erste Adresse für innovative Unternehmensgründer

Um jungen Unternehmen einen besonderen Wachstumsschub zu geben, hat
die FFG ihr Angebot für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie
Start-Up in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Knapp drei Viertel
aller von der FFG geförderten Unternehmen sind KMU (72,3%), rund 71
Millionen Euro werden allein für Start-Up-Unternehmen aufgewendet. Im
Jahr 2014 waren knapp 30 Prozent der Antragsteller bei der FFG
Neukunden. "Immer mehr Organisationen erkennen, dass sie nur mit
einem konsequenten Innovationskurs auch international erfolgreich
sein können", so Egerth.

Forschungsförderung ist mehr als "nur" Geld

Für das Ziel, Österreich zu einem "Innovation Leader" zu machen, sind
auch die nicht-monetären Rahmenbedingungen ausschlaggebend, wie die
wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen, Kompetenz und
Verfügbarkeit von Forschungspersonal, der Umgang mit geistigem
Eigentum und die Vernetzung der Akteure. "Daher bietet die FFG über
die finanziellen Förderungen hinaus ein breites
Dienstleistungsangebot", so FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. Dazu
zählen etwa die Jobbörse für Forschung und Technologie, die Gutachten
für die Forschungsprämie, Unterstützungen für die Karriere junger
Forscherinnen und Forscher oder Beratungs- und
Vernetzungsdienstleistungen. "Die FFG ist der One-Stop-Shop im
Bereich der Förderung von rot-weiß-roten Innovationen. Wir begleiten
unsere Kunden als aktiver Partner", so Pseiner.

Mit der FFG international erfolgreich

Erste Ergebnisse zeigen: Auch im neuen EU-Forschungsprogramm "Horizon
2020" sind Österreichische Organisationen sehr erfolgreich. Bereits
in den ersten Ausschreibungen wurden 189 forschenden Organisationen
aus Österreich für ihre Teilnahme an Projekten insgesamt 64 Millionen
Euro bewilligt (Stand: November 2014). Die Erfolgsrate liegt mit 15,4
Prozent leicht über dem EU-Schnitt. Hochgerechnet auf das gesamte
Jahr 2014 werden über 200 Millionen Euro an Förderzusagen für
Österreich erwartet.

Um auch die Zusammenarbeit mit den außereuropäischen Ländern auf eine
neue Qualitätsstufe zu heben, setzt die FFG einen Schwerpunkt in
Regionen mit hohem Wachstumspotenzial. "Forschung und Innovation
finden zunehmend im internationalen Kontext statt. Gerade im
asiatischen Raum und in anderen Ländern wie Israel, Brasilien und den
USA zeigt sich eine überdurchschnittliche Innovationsdynamik", so
FFG-Geschäftsführerin Egerth. "Internationale Vernetzung darf keine
Frage der Unternehmensgröße sein, auch kleine Unternehmen brauchen
neue Märkte und Kooperationspartner für Forschung und Innovation. Und
dabei unterstützen wir sie aktiv."

Breitbandausbau: Neue Herausforderung für die FFG

Zusätzlich zu ihrem bisherigen Portfolio soll die FFG die Mittel aus
der sogenannten "Breitband-Milliarde" vergeben. "Die FFG hat seit
ihrer Gründung vor über zehn Jahren ein hochprofessionelles System
für die Umsetzung verschiedener Programme und Ausschreibungen
entwickelt", so FFG-Geschäftsführer Pseiner. "Wir freuen uns, dass
der Bund auf die Kompetenz und Erfahrung der FFG vertraut." Die
Fördermittel sollen bis 2020 in drei Phasen vergeben werden: noch in
diesem Jahr sollen 300 Millionen Euro ausgeschrieben werden, 400
Millionen in den Jahren 2016 und 2017, und weitere 300 Millionen in
den Jahren 2018 und 2019. Die Gelder werden im Wettbewerbsverfahren
vergeben, und zwar technologieneutral (also ohne Bevorzugung
bestimmter Technologien), und auf Gebiete fokussiert, die ohne
Förderung unterversorgt bleiben würden.

Neue Impulse notwendig

"Neue Initiativen für die sich ändernden Herausforderungen bedürfen
auch verstärkter Anstrengungen", so die FFG-Geschäftsführer
abschließend. "Wir dürfen den Anschluss an die Spitze nicht
verlieren."

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