• 26.03.2015, 11:16:39
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Wohlmuth: Pensionistenverband fordert: Schluss mit der Altersdiskriminierung im Vergaberecht

Weg vom "Billigstbieter-Prinzip" - Sozialkriterien müssen Eingang in Vergaberecht finden

Utl.: Weg vom "Billigstbieter-Prinzip" - Sozialkriterien müssen
Eingang in Vergaberecht finden =

Wien (OTS/PVOE) - Zur aktuellen Diskussion um das Vergaberecht von
Aufträgen fordert Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des
Pensionistenverbandes: "Schluss mit der Altersdiskriminierung im
Vergaberecht! Weg vom Billigstbieter-Prinzip!". Der
Pensionistenverband Österreichs, die größte und mitgliederstärkste
Interessensvertretung der älteren Generation spricht sich dafür aus,
dass künftig nicht nur der Preis eine Rolle spielen darf! Klare
Sozialkriterien, also ob im Betrieb zum Beispiel auch Lehrlinge
ausgebildet werden, Frauen und Ältere beschäftigt sind, müssen
stärker berücksichtigt werden. Das ist dann ein Bestbieter und dieser
Bestbieter muss den Zuschlag bei einer Ausschreibung bekommen",
stellt Wohlmuth klar. "Der Pensionistenverband, ÖBB-Chef-Kern und
Vida-Gewerkschafter Hebenstreit haben die Benachteiligung von
Busunternehmen, die ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
beschäftigen bei der Vergabe von Aufträgen aufgezeigt. Diese haben
nämlich - aufgrund ihrer höheren Lohnkosten - gegenüber Firmen mit
z.B. jungen Leiharbeitern einen klaren Wettbewerbsnachteil", so
Wohlmuth, der weiter ausführt: "Wenn wir wollen, das Menschen länger
arbeiten können, dann müssen wir aber auch Firmen unterstützen, die
ältere Mitarbeiter beschäftigen - und zwar auch dort, wo große
Aufträge vergeben werden!" ****

Der Pensionistenverband Österreichs macht bei den aktuell laufenden
Verhandlungen um ein neues Vergaberecht ordentlich Druck - und die
Front für die Berücksichtigung von Sozialkriterien wird immer
breiter. Wohlmuth: "Die Sozialkriterien dürfen sich aber nicht nur
auf ältere Dienstnehmer beschränken. Auch jene Unternehmen, die
vielleicht höhere Ausgaben haben, weil sie Lehrlinge ausbilden,
verstärkt Frauen beschäftigen oder ihrer sozialen Pflicht in andere
Weise verstärkt nachkommen, dürfen keine Nachteile bei der
Auftragsvergabe haben!"

Was in der Diskussion auch berücksichtigt werden müsse, sei, so
Wohlmuth, dass die Beibehaltung des "Billigstbieter-Prinzips" die
Arbeitslosigkeit verstärkt, prekäre Beschäftigungsverhältnisse
fördert und mit Schuld am Anstieg der Frühpensionierungen trägt.
"Somit kommt ein vermutlich 'billiges' Angebot dem Staat durch
verstärkte Sozialausgaben im Endeffekt viel teurer zu stehen. Für den
Pensionistenverband ist daher klar: "Wenn wir Betriebe haben wollen,
die Lehrlinge ausbilden, die Ältere und Frauen beschäftigen, dann
müssen wir diese auch unterstützen. Durch das neue Vergaberecht muss
sichergestellt werden, dass Firmen, die ihrer sozialen Verpflichtung
nachkommen, keinen Nachteil haben!" (Schluss)

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