- 26.03.2015, 09:33:56
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Pfotenhilfe warnt: Osterfeuer – tödlicher Scheiterhaufen für Tiere
Vor allem für Vögel, Igel, Mäuse und Kaninchen sind Osterfeuer gefährlich
Utl.: Vor allem für Vögel, Igel, Mäuse und Kaninchen sind Osterfeuer
gefährlich =
Wien/Lochen (OTS) - Nachdem sich die Gemeinde zum Beginn der Liturgie
der Osternacht um das Osterfeuer versammelt hat, entzündet der
Priester am Feuer seine Osterkerze, die nach der Weihe in die dunkle
Kirche getragen wird - nach christlichem Glauben versinnbildlicht die
brennende Kerze dabei Christus als Licht der Welt. Da die wenigsten
wissen, dass der Holzhaufen eine ideale Nist- und Versteckmöglichkeit
für Kleintiere darstellt und somit für viele Vögel, Igel, Mäuse und
Kaninchen zum tödlichen Scheiterhaufen wird, bittet die Pfotenhilfe
um besondere Achtsamkeit.
In ganz Österreich gilt das Osterfeuer auch heute noch als beliebter
Brauch. Speziell im Alpenraum zählt es seit langer Zeit zum fixen
Bestandteil der Osternacht. "Um bei dieser schönen Tradition zu
verhindern, dass Klein- und Jungtiere qualvoll im Osterfeuer
ersticken und verbrennen müssen, sollte der Holzhaufen vor dem
Anzünden noch einmal umgeschichtet werden." erklärt Sascha Sautner,
Sprecher der Pfotenhilfe. Außerdem wäre es aus der Sicht des
Tierschützers besser, auf ein eigenes Feuer zu verzichten und
stattdessen einer Veranstaltung der Gemeinde bzw. der Kirche
beizuwohnen. "Das wäre nicht nur für das Wohl der Tiere von Vorteil,
sondern auch für uns Menschen. Speziell wenn man an die ansteigende
Feinstaubbelastung denkt, die von Jahr zu Jahr durch die zahlreichen
Osterfeuer stets besorgniserregender wird." so Sautner.
Da im Alpenraum die Dichte der Osterfeuer sehr hoch ist - in manchen
kleinen Ortschaften gleich zehn Osterfeuer keine Seltenheit sind,
verenden hier alljährlich nicht nur zahlreiche Tiere, sondern es
hängt über vielen Tälern am Ostersonntag auch eine dichte Smogwolke.
In vielen Gegenden Österreichs sind Osterfeuer aus diesem Grund seit
2007 genehmigungspflichtig, in Graz und Umgebung seit 2011 sogar
ausnahmslos verboten. Eine Entscheidung, die Tierschützer natürlich
befürworten.
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