• 24.03.2015, 13:19:37
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Regierung macht Tempo: Gemeinnützige begrüßen Bundes-Wohnbauoffensive

Wohnbau und Konjunktur durch Investitionspaket ankurbeln, Grundstücke mit Maßnahmenpaket mobilisieren

Utl.: Wohnbau und Konjunktur durch Investitionspaket ankurbeln,
Grundstücke mit Maßnahmenpaket mobilisieren =

Wien (OTS) - In den Städten und Ballungsräumen werden günstige
Mietwohnungen immer knapper. Verantwortlich dafür ist das starke
Bevölkerungswachstum, das die Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum
zusätzlich anwachsen lässt. Das Angebot geförderter Wohnungen hinkt
dem erhöhten Bedarf hingegen nach. Gleichzeitig lahmt der
Wirtschaftsmotor und steigt die Arbeitslosigkeit.

Konjunkturankurbelnde Investitionen werden durch das enge
budgetpolitische Korsett des Stabilitätspakets stark eingeschränkt.
"Die Wohnbauoffensive der Bundesregierung kommt da gerade zur rechten
Zeit", zeigte sich Karl Wurm, Obmann des Verbandes gemeinnütziger
Bauvereinigungen (GBV) über die heute im Rahmen der Kremser
Regierungsklausur präsentierte Wohnbauinitiative erfreut. Jetzt gilt
es, rasch die näheren Details des Bauprogrammes zu klären. Dabei
sollte auch an geeignete Grundstücke gedacht werden. Gerade die
Knappheit von Bauland zu vertretbaren Preisen stellt ein immer
größeres Hindernis für leistbares Wohnen dar, erklärte Wurm. Daher
wäre zusätzlich zur Wohnbauoffensive auch ein Maßnahmenpaket zur
Baulandmobilisierung sinnvoll.

Das 5,75 Mrd. Euro umfassende Investitionsprogramm stellt eine
Win-Win-Situation dar, mit dem nicht nur innerhalb von 5-7 Jahren
zusätzlich rd. 30.000 Wohnungen samt Wohninfrastruktur errichtet,
sondern auch zwischen 16.000 und 20.000 Arbeitsplätze geschaffen und
der Wirtschaft ein wichtiger konjunktureller Impuls verliehen werden.
"Zentraler ‚Aufhänger‘ für das Wohnbauprogramm ist das historisch
niedrige Zinsniveau. Das gilt es zusammen mit den sehr günstigen
Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) jetzt für eine
Wohnbauoffensive zu nutzen", erklärte der GBV-Obmann. Wurm betonte,
dass die Wohnbauinitiative die Wohnbauförderung keinesfalls ersetzen,
sondern mit ihr in Regionen mit besonders hoher Wohnungsnachfrage ein
zusätzliches Angebot kostengünstiger Wohnungen bereitgestellt werden
soll.

Als "Abwicklerin" dieser zusätzlichen "Finanzierungsschiene" ist eine
Wohnbauinvestitionsbank vorgesehen. Der Bund übernimmt dabei die
Haftung für die von der neuen Wohnbaubank aufgenommenen und an die
Wohnbauträger weitergeleiteten EIB-Darlehen. Durch den staatlichen
Bonitätsvorteil kommt es zu einer substanziellen Verbilligung der
Wohnbaugelder und damit auch Mietkostendämpfung. Wurm weist darauf
hin, dass eine ganz ähnliche Finanzierungskonstruktion im Vereinigten
Königreich seit mehreren Jahren durchaus erfolgreich die auch dort in
den Städten dringend notwendige Ankurbelung des Wohnungsneubaus
unterstützt.

"Die Gemeinnützigen stehen zur gemeinsamen Umsetzung der
Wohnbauinitiative jedenfalls in den Startlöchern", streicht Wurm
hervor. Als bewährte Partner der öffentlichen Hand können die GBV
unter Zuhilfenahme der Wohnbaugelder maßgeblich dazu beitragen, das
angepeilte Jahresvolumen von 5.000 - 6.000 neuen Wohnungen zu
realisieren.

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