- 24.03.2015, 13:03:31
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VIENNA BIENNALE 2015: IDEAS FOR CHANGE
In einer zweiten Pressekonferenz zur VIENNA BIENNALE wurden Details zu den Projekten und die teilnehmenden KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen bekanntgegeben

Utl.: In einer zweiten Pressekonferenz zur VIENNA BIENNALE wurden
Details zu den Projekten und die teilnehmenden KünstlerInnen,
DesignerInnen und ArchitektInnen bekanntgegeben =
Wien (OTS) - Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten? Wie wollen
wir unsere Städte weiterentwickeln? Mit welchen Ideen und Impulsen
können bildende Kunst sowie die angewandten Disziplinen Design und
Architektur zur Verbesserung unserer Gesellschaft beitragen? Das sind
die zentralen Themen der vom 11. Juni bis 4. Oktober 2015 erstmals
ausgerichteten VIENNA BIENNALE. "Als weltweit erste
Mehrspartenbiennale verschreibt sich die VIENNA BIENNALE im Jahr 2015
unter dem Titel IDEAS FOR CHANGE Ansätzen für einen positiven Wandel
aus unterschiedlichsten kreativen Perspektiven und gewinnt aus der
intensiven Begegnung von Kunst, Design und Architektur neue
Erkenntnisse für wesentliche Themen unserer Zeit", so Christoph
Thun-Hohenstein, Direktor des MAK und Leiter der VIENNA BIENNALE,
anlässlich der Präsentation der Ausstellungen und der teilnehmenden
internationalen KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen am
24. März 2015 im MAK.
Die von Thun-Hohenstein initiierte und vom MAK in Partnerschaft
mit der Universität für angewandte Kunst Wien, der Kunsthalle Wien,
dem Architekturzentrum Wien sowie departure, dem Kreativzentrum der
Wirtschaftsagentur Wien, und mit Unterstützung des AIT Austrian
Institute of Technology als außeruniversitärem Forschungspartner
organisierte VIENNA BIENNALE 2015: IDEAS FOR CHANGE entfaltet einen
einzigartigen, gewohnte Genre-Grenzen sprengenden Diskurs mit
kontextbezogenen Projekten an mehreren Ausstellungsorten.
Ausgangspunkt und verbindende Thematik der Projekte der VIENNA
BIENNALE sind die teils rasant wachsenden Städte, deren enorme
Potenziale und Probleme aus unterschiedlichen kreativen Sparten
heraus untersucht werden. Daraus entfaltet sich ein facettenreiches
Panorama aus Kritik, Ideen und konkreten Lösungsvorschlägen:
Architektur und Design befassen sich mit sechs Megacitys auf fünf
Kontinenten; bildende Kunst mit Bukarest als markantem Beispiel einer
Stadt hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang; Design und Architektur
mit der wiederholt zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürten
österreichischen Metropole; Kunst mit den Möglichkeiten einer sich
insbesondere im urbanen Kontext herausbildenden neuartigen Aufklärung
sowie mit der Bedeutung des urbanen öffentlichen Raums. "Gemeinsam
ist allen Projekten, dass sie zwar in einer bestimmten Disziplin
verortet sind, sich aber anderen Sparten in vielerlei Hinsicht
öffnen. Das Zusammenspiel der Kreativbereiche gibt dieser Biennale
ihren einzigartigen Charakter", so Thun-Hohenstein.
Diesem intendierten "Gespräch der Künste" folgend, entwickeln die
Biennale-KuratorInnen Pedro Gadanho (Kurator für zeitgenössische
Architektur am Museum of Modern Art, New York), Harald Gruendl
(Co-Partner, EOOS; Institutsvorstand, IDRV - Institute of Design
Research Vienna), Maria Lind (Direktorin, Tensta Konsthall,
Stockholm) und Peter Weibel (Vorstand, ZKM | Zentrum für Kunst und
Medientechnologie Karlsruhe; Ordentlicher Professor, Universität für
angewandte Kunst Wien), Ausstellungen, die kreative Allianzen
ermöglichen.
Der kreative Austausch kulminiert im Vienna Biennale Circle, einer
die gesamte Genese der Biennale begleitenden, offenen Plattform, der
neben den Leitern der Biennale-Partnerinstitutionen bedeutende, in
Wien lebende Persönlichkeiten angehören. Der Vienna Biennale Circle
verklammert die Biennale-Projekte auf einer Metaebene, indem er
Kreativität als Schlüsselelement für menschliche Arbeit der Zukunft
im digitalen Zeitalter thematisiert. "Die Vernetzung der
Biennale-Projekte und die daraus resultierenden Querverbindungen
ergeben eine zentrale, gemeinsame Botschaft: Positive Veränderungen
müssen von unten - von uns allen - ausgehen!", so Thun-Hohenstein.
AUSSTELLUNGEN UND PROJEKTE IM ÜBERBLICK:
(Detaillierte Informationen und Listen der teilnehmenden
KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen siehe Pressebereich
auf www.viennabiennale.org)
"Mapping Bucharest: Art, Memory, and Revolution 1916-2016" (Eine
Ausstellung des MAK; KuratorInnen: Peter Weibel, Vorstand, ZKM |
Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe; Ordentlicher
Professor, Universität für angewandte Kunst Wien; Bärbel Vischer,
Kustodin, MAK-Sammlung Gegenwartskunst) sucht vor der Folie
avantgardistischer Strömungen nach dem Potenzial eines kulturellen
Raums, der sich durch Europa zieht. Ausgehend von Dada, Surrealismus,
Lettrismus, Nouveau Réalisme und dem absurden Theater geht es in der
Ausstellung um die Verdichtung des Wissens um aktuelle
zeitgenössische Kunst (Art), Erinnerung (Memory) und die Metapher
Revolution im Kontext der rumänischen Kunstszene. Das Projekt
startete mit dem im Oktober 2014 ausgeschriebenen Ideenwettbewerb
"Create Your Bucharest", der nach sozialen und kulturellen Visionen
für die rumänische Metropole suchte. Die von einer Jury in Bukarest
ausgezeichneten Arbeiten werden in einem eigenen Bereich der
Ausstellung vorgestellt. "Mapping Bucharest" und "Create Your
Bucharest" werden vom MAK mit wesentlicher finanzieller Unterstützung
von OMV und OMV Petrom realisiert.
Das "Performing Public Art Festival" (Ein Projekt der Universität
für angewandte Kunst Wien; Kuratoren: Peter Weibel, Vorstand, ZKM |
Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, und Ordentlicher
Professor, Universität für angewandte Kunst Wien, sowie Gerald Bast,
Rektor, Universität für angewandte Kunst Wien) widmet sich der
Öffentlichen Kunst, die eine große Chance für eine funktionierende
Demokratie birgt. Die Bewegungen der Bürgerinnen und Bürger der
Gegenwart zeigen eine neue Form des öffentlichen Raumes und der Kunst
im öffentlichen Raum, also der öffentlichen Kunst. "Öffentliche Kunst
- Public Art zeigt sich heute als ein Ereignis im öffentlichen Raum.
Sie zielt darauf ab, die schweigende Skulptur durch eine neue Sprache
der Aufmerksamkeit zu ersetzen", erläutern Peter Weibel und Gerald
Bast. Diese neue Sprache entsteht aus Handlungen, Akten und
Ereignissen. KünstlerInnen produzieren unbemerkt vom Galerien- und
Museumssystem eine neue Form öffentlicher Kunst. Performing Public
Art wird zu einer der wichtigsten Praktiken der Gegenwartskunst in
dem Moment, wo Malerei und Skulptur immer mehr zur Marktkunst werden
und sich daher der demokratisch agierenden Öffentlichkeit entziehen.
Beim "Performing Public Art" Festival werden elf nationale wie
internationale Künstlerinnen und Künstler bzw. Gruppen im
öffentlichen Raum ihre Ideas for Change performen.
Das Projekt "2051" (Organisiert vom MAK gemeinsam mit departure,
dem Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien; Kuratoren: Harald
Gruendl, Co-Partner, EOOS, und Institutsvorstand, IDRV - Institute of
Design Research Vienna, sowie Thomas Geisler, Kustode, MAK-Sammlung
Design), eine Orwell’sche Verdrehung der Jahreszahl, in der die erste
VIENNA BIENNALE stattfindet, verfolgt das Ziel, im Angesicht
dystopischer Prognosen und gegensteuernder Zielvorgaben für das 21.
Jahrhundert die verändernde Rolle von Design im Kontext eines
positiven gesellschaftlichen Wandels aufzuzeigen und erlebbar zu
machen. Im Wiener Stadtraum werden Ausstellungssatelliten, sogenannte
"Demonstratoren", errichtet, die die BewohnerInnen mit zukünftigen
Entwicklungen aus den Bereichen Mobilität, Arbeit, Geld, Gesundheit,
Wohnen, Versorgung, Gastfreundschaft, Bildung, Konsum und
Unterhaltung im Kontext des städtischen Alltags konfrontieren. Die
Ausstellung "2051: Smart Life in the City" im MAK zeigt die Themen
der "Demonstratoren" im Kontext des Protestprojekts "Hypotopia - Die
Milliardenstadt", das Studierende der TU Wien im Herbst 2014
entwickelten. Alle "Demonstratoren" werden mit den Forschungsfragen,
Zielen und später auch dem Feedback der Bevölkerung vorgestellt.
Unter dem programmatischen Titel "Future Light" (Kuratorin: Maria
Lind, Direktorin der Tensta Konsthall in Stockholm) entfaltet Maria
Lind einen Diskurs zur Neuentdeckung zentraler Ideen in Kunst,
Aktivismus und Theorie, die schon zur Zeit der Aufklärung
hochgehalten wurden, darunter der Umgang mit Licht, Individualität
und Öffentlichkeit. Ihr Projekt umfasst eine Gruppenausstellung im
MAK, eine Ausstellung in der Kunsthalle Wien (Museumsquartier),
Off-site Commissions in Wien und einen Reader.
Bereits existierende Gemälde, Videos, Skulpturen und Zeichnungen
von siebzehn KünstlerInnen bilden in der Gruppenausstellung im MAK
eine Installation ohne Wände, aber mit viel natürlichem Licht. Das
reflektierte und gebrochene Licht, das in der zeitgenössischen Kunst
häufig Undurchsichtigkeit und Abstraktion schafft und den Zustand der
menschlichen visuellen Wahrnehmung aufrechterhält, sowie die Zukunft
als Orientierungspunkt in vielen Kunstwerken, kommen in der
Gruppenausstellung im MAK besonders zum Tragen. Eine alternative
Zukunft eröffnet auch die Arbeit The Report, mit der
STEALTH.unlimited gemeinsam mit Stefan Gruber die Geschichte von
Wiens urbanen Bewegungen überdenken.
Die Ausstellung "LOVING, REPEATING" von Pauline Boudry und Renate
Lorenz in der Kunsthalle Wien präsentiert drei Videoinstallationen
und eine Reihe neuer Skulpturen, die gemeinsam eine stimmungsvolle,
den Begriff der Zeit reflektierende Installation ergeben. In stark
inszenierten Situationen zeigen die Videos, wie neue Sehnsüchte
entstehen, wenn Vergangenes in Hinblick auf Zukünftiges neu
erschaffen wird. Ein Hauch von Undurchsichtigkeit umhüllt spielerisch
die Figuren, die, umgeben von Glitter, Vorhängen, Tarnmustern,
imposanten Perücken und einem gewissen Grad musikalischer
Interaktion, bewusst schwierig zu kategorisieren sind. Pauline Boudry
und Renate Lorenz konzipieren für ihre Filme Performances und
beziehen sich dabei auf zahlreiche Referenzen aus dem Bereich des
Experimentalfilms, der Geschichte der Fotografie und der
Underground-(Drag-)Performance.
"Uneven Growth: Tactical Urbanisms for Expanding Megacities" (Eine
Ausstellung realisiert vom MoMA in Zusammenarbeit mit dem MAK;
Kurator: Pedro Gadanho, Kurator für zeitgenössische Architektur am
Museum of Modern Art, New York) präsentiert die Ergebnisse einer
Initiative, die über einen Zeitraum von vierzehn Monaten neue
architektonische Möglichkeiten für das schnelle und unausgewogene
Wachstum sechs globaler Metropolen ‒ Hongkong, Istanbul, Lagos,
Mumbai, New York und Rio de Janeiro ‒ untersuchte und daraus
Design-Szenarien entwickelte. Sechs interdisziplinäre Teams (MAP
Office und Network Architecture Lab, Superpool und Atelier
d’Architecture Autogérée, NLÉ und Zoohaus /Inteligencias Colectivas,
URBZ und Ensamble Studio/MIT-POPlab, SITU Studio und CohStra sowie
RUA Arquitetos und MAS Urban Design ETH) entwarfen punktuelle
Ausblicke auf mögliche Verbesserungen urbaner Umgebungen. Eine
Online-Plattform (uneven-growth.moma.org) lädt die Öffentlichkeit
ein, Beispiele für urbane Praktiken beizutragen. Eine Auswahl dieser
Einreichungen wird im Rahmen der MAK-Installation
präsentiert.
Mit dem Projekt "aspern INTERNATIONAL" (Eine Kooperation des
Architekturzentrum Wien mit "Wien 3420 Aspern Development AG";
Kurator: Dietmar Steiner, Direktor, Architekturzentrum Wien) führt
die Wien 3420 Aspern Development AG in Kooperation mit dem
Architekturzentrum Wien einen geladenen Ideenwettbewerb für ein
Grundstück im Seeparkquartier in aspern Die Seestadt Wiens durch.
Sieben ausgewählte Architekturbüros aus ganz Europa nehmen daran
teil. Wien gehört zu den am stärksten wachsenden Städten Europas, das
größte Stadtentwicklungsgebiet ist aspern Die Seestadt Wiens im Osten
der Stadt. Ziel des Wettbewerbes ist es, alternative
Herangehensweisen an die Architektur der Stadt zu entwickeln. Die
Ergebnisse dieses Wettbewerbes werden bereits vor der Jurysitzung im
Rahmen der VIENNA BIENNALE 2015 präsentiert und diskutiert. Die
Ausstellung "aspern INTERNATIONAL" bietet sowohl der Jury als auch
der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Wettbewerbsarbeiten und
weitere Projekte der teilnehmenden ArchitektInnen kennenzulernen.
Die Ausstellung "Die Kunst zu arbeiten. Handeln in der Digitalen
Moderne" (Eine Ausstellung des Vienna Biennale Circle im MAK)
präsentiert im Obergeschoss der MAK-Säulenhalle Leitbilder und
Handlungsanleitungen für die Zukunft menschlicher Arbeit im digitalen
Zeitalter. Im Zuge der intensiven Auseinandersetzung mit allen
Biennale-Projekten hat der Vienna Biennale Circle die Bedeutung von
Kreativität für die Entwicklung menschlicher Arbeit, vor allem im
Lichte der digitalen Automatisierungsfalle, als ein Schlüsselthema
der Digitalen Moderne identifiziert. Das Kernteam des Vienna Biennale
Circle verdichtet diese Erkenntnisse in einem vom buero bauer
gestalteten Ausstellungsmanifest. Ergänzend zu "Die Kunst zu
arbeiten" wird im MAK DESIGN LABOR die Ausstellung zeitgenössischer
bildender Kunst "24/7: the human condition" (Kuratorin: Marlies
Wirth, Kuratorin, MAK) gezeigt.
Die VIENNA BIENNALE 2015 wird am Donnerstag, 11. Juni 2015, um
18:30 Uhr offiziell eröffnet.
Die VIENNA BIENNALE 2015 wird von einer Reihe von Veranstaltungen,
Symposien, Workshops und Talks begleitet. Den BesucherInnen der
Biennale steht auch eine Reihe von Parallelprojekten in den
Partnerinstitutionen offen.
Ausführliche Texte zu den Biennale-Ausstellungen sowie eine
Gesamtliste aller teilnehmenden KünstlerInnen, DesignerInnen und
ArchitektInnen stehen im Pressebereich der VIENNA BIENNALE-Homepage
www.viennabiennale.org zum Download bereit.
Die VIENNA BIENNALE 2015: IDEAS FOR CHANGE
wird organisiert vom
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
in Kooperation mit
Universität für angewandte Kunst Wien
Kunsthalle Wien
Architekturzentrum Wien
Wirtschaftsagentur Wien, departure
Forschungspartner:
AIT Austrian Institute of Technology
Key Sponsors:
OMV und OMV Petrom
Premium Sponsor:
voestalpine
Program Sponsor:
Wien Holding GmbH
Sponsor:
Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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