- 23.03.2015, 09:29:20
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ORF-Geschäftsführung blockiert Gehaltsanpassung für Online-Beschäftigte
Inakzeptable Verhandlungsführung und fragwürdiges Sozialpartnerverhalten bei ORF-Online
Utl.: Inakzeptable Verhandlungsführung und fragwürdiges
Sozialpartnerverhalten bei ORF-Online =
Wien (OTS) - Bei der ORF Online und Teletext GmbH & Co KG wurden im
Dezember 2014 die sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen über das
genaue Ausmaß der im Kollektivvertrag gesicherten Valorisierung der
Gehälter gestartet. Auch ein Vierteljahr später gibt es noch immer
keinen Abschluss, weil von Seite der ORF-Geschäftsführung zuerst
Verhandlungstermine verschleppt wurden und als es Ende Februar 2015
endlich einen Verhandlungstermin gab, teilte der Leiter des von der
ORF-Geschäftsführung genannten Verhandlungsteams mit, dass ihm von
der ORF-Konzernspitze kein Verhandlungsspielraum eingeräumt wurde.
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Daraufhin wurde ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz vom Sprecher
des gewerkschaftlichen Verhandlungsteams und Bundesvorstandsmitglied
der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-djp), Fritz Wendl, schriftlich über diese fragwürdige und für
übliche sozialpartnerschaftliche Verhandlungen völlig inakzeptable
Vorgangsweise informiert und eindringlich ersucht, rasch dafür zu
sorgen, dass endlich auch von AG-Seite ein Verhandlungsteam nominiert
wird, das die Kompetenzen für ernsthafte Verhandlungen samt Abschluss
habe.
Als die ORF-Geschäftsführung eine Nominierung mit
Verhandlungskompetenz auch zwei Wochen später noch immer nicht
geschafft hatte, ersuchte die Betriebsratsvorsitzende der
ORF-Onlinetochter und stv. Vorsitzende des GPA-djp
Wirtschaftsbereichs "ORF und Töchter", Nadja Igler, den
ORF-Generaldirektor sowohl mit einem Anruf in seinem Büro als auch
mit einer E-mail nachdrücklich endlich "ein mit einem entsprechenden
Mandat ausgestattetes Verhandlungsteam zu nominieren". Und wieder
blieb eine Antwort aus.
Die schon seit Monaten auf die ihnen zustehende Valoriserung
wartenden Beschäftigten der ORF Online und Teletext GmbH & Co KG sind
nun nicht länger bereit, weitere Verzögerungen hinzunehmen und haben
dabei, wie der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer
betont, "selbstverständlich jede gewerkschaftliche Unterstützung. Die
Beschäftigten dürfen - ebenso wie die ORF-Geschäftsführung - davon
ausgehen, dass die GPA-djp ganz genau weiß, wie gegen ein derartig
inakzeptables und jenseits des Sozialpartnerbogens liegenden
Verhalten effizient vorgegangen werden kann."
Für heute, Montag, den 23.03. Nachmittag, wurde eine
Betriebsversammlung der ORF Online und Teletext GmbH & Co KG
Beschäftigten einberufen, wobei Betriebsratsvorsitzende Nadja Igler
die Stimmung der Belegschaft so beschreibt: "Es herrscht
hundertprozentige Bereitschaft die Verzögerungen bei der Fixierung
der zustehenden Valorisierungen nicht mehr länger hinzunehmen und zur
Durchsetzung der Ansprüche alle gebotenen Mittel einzusetzen".
Mit voller Unterstützung können die ORF Online-Beschäftigten dabei
auch vom Vorsitzenden des ORF-Konzernbetriebsrats, ORF-Stiftungsrat
Gerhard Moser rechnen, der sagt: "Ich weiß zwar nicht, wer oder was
die ORF-Geschäftsführung auf die aberwitzige Idee gebracht hat im
sozialpartnerschaftlichen Umgang auf Verhandlungsdilettantismus und
-verweigerung zu setzen, aber ich weiß dafür ganz genau, dass das
ganz rasch und ein- für allemal abzustellen ist. Es ist nämlich
beschämend nach außen hin die Trimedialität landauf landab zu feiern,
während man den eigenen Beschäftigten ihre grundlegenden und
vereinbarten Rechte vorenthält und deren ohnehin maßvolle Forderungen
ignoriert. So ist man als öffentlich-rechtliches Unternehmen auf dem
besten Weg, das ohnehin heftig umstrittene Projekt trimedialer
newsroom noch vor der Umsetzung zu Grabe zu tragen".
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