• 19.03.2015, 10:14:41
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Umweltdachverband zu Natura 2000: Endlich Licht am Ende des Tunnels!

- Biogeographisches Seminar bestätigte den Handlungsbedarf der Bundesländer in Sachen Natura 2000 für Österreich

Utl.: - Biogeographisches Seminar bestätigte den Handlungsbedarf der
Bundesländer in Sachen Natura 2000 für Österreich =

Wien (OTS) - Europäische Kommission verlangt u. a. die
Nachnominierung der Isel und ihrer Zubringerflüsse
- Abschluss des Prozesses 2016 scheint nun realistisch - Zeitplan
muss eingehalten werden

Nach zwei Tagen intensiver Diskussionen wurde gestern Abend die erste
Verhandlungsrunde zwischen den VertreterInnen der Europäischen
Kommission, der Bundesländer, der Interessengruppen und ExpertInnen
abgeschlossen und das Ergebnis vorgelegt: "Der Handlungsbedarf in
Sachen Nachnominierung von weiteren Natura 2000-Gebieten in allen
Österreichischen Bundesländern wurde klar bestätigt und verortet", so
Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes
und Leiter der NGO-Delegation beim Seminar. "Die Gespräche fanden in
einer sehr konstruktiven Atmosphäre statt und waren über weite
Strecken hinweg einhellig, wenngleich einige sehr kontroversielle
Diskussionen geführt wurden. Wir sind jedenfalls froh, dass Gebiete
wie die Isel mitsamt ihren Zubringern, der Piz Val Gronda in Tirol,
der Irrsee und die Irrseemoore in Oberösterreich oder auch die
Sattnitz sowie Teile der Karawanken in Kärnten seitens der Kommission
klar außer Streit gestellt wurden. Auch das Warscheneck in OÖ ist
nicht vom Tisch. Es wurde sichtbar und wir erkennen an, dass einige
Bundesländer massive Anstrengungen unternommen haben, den
Anforderungen der Europäischen Kommission Rechnung zu tragen. Dies
wurde offensichtlich auch seitens der Kommissionsvertreter in Form
starken Entgegenkommens mehr als deutlich gewürdigt", erklärt
Proschek-Hauptmann.

Bundesländer müssen bis Ende 2015 ihre Hausaufgaben machen

Bezüglich des Zeitplans zeigt sich Proschek-Hauptmann zuversichtlich:
"Es ist von enormer Bedeutung, dass der Ausweisungsprozess mit der 2.
Nominierungsfrist bis Ende 2015 und der zweiten Verhandlungsrunde
2016 auch tatsächlich final beschlossen werden kann. Ich bin froh,
dass die Kommission von ihrem Zeitplan nicht abrückt. Entscheidend
wird diese zweite Phase beispielsweise für wichtige Schutzgüter wie
die Bergmähwiesen oder den Luchs, die diesmal noch nicht final
behandelt werden konnten. Jede Verzögerung wäre mehr als
kontraproduktiv, da damit einerseits Rechtsunsicherheit aufrecht
bliebe und andererseits die Energien und Ressourcen nun endlich in
das ordnungsgemäße Management der Schutzgebiete fließen sollten. Hier
sind ohnehin noch große Anstrengungen nötig, wie auch der Leiter der
Kommissionsdelegation bestätigte. Dies war der erste Schritt in die
richtige Richtung. Nun müssen die Hausaufgaben gemacht werden. Wir
werden den Prozess auch weiterhin sehr aufmerksam begleiten", so
Proschek-Hauptmann abschließend.

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