Steßl zur Konstituierung der Cyber Sicherheit Plattform: Vernetzte Kooperation von Institutionen und Unternehmen

Prioritäten sind Eigenverantwortung der Unternehmen, forcieren echter PPP-Modelle für Cyber Security-Strukturen und gemeinsame Kompetenzen & Ressourcen für Cyberraum-Schutz

Wien (OTS) - "In einer vernetzten Welt kann auch die Sicherheit nur durch Vernetzung und Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen und Unternehmen abgesichert werden", hebt Kanzleramtsstaatssekretärin Sonja Steßl im Rahmen der Konstituierung der Cyber Sicherheit Plattform im Bundeskanzleramt hervor.

Die Cyber Sicherheit Plattform ist eine Maßnahme aus der 2013 beschlossenen Österreich-Strategie für Cyber-Sicherheit und stellt den Brückenschlag zwischen Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung dar. Die Plattform soll vorhandene Aktivitäten und Arbeitsgruppen zusammenführen, ohne diese in ihrer Struktur und Zusammensetzung zu ändern. Die Aktivitäten des Austrian Trust Circle, des Vereins Cyber Security Austria, des Kuratoriums Sicheres Österreich, des CERT-Verbundes und von A-SIT zeigen bereits die gut organisierte Stakeholder-Landschaft in Österreich. "Es geht nun darum, all diese Aktivitäten für die Wirtschaft transparent zu machen und Synergien zu nutzen. Mit dieser Plattform wollen wir aber nicht nur die laufende Kommunikation mit allen Stakeholdern unterstützen, sie soll auch anregen, die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor zu intensivieren und neben der informellen Ebene auch zu Private Public Partnerships anregen", erläuterte Staatssekretärin Sonja Steßl gestern vor über 120 geladenen Cyber-Expertinnen und -Experten aus der Wirtschaft.

Das BKA geht bereits seit 2008 eine erfolgreiche Kooperation hinsichtlich Ressourcen und Kompetenzen mit nic.at ein, die Strukturen sind in govCERT abgebildet. Das govCERT ist eine Sicherheitseinrichtung und sozusagen die "Feuerwehr im Netz" für die öffentliche Verwaltung. Dadurch können nicht nur Ressourcen effizient eingesetzt, sondern auch die Kompetenz erhöht werden.

Diese Art der Kooperation ist auch das Erfolgsrezept des CERT-Verbundes, der vom BKA koordiniert wird. Dabei tauschen sich die CERTs des privaten und des öffentlichen Sektors periodisch aus, setzen entsprechend gemeinsame Aktivitäten und nutzen die jeweiligen internationalen Vernetzungen für eine frühzeitige Information im Anlassfall.

Österreich ist eines der wenigen Länder, die hier bereits ein echtes Private Public Partnership (PPP)-Modell auf diesem Gebiet langjährig erfolgreich betreiben. In Europa sind das derzeit neben Österreich nur noch Deutschland, Spanien, UK und die Niederlande, die den Weg zu PPP vorzeigen. "Ich sehe aber den Kooperationsbedarf nicht nur auf der Ebene öffentlicher und privater Organisationen, sondern auch speziell zwischen den Organisationen in den diversen privaten Sektoren. Gerade das Beispiel des Energiesektors oder des Finanzsektors zeigt derzeit noch offene Kooperationsmodelle. Diese in eine tragfähige und vor allem im Anlassfall strapazierfähige Struktur zu bringen, ist im Sicherheitsbereich unbedingt notwendig", forderte Staatssekretärin Steßl.

Um gemeinsam die Chancen der digitalen Welt nutzen zu können, müssen gute und sichere Rahmenbedingungen geschaffen werden, Cyber-Sicherheit ist hier eine wesentliche Säule. Neben der Verantwortung und den Aufgaben, die Politik und öffentliche Verwaltung haben, definierte Steßl im Rahmen der Konstituierung der Cyber Sicherheit Plattform vor allem folgende drei Prioritäten in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft für einen sicheren Cyber-Raum:

1. Eigenverantwortung der Unternehmen
2. Forcieren von echten Public Private Partnership-Modellen für Cyber Security-Strukturen
3. Gemeinsamer Aufbau von Kompetenzen und Ressourcen, um den Cyberraum ausreichend zu schützen

"Nur durch eine gemeinsame Anstrengung der öffentlichen Verwaltung, der Wirtschaft und der Wissenschaft wird es gelingen, den Cyber-Raum sicher und vertrauenswürdig zu gestalten", so die für Verwaltung und öffentlichen Dienst zuständige Staatssekretärin Sonja Steßl.

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